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Sonntag 28. Januar

Franz Frey wählen

Ein Oberbürgermeister mit sozialer Verantwortung. Mit ihm keine Millionengeschenke für Millionäre.

Konsequent für Erhalt städtischen Wohnraums, der bezahlbar ist.

Für bessere Schulen.

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......... so leer wie diese Seite.

in Hessen findet zur Zeit auf Landesebene keine Politik statt.

Das ist Arbeitsverweigerung. Das kann nicht sein. Schließlich bezahlen wir das Politiker-Personal doch fürstlich.

 

 

Gaza im Würgegriff 

 

Die jahrzehntelange Spannung zwischen Israelis und Palästinenser hält an, sie hat sich in den letzten Tagen sogar auf das Abscheulichste gesteigert. Auf den Beschuss mit gebastelten Raketen auf die Stadt Skerot dreht Israel jetzt den Hahn für Diesellieferungen in dem riesengroßen Freiluftgefängnis von Gaza zu. Die Folge: Schulkinder müssen über Müllberge steigen, weil ohne Diesel die Müllabfuhr den Müll nicht abfahren kann. Was noch beachtlicher ist: Die UNRA, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, sieht sich nicht mehr in der Lage, die Lebensmittelversorgung der hilflosen 1,5 Millionen von ihrer Heimat vertriebenen Palästinenser aufrecht zu erhalten.

Eine Sicherratssitzung in New York wurde, wie schon so oft, durch das USA-Veto zur Untätigkeit verurteilt. Ungerührt von der Weltmeinung verfolgt Jerusalem den illegalen Siedlungsbau auf Palästinensergebiet.

Joachim Franz

 

Palästinenser sollen wieder einmal enteignet werden

 

Die Enteignungsbefehle liegen bereits bei den israelischen Generälen in den Kasernen unterzeichnet vor. Bald könnte es los gehen mit der Enteignung von 1.1 Millionen Quadratmetern Landes, dass Israel völkerrechtswidrig von vier Palästinenserdörfern konfiszieren will.

Israel will dieses Land angeblich für einen Autobahnstreifen mit Umzäunung oder Ummauerung vom palästinensischen Ostjerusalem zu der Casinostadt Jericho. Damit wird der armselige Fetzen Land, der den Palästinensern noch blieb, erneut durchschnitten. Und Israel setzt seinen schäbigen Plan der Kantonisierung des Araberstaates weiter fort.

Die Bundesrepublik schweigt zu diesem Vorhaben, während Frankreich Protest erhebt. Israel-Verbündeter Washington lässt vom Potomac eine laue Anfrage an Tel Aviv richten und bittet scheinheilig mal erst um „Auskunft“ über die neuerliche Annexion.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 11. Oktober 2007, Seite 2

 

 

Randbemerkung zum

16. Februar 2008

 

Aus Berlin kommen erste Zeichen, den Zumwinkels und seiner Liechtenstein-Bande zu Hilfe zu kommen. Der Finanzminister faselt vom Schicksal der „Leistungsträger“, was wohl mildernde Umstände signalisieren soll. Aber merke: Ein Leistungsträger ist jemand, der glaubt, es sich leisten zu können, Millionen Schwarzgeld unbemerkt und folgenlos nach Liechtenstein tragen zu können.

Im Übrigen muss man befürchten, dass die Wirtschaftslobbyisten im Bundestag schon fieberhaft Amnestiegesetze für diese „Leistungsträger“ basteln.                                                                                            J.F.

Nachdruck honorarfrei mit Quellenangabe und Beleg  

 

 

 

Kunde statt Student?

 

‘An deutschen Hochschulen fehlen die Studenten’. So könnte eine zukünftige Überschrift in den Zeitungen lauten. Seitdem Studiengebühren in den meisten Bundesländern eingeführt wurden, wird diskutiert, ob diese überhaupt akzeptabel sind. Durchgesetzt wurden sie, damit sie die Kosten des Studiums reduzieren, die hauptsächlich den staatlichen Trägern der Hochschule entstehen. Aber es stellt sich die Frage, ob die staatliche Förderung dadurch zurückfährt. Den australischen Hochschulen beispielsweise geht es heutzutage finanziell schlechter als vor der Einführung der Gebühr. Der Staat zieht sich zunehmend aus der Finanzierung zurück. Zu erwarten ist auch, dass zukünftig weniger Schulabsolventen mit einem Studium beginnen. In Österreich beispielsweise ist die Zahl der Studienanfänger nach Einführung der Gebühren um 15 Prozent gesunken. Sicherlich ist damit zu rechnen, dass die vom Studium abgeschreckten Schulabgänger verstärkt auf Berufsausbildungen ausweichen und damit einen Dominoeffekt auslösen: die Chance eines Hauptschulabsolventen einen Ausbildungsplatz zu erhalten, verringert sich immer mehr. Weder in Skandinavien noch in Griechenland werden die Studierenden zur Kasse gebeten. Das Ergebnis ist, dass beispielsweise in Finnland und Schweden rund 70 Prozent eines Altersjahrgangs studieren - doppelt so viele wie in Deutschland.

Der bedeutende Punkt ist aber, dass Bildung in den Menschenrechten verankert ist. Die Unverträglichkeit der Bildung mit der Ökonomisierung in Form von individueller Bezahlung liegt doch auf der Hand. Zusätzlich könnte die Gefahr entstehen, dass nur das geforscht wird, was sich finanziell lohnt und nicht das, was gesellschaftlich notwendig ist. Es bleibt nun zu hoffen, dass sich dem Studenten andere Aussichten bieten, als die des leeren Geldbeutels.                                                                       Cintia Ferradás, Kriftel

 

Eine Landratte lernt den Norden lieben

 

Ja, soll ich wirklich dahin fahren, nach Bremerhaven? Na gut, dachte ich, hat mich doch nie interessiert. Plattes Land, keine Berge und Wälder. Aber man kann es sich doch einmal ansehen. Das Programm des Frankfurter Presseclubs enthält doch ganz interessante Punkte, mit kompetenten Vertretern des Zielortes. Außerdem habe ich ja, wenn der langweilige Norden mir zu sehr auf den Keks geht, meine vertrauten Freunde aus Frankfurt, mit denen ich gerne wohin aufbreche. Kaum angekommen, erste positive Eindrücke. Hanno Rieck vom Bremerhavener Presseclub ließ sich beim Begrüßungsessen aufs Geduldigste in Nachfragen über die Hafenwelt Bremerhaven verwickeln. Einen Tag später lernte ich, dass in Bremerhaven Havenwelt im Plural gedacht wird, also gleich Havenwelten mit Deutschem Auswanderermuseum , Schifffahrtsmuseum, Institut für Polar- und Meeresforschung und Klimahaus 8 Grad Ost geplant vom berühmten Architekten Scharoun, ein Kind der Stadt, das die Klimazonen entlang des Achten Längengrades vorstellt.

Zunächst zu dem angeregten Gespräch auf der „Seute Deern“ am Ankunftsabend. Immer noch mit Vorbehalten gegen den Norden, ritt mich der Teufel. Ich versuchte, die mir innerlich weiß Gott weit entfernten Nordlichter auf das nautische Glatteis zu führen. Ich stellte listig die Fragen; die von Seefahrts-Schmökern aus meiner Jugend bei mir hängen gebliebenen Begriffe aus der Segelromantik, Abteilung „Robert Stevenson „Die Schatzinsel“, waren mir dabei Hintergrundsfolie, gewissermaßen Daten aus der persönlichen Festplatte im Kopf. Also frisch provoziert. An einen Kollegen von Hanno Rieck richtete ich die geheuchelte Frage: „Was ist auf einem Segelschiff das Glasen?“ Ein Herumdrucksen, Schulterzucken, die komplette Ahnungslosigkeit offenbarte sich. Da griff der am Nachbartisch sitzende Direktor des Schifffahrtsmuseums ein. Glasen, dozierte er erschöpfend und bildreich, sei die Zeitmessung auf früheren Schiffen mit der gläsernen Sanduhr, mit der unter anderem die Achtstunden-Wachen gemessen wurden.

An den drei anderen Tagen unseres Aufenthalts wurde ich dann zum gelehrigen Schüler zum Thema „Meer, Hafen und Schifffahrt“; und das gerne.Warum muss an der Nordsee ein Hafen zur See hin eine zwei-torige Schleuse haben? Warum setzte man in Bremerhaven auf den vorhandenen Deich noch eine meterhohe stählerne Spundwand drauf: wegen der Erfahrung der schlimmen Flut in Hamburg 1961. Ich hörte staunend von dem System der Feederschiffe, die die Pkws von den ganz großen im Meer ankommenden Autotransportern an Land bringen.

Dann der Höhepunkt, der alle meine Vorbehalte gegen den Norden hinschmelzen ließ. Der Anblick des Kutterhafens bei Domrum auf halben Wege von Bremerhaven nach Cuxhaven, im gleißenden Sonnenlicht liegend. Also auch an der Nordsee scheint die Sonne! Ein kleiner Hafen vor dem Deich, nur wenige Liegeplätze, ein poetischer Anblick. Es wuchs augenblicklich meine Entscheidung, mit meiner Lebensgefährtin, die zwanzig Jahre vergeblich versucht hatte, mich für Norddeutschland, wo ihre Mutter herstammt, zu erwärmen, bald in Domrum ein Ferienhaus für ein paar Tage Urlaub anzumieten. Auf der Rückfahrt analysierte ich, mein Gefühl für Deutschland umschloss nun auch die nördliche Hälfte, die mehr als sechzig Jahre für mich Luft gewesen war.

Joachim Franz

 

Wiederaufnahme

DIE  ZARENBRAUT

 

Oper in vier Akten von Nikolai A. Rimski-Korsakow

Text von Nikolai A. Rimski-Korsakow und Ilja F. Tjumenew

Nach der historischen Tragödie (1849) von Lew A. Mei

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Hartmut Keil

Inszenierung: Stein Winge

Szenische Mitarbeit: Dagmar Pischel

Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov

Bühnenbild: Benoît Dugardyn

Kostüme: Ingeborg Bernerth

Dramaturgie: Malte Krasting

Licht: Frank Keller

Chor: Alessandro Zuppardo

Sobakin: Michail Schelomianski

Marfa: Britta Stallmeister

Grigori Grjasnoi: Johannes Martin Kränzle

Maljuta Skutarow: Magnus Baldvinsson

Bojar Lykow: Alexey Kudrya

Ljubascha: Elena Cassian

Bomelius: Hans-Jürgen Lazar

Saburowa: Sonja Mühleck

Dunjascha: Katharina Magiera

u.a.

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

„Dieser Historienreißer wird an der Frankfurter Oper noch ein paar Wiederaufnahmen erleben.“ Diese Prophezeiung eines Kritikers nach der Premiere am 29. Oktober 2006 wird zumindest in der laufenden Spielzeit 2007/08 erfüllt: Zum ersten Mal steht nun Die Zarenbraut von Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) in der Regie von Stein Winge wieder auf dem Programm der Oper Frankfurt und ergänzt damit das Repertoire des Opernhauses am Willy-Brandt-Platz um eine wahre Rarität.

Der Handlung der am 3. November 1899 in Moskau uraufgeführten Zarenbraut liegt eine wahre Begebenheit aus der Zeit Iwan IV. – besser bekannt als Iwan der Schreckliche – zugrunde: Auf der Suche nach einer dritten Ehefrau fiel unter 2000 Anwärterinnen aus dem gesamten Reich die Wahl des Zaren auf die Nowgoroder Kaufmannstochter Marfa Sobakina. Doch sehr bald danach erkrankte die junge Frau und starb schließlich kurz nach der Hochzeit. Die Umstände ihres Todes wurden nie geklärt.

Ein weiterer Kritiker schrieb nach der Premiere in der Spielzeit 2006/07: „Geradezu grandios das Team der Sängerdarsteller, an der Spitze zwei Frankfurter Opernkünstler, die sich mit Intelligenz und Einfühlungsvermögen scheinbar mühelos den Anforderungen der russischen Originalsprache stellten: Britta Stallmeister, jugendlich klar und problemlos höhensicher in der Titelpartie, und Johannes Martin Kränzle mit profundem Bariton, in allen schauspielerischen Facetten von wurmhafter Wendigkeit und erotischer Verfallenheit exzellierend, als zwielichtiger Grjasnoi.“ Zudem gibt es aber auch eine Reihe von Neubesetzungen zu vermelden: Zukünftige Projekte führen den Tenor Alexey Kudrya (Bojar Lykow) an die Opernhäuser von München, Hamburg und Berlin. Regelmäßig tritt die Mezzosopranistin Elena Cassian neben ihren Frankfurter Gastspielen an den Bühnen von Brüssel, München, Berlin und Paris auf. Zudem verbindet sie eine intensive Zusammenarbeit mit der Mailänder Scala. Wenngleich Katherina Magiera (Dunjascha) noch an der Frankfurter Musikhochschule Gesang studiert, war sie bereits des Öfteren an der Oper Frankfurt zu Gast. Aus dem Ensemble der Oper Frankfurt sind Magnus Baldvinsson (Maljuta Skutarow) und Sonja Mühleck (Saburowa) neu besetzt. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt bei Solorepetitor Hartmut Keil, der den Sommer 2007 als Assistent von Sebastian Weigle in Bayreuth verbrachte.

Wiederaufnahme: Freitag, 15. Februar 2008, um 19.30 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 17., 24. (15.30 Uhr), 28. Februar, 2. März 2008

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Preise: € 9 bis 70 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr

Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gilt ein Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.

 

Pferdekoppel für die Hosentasche

 

Bei Tivola erscheint in der  Reihe „Die schönsten Pferdewelten“ der Titel „Deine Reitschule“ für den Nintendo DS TM . Hier lernt die Spielerin mit dem Mädchen Maria auf dem Bauernhof ihrer Großeltern alles Wissenswerte über Pferde und das Reiten. Mit dem Nintendo DS Touchpen pflegt, füttert und tränkt sie die Tiere oder springt mit ihnen über selbstgebaute Parcours. In der Reithalle legt die Spielerin die Prüfung für das Kleine und das Große Hufeisen ab. Als Belohnung winken Ausritte in die schöne Umgebung sowie ein zweites Pferd. Dabei erfährt die Spielerin jede Menge über Pferde. So lernt sie unter anderem, dass diese Tiere 30-50 Liter am Tag trinken und deshalb das Wasser regelmäßig gewechselt werden muss. Von Tante Cleo werden ihr die entscheidenden Schritte beim Reiten gezeigt: Das richtige Auf- und Absitzen. Außerdem wird die Spielerin mit den unterschiedlichen Gangarten vertraut gemacht und kann ihr gewonnenes Wissen in stetig komplizierter werdenden Lektionen unter Beweis stellen. Das Konsolenspiel, das für Mädchen ab 8 Jahren geeignet ist, wurde in Zusammenarbeit mit der erfolgreichen Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum entwickelt. „Deine Reitschule“ (ISBN: 978-3-89887-251-5) ist in Deutsch und Französisch für EUR 39.99 im Handel erhältlich.  

 

Personalabbau bei der Polizei

 

"Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sammelt Unterschriften gegen Stellenabbau und Schließung von Polizeiwachen. Am Samstag, dem 8.12.07 habe ich auf dem Markt in Höchst mit meiner Unterschrift diese Aktion unterstützt und rufe alle Bürger auf sich an der Aktion der GdP zu beteiligen und den Aufruf für mehr qualifiziertes Personal und den Erhalt von Polizeiwachen zu unterschreiben. Dieser Notruf der Polizei darf nicht ungehört verstreichen", erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt und SPD Landtagskandidat im Frankfurter Westen.

Die Aktion der GdP kann auch im Internet unter:
http://www.gdp.de/hessen unterstützt werden.

Jörg Bruchmüller, Landesvorsitzender der GdP Hessen: "Hessenweit fehlen mittlerweile rund 350 Polizistinnen und Polizisten alleine in den Basisdienststellen! Auch in der Polizeiverwaltung wurde Personal gestrichen. Die Arbeit dieser Angestellten müssen jetzt Polizeibeamtinnen und -beamte erledigen, die eigentlich draußen beim Bürger sein sollten."

In der GdP Pressemeldung vom 5. Dezember 2007 heißt es weiter: "Millionen Überstunden: Stellenstreichungen und Personalabbau bei der Polizei in Hessen gefährden die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Schon jetzt schiebt die Polizei Millionen Überstunden vor sich her. … Die Folgen dieser verfehlten Sicherheitspolitik: 12 Polizeiwachen wurden geschlossen, die GdP hat Sorge, dass weitere folgen werden!"

 

SPD stellt neues

Energiekonzept

für Frankfurt vor

 

Gernot Grumbach und Roger Podstatny stellten das Konzept "Neue Energie für Frankfurt" vor. Ziel ist es den Energieverbrauch in Frankfurt bis 2030 zu halbieren.

Am Abend diskutierte Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises, mit Bürgerinnen und Bürger in Griesheim das Konzept der Hessen-SPD "Neue Energien für Hessen" in Verbindung mit dem Frankfurter Konzept.

Dieses Konzept steht im Internet bereit unter www.podstatny.de


 

SV Zeilsheim: große Pläne für kommendes Jahr

 

Von Cintia Ferradas

Kurz vor Jahresende sprachen wir mit Peter Strauch, dem 1. Vorsitzenden des Sportvereins SV 1919 Zeilsheim e.V. Ein sehr aufregendes und ereignisreiches Jahr hat der SV Zeilsheim hinter sich. Die schönste Botschaft kam im Sommer: Die komplett sanierte Sportanlage des Vereins in der Lenzenbergstraße konnte wieder genutzt werden. Der vorherige Hartplatz wurde durch einen Kunstrasenplatz ersetzt, neue Umkleidekabinen wurden gebaut. Bolzplatz, Sprunggrube sowie der Ballfangraum erstrahlten nun in neuem Glanz. Auch für die Leichtathleten der TG Zeilsheim, die die Anlage mitnutzen, profitieren von der erneuerten Einrichtung. Doch der Weg bis zur Fertigstellung verlief holprig: Es gab viele Schwierigkeiten. Die Baufirma hat bei der Sanierung zum Teil nicht ordnungsgemäß gearbeitet. Es kam zum Rechtsstreit, was die Arbeiten verzögerte. Anstatt der geplanten viermonatigen Bauzeit, vergingen rund zwölf Monate. Die Herren- und Jugendmannschaften mussten auf andere Spielfelder ausweichen, wie beispielsweise nach Höchst oder zur DJK SG Zeilsheim. Aber seit Juli hatte das Warten ein Ende und die Freude war dementsprechend um so größer. Natürlich auch für den Vorsitzenden Peter Strauch: „Es hat uns allen sehr viele Nerven gekostet. Aber jetzt sind wir überglücklich.“

Im SV Zeilsheim wird nicht nur gekickt: Die Tischtennisspieler sind eine strake Gruppe im SV. Doch das Aushängeschild des Vereins bleibt die Erste Mannschaft, die in der Landesliga spielt und hoffentlich die dortige Position halten wird. Die Mannschaft ist zugleich das Sorgenkind, denn die Rückrunde im ersten Drittel des Jahres verlief nicht sehr berauschend. „Unsere oberste Priorität für das kommende Jahr ist definitiv der Klassenerhalt“ so Peter Strauch auf die Frage nach den Zielen für 2008. Aber natürlich wolle man auch für weitere Attraktivität des Vereins sorgen und die Jugend weiterhin fördern. Gerade für die Jugendförderung hat der Verein vor etwa eineinhalb Jahren einen eigenen Ausschuss gebildet. Er setzt sich aus Trainern und Eltern zusammen. Auf dem Programm stehen zehn Punkte.

Im November 2006 gewann der Verein mit seinem Jugendförderprojekt den Förderpreis der Infraserv GmbH. Der SV Zeilsheim wurde zusammen mit anderen Vereinen aus Zeilsheim und Sindlingen prämiert.

Bei einem Förderpreis spiele natürlich die Anerkennung eine Rolle; es sei wichtig, wenn der Verein mit seinen Projekten Öffentlichkeit erfahre. „Wir sind alle sehr stolz auf die Annerkennung“ sagte Peter Strauch.

Über die Jugend wird auch im „Stadionheft“ berichtet, so wie die grün-weiße Clubzeitschrift von den Vereinsmitgliedern liebevoll genannt wird. Der tatsächliche, Name ist „Wir – die Grünen“. Finanziert wird das monatlich erscheinende Heft duch Zeilsheimer Geschäftsleute, die Anzeigen aufgeben. Darin wird über die Fußballmannschaften berichtet, über Neuzugänge und die jeweiligen Leistungen der Spieler und Trainer. Ganz aktuell zum Jahresende ist bei vielen Mitgliedern Vorfreude angesagt: Das alljährliche weihnachtliche Hallenfußballturnier steht vor der Tür. Zum Traditionsturnier, das am 26. Dezember in der Stadthalle in Zeilsheim stattfindet, werden 15 Mannschaften erwartet.

 

Willi van Ooyen kam

 

Der hessische Spitzenkandidat der Linkspartei Willi van Ooyen, Leiter der Frankfurter Werkstatt, sprach am Mittwoch, dem 16. Januar im Clubraum der Zeilsheimer Stadthalle. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die detaillierte Kritik an der Hartz IV-Gesetzgebung. Sie seien nicht nur ungerecht und mit Demütigungen für die ­Betroffenen verbunden, sondern kosteten zudem in manchen Fällen Vollarbeitsplätze. Er nannte das Beispiel eines Blumenladens, wo Hartz IV-1-Euro-Kräfte angestammte Angestellte ersetzen würden. Das sei wegen der Bestimmung, kurzfristig auch Hartz IV-Empfänger „zum Training“ außerhalb von gemeinnützigen Einrichtungen in normalen Firmen einsetzen zu dürfen. Er betonte, dass Links schon jetzt wirken würde. Ohne Lafontaines Partei hätte die SPD die Mindestlohn-Debatte nie aufgenommen. Van Ooyen: „Eine Politik der sozialen Gerechtigkeit braucht noch mehr Druck von Links.“ Er blieb bei der Beschuldigung, dass CDU-Ministerpräsident Koch zusammen mit seinem Parteifreund Jung zu den größten Förderern des völkerrechtswidrigen Bundeswehreinsatz in Afghanistan gehörten und somit das Prädikat „schießwütig“ voll verdienten.

 

Neues vom Staudinger Kampf

 

Und sie bewegt sich doch..

E.ON auf dem richtigen Weg?

 

BIKU- ..gemeint ist die Geschäftsleitung der E.ON. Der Vorschlag aus dem Kraftwerksforum zum Bau nur eines Kohlebunkers wurde seitens der E.ON aufgegriffen. Die Mitglieder des Kraftwerksforums setzen in der Folge auf die Einsicht der E.ON die Modernisierung des Kraftwerks Staudinger in Form einer Gas- und Dampfanlage (GuD) umzusetzen. Zum einen wird dabei, entgegen der Steinkohleverfeuerung, nicht die Hälfte der Energie in die Luft geblasen und zum anderen entstehen dabei weniger Schadstoffe. Mit der Einhausung des bestehenden Kohlelagers und einer Modernisierung in Form einer GuD-Anlage könnte es den E.ON Verantwortlichen gelingen, den im Zuge des Raumordnungsverfahrens geforderten ökologischen Vorteil für die Region zu erreichen. Dabei muss das Rad nicht neu erfunden werden. In Simmering bei Wien entsteht zurzeit eine äußerst effiziente GuD-Anlage die mit Erdgas betrieben wird und eine elektrische Leistung von 700 Megawatt bei einer Fernwärmeleistung von 450 Megawatt erreicht. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird ein Wirkungsgrad von mehr als 81 % erreicht. (geplanter Steinkohle-Block 6 = 46%) Daneben wird auf der Südseite des Neubaus Wiens größte Fotovoltaikanlage angebracht!

Nichts ist unmöglich! Bleibt zu hoffen, dass die Bewegungen in diese Richtung weiter gehen. Die Kritiker im Kraftwerksforum sind der E.ON dabei gerne behilflich. In der Vergangenheit hat die E.ON leider ein ganzes Stück an Vertrauen verspielt, so wurden die Angaben zu den Schadstofffrachten immer wieder nach unten korrigiert und noch am 24.August 2007 erklärte die E.ON auf den Bau der Kohlebunker zunächst verzichten zu wollen. Nur knapp 3 Monate später rückt sie jetzt von ihrer Aussage ab und erklärt mit dem Bau beginnen zu wollen. Mit diesem Verhalten drängt sich bei vielen der Verdacht auf, dass die Energiekonzerne nicht nur bei der Preisgestaltung machen können was sie wollen. Wie weit die Politik und die Verbraucher im Würgegriff der Energieriesen sind zeigt ein Beitrag der Sendung Frontal 21 des ZDF´s .

Den Film „Das Kartell“ zeigt die Bürgerinitiative für Klima und Umweltschutz bei ihrer Informationsveranstaltung am Dienstag den 27.11.2007 ab 20.00 Uhr im Bürgerhaus Großkrotzenburg.

 

Elke Tafel, SPD, setzt sich für Hautarztpraxis in Niederrad ein

 

Niederrad - Nicht abfinden wollen sich rund 300 Bürgerinnen und Bürger aus Niederrad damit, dass Niederrad nach dem Rückzug von Hautärztin Dr. Böttcher, deren Praxis gegenüber der Frauenhofschule lag, nun keine Hautarztpraxis im Stadtteil Niederrad vorhanden ist. Die Praxis und der Kassensitz wurden verkauft und von dem neuen Inhaber in die City von Frankfurt verlagert. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, sammelten einige Niederräder im Stadtteil Unterschriften und forderten den Erhalt der Praxis im Stadtteil. Adressat des Begehrens ist die Frankfurter SPD mit Franz Frey und Stadtverordneten Elke Tafel. Am Mittwoch, 31. Januar 2007, wurden vor der stillgelegten Praxis die Unterschriften an die Niederräder Stadtverordnete und stellvertretende Frankfurter SPD Vorsitzende Elke Tafel übergeben. Tafel konnte keine Versprechungen machen, sagte aber den Bürgern gerne ihre Unterstützung und Hilfe zu. „Ich werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die für die stadtteilnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten und die Vergabe der Kassensitze zuständig ist, Kontakt aufnehmen. Die KV darf nicht zulassen, dass die Bedarfsplanung für Fachärzte so interpretiert werden kann, dass eine Praxis in einem Stadtteil aufgekauft und – wie im Fall der Hautarztpraxis Böttcher – einfach in die Innenstadt verlegt wird. Es muss eine gute Versorgung der Stadtteile gewährleistet sein. Eine Konzentration in der Innenstadt ist für nicht mobile Menschen ein großer Nachteil. Ein Stadtteil lebt nicht nur von einer guten Einzelhandelsstruktur, sondern auch von einer guten Vorsorgung mit Fachärzten.“ Immerhin habe Niederrad mit seinen über 23000 Einwohnern die Größe einer Kleinstadt. „Hier muss es eine gute Versorgung auch mit Fachärzten geben, zumal die nahe Universitätsklinik ja nur nach Überweisung eines Facharztes die Behandlung aufnimmt,“ so Tafel.

 

 

Die Welt zu Gast bei „Chaîne-Freunden“ in Frankfurt am Main!
 
Gleich drei große Ereignisse werfen zum „71. Grand Chapitre Frankfurt-Rhein-Main“ vom 6. bis 9. September 2007 ihre Schatten voraus: 50 Jahre „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“ in Deutschland!; „Concours International des Jeune Commis Rôtisseurs“ und „1. Internationaler Jeunes Sommeliers-Wettbewerb“.

Vor 50 Jahren wurde im Kurhaus von Bad Soden im Taunus die „Bailliage National d’Allemagne e.V.“ der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs gegründet.

Die „Chaîne des Rôtisseurs“ hat erheblichen Anteil daran, dass Küche, Kochkunst und Tafelkultur in den vergangenen 50 Jahren wieder den ihnen zustehenden Stellenwert erhalten haben. Darüber hinaus stellt sie sich in den Dienst von Freundschaft und Völkerverständigung.

Mit über 25.000 Persönlichkeiten aus den verschiedensten Berufen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, sowie zahlreichen, hoch angesehenen Gastronomen ist die „Chaîne des Rôtisseurs“ in über 80 Ländern der Welt vertreten.

Der Grundsatz „Qualität vor Quantität“ ist das angestrebte Ziel. Nicht jedes gute Haus ist Mitglied der „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“, aber jedes Mitgliedshaus ist ein gutes Haus.

Die Confrérie hat sich zum Ziel gesetzt, neben der weltbekannten französischen Kochkunst, die jeweils regionale Küche mit all ihren Besonderheiten hervorzuheben und zu fördern. Gleichermaßen finden regional verfügbare Weine eine übergeordnete Beachtung.

Eine besondere Aufgabe ist die Förderung des Nachwuchses. Dazu gehören regionale, nationale und internationale Koch-Commis-Wettbewerbe. In den letzten dreißig Jahren bewiesen elf Weltmeister das hervorragende Niveau deutscher Köche sowie der Ausbildungsbetriebe, die allesamt Mitgliedshäuser sind.

Während der „29. Nationalen Ausscheidung Commis Rotisseurs Wettbewerb 2007“, der im Hotel Friedberger Warte, Frankfurt am Main, stattfand, kochten zehn hervorragende Jungköche aus allen Bundesländern um den 1. Platz. Der Sieger darf sich während des „71. Grand Chapitre Frankfurt-Rhein-Main“ vom 6. – 9.9.2007 in Frankfurt am Main mit anderen Jungköchen aus der ganzen Welt messen. Es fieberten mit (v.l.n.r.): Jean Claude Bourgueil, Restaurant Schiffchen, Düsseldorf; Chanceller Klaus Tritschler; Dieter Müller, Restaurant Dieter Müller Schloss Lerbach, Bergisch Gladbach; Klaus Böhler, Küchendirektor Sheraton Frankfurt Hotel & Towers; Gertrud E. Warnecke, Chargée de Presse d`Allemagne; Michel Cottray, Hoteldirektor ArabellaSheraton Grand Hotel Frankfurt; Renate Czesla-Fink, Dame de la chaine; Helmut Frommherz, Küchenchef LSG, Seeheim; Gerhard Mitrovits, Hoteldirektor Frankfurter Hof; Mario M. Wegmann, F&B Operation Manager Parkhotel Schlangenbad; Sepp Beha, Restaurant Wasserschloss; Lutz Heyer, Conseiller Gastronomique.

So begann es:
Seit Jahrhunderten war der Beruf des Kochs und damit die Zunft der Köche ein besonders hoch angesehener Berufsstand. Aufgrund der herausragenden Bedeutung verlieh ihnen König Ludwig IX. von Frankreich im Jahre 1248 das Recht, sich zu einer Bruderschaft zusammenzuschließen. So entstand die „Confrérie des Rôtisseurs“ – die Zunft der Spießbrater. Sie mussten die Kunst beherrschen, im Wechsel der Hitze bestes Fleisch in höchster Vollendung „à point“ auf den Tisch zu bringen.

Die Mitgliedschaft war streng limitiert, die Aufnahmeprozedur von jahrelangem „Dienen“ abhängig – und die Leiter der Hierarchie konnte nur nach strengen Maßstäben erklommen werden.

Mitglied der „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“ zu sein ist eine Ehre!
An der Spitze einer Region oder eines Herzogtums stand immer der „Bailli“, der Zunftmeister. In Paris residierte der Grand Bailli und der Grand Chancelier, die bei Hofe den Rang eines Botschafters einnahmen.

Diese Vereinigung bestand 540 Jahre, der einstens nur die besten Köche Frankreichs angehörten, bis sie im Jahre 1788 während der französischen Revolution verboten wurde.

Im Jahre 1949 trafen sich in Paris drei Feinschmecker: Maurice Edmond Sailland (besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Curnonsky“), Dr. Auguste Bécart und Jean Valby sowie zwei Gastronomen: Louis Giraudon und Marcel Dorin. Sie waren es, die den alten Zunftgeist wieder aufleben ließen. So wurde am 29. August 1950 die Gründungsurkunde der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs 1248–1950 veröffentlicht. Es sollte wieder gespeist und nicht nur gegessen werden.

Schon bald wurde im Sinne einer Öffnung neben dem „Confrére“ die „Dame de la Chaîne“ gleichberechtigt in die Bruderschaft aufgenommen.

Die Idee des „Dîner Amical“, des Freundschaftsessens, machte jedoch nicht Halt vor den Grenzen Europas. Und so war es Jean Valby, der die ursprünglich für Frankreich vorgesehene Vereinigung zu einer internationalen Bruderschaft erweiterte.

1957/ 1958 wurde dann im Kurhaus von Bad Soden im Taunus durch den Grand Chancelier Jean Valby und zwölf bekannte Persönlichkeiten die „Bailliage National d’Allemagne e.V.“ gegründet. Das erste Grand Chapitre fand 1960 in München statt. In Deutschland gehören der „Chaîne des Rôtisseurs“ über 2000 Mitglieder an.

Durch ihren Beitritt verpflichten sich die Mitglieder zur Brüderlichkeit und Achtung untereinander.

Mitglied der „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“ zu sein ist nicht nur eine Frage der Persönlichkeit, der Haltung und Einstellung – es ist eine Ehre!
         Gertrud E. Warnecke


(Veranstaltungen ... siehe auch unter: www.chaine.de):
71. Grand Chapitre Frankfurt-Rhein-Main – mit „Concours International des Jeunes Commis Rôtisseurs“ und „1. Internationaler Jeunes Sommeliers-Wettbewerb“, vom 6.–9. September 2007

72. Grand Chapitre – „50 Jahre Bailliage d’Allemagne“ in München vom 1.–4. Mai 2008

73. Grand Chapitre in Leipzig vom 25.–28. September 2008

Nähere Informationen erhalten Sie von: H. Joachim Freytag, Bailli von Hessen, Louisenstr. 63, 61348 Bad Homburg v.d.H., Tel. 06172-23535, Fax: 06172-22500.

(Diesen Artikel veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlagshaus Taunus Medien GmbH – TaunusEdition, Das Magazin für Kultur und Lebensart – Frankfurt * Taunus * Wiesbaden * Rheingau –
www.taunus-edition.de – Ausgabe Sommer 2007)
 
André Heller präsentiert
"AFRIKA!"
 
In den Zeltpalästen an der Frankfurter Messe/Europaviertel
Vom 2. August bis 22. September

Im Laufe der sensationellen Tournee in Deutschland und Österreich haben inzwischen eine Million Zuschauer André Hellers magisches Zirkusereignis gesehen. Am 2. August 2007 kommt die Erfolgsshow „Afrika! Afrika!“ noch einmal nach Frankfurt, bevor sie sich für immer aus Deutschland verabschiedet und auf Welttournee geht.

Die Zeltpaläste
Afrikanische Räume magischen Zaubers - die Show AFRIKA! AFRIKA! ist ein Gesamtkunstwerk. Schon von weitem macht die Silhouette der maurisch anmutenden Zeltpaläste neugierig. Beim Näherkommen erkennt man dann ihre Farbenpracht, die den Besucher bereits vor dem Eintritt in den „Kontinent des Staunens“ auf die turbulenten Darbietungen vorbereitet.

Die Idee für dieses phantastische Zeltensemble stammt von André Heller, die aufwändige Herstellung hat der weltweit bekannteste Zirkuszeltbauer, die Firma „Canobbio“ in Italien übernommen. Ihre Firmengeschichte reicht bis ins Jahr 1926 zurück, als Federico Canobbio damit begann, Wetterplanen für Heuwagen herzustellen.

Seit den 50-er Jahren produzierte Canobbio dann Zirkuszelte und hat sich unterdessen als der weltweit renommierteste Zirkuszeltbauer etablieren können. Mit der Entwicklung der Zeltpaläste für AFRIKA! AFRIKA! begann das Unternehmen im Frühjahr 2005. Statik und Konstruktion wurden mit modernster Computertechnik
errechnet und mit dem TÜV abgestimmt. Auch der Zuschnitt der Planen erfolgte computergesteuert. Die Fertigung der 17 Tonnen schweren Stahlkonstruktion für das Hauptzelt belegte über Monate eine riesige Montagehalle. Das Aufstellen der Zelte ist selbst für einen international erfahrenen Zeltbaumeister wie den Niederländer Jan van Bergen eine immer wiederkehrende Herausforderung. „Nur mit modernster Technik“, sagt er, „lässt sich diese Präzisionsarbeit zuverlässig meistern.“ An jedem der vier Masten des Hauptzeltes befinden sich elektrische Winden, die die beinahe zwölf Tonnen schweren Planen gleichmäßig heraufziehen.

26 Meter hoch erhebt sich das Chapiteau – so hoch, wie ein neunstöckiges Haus und höher als jedes Zirkuszelt, das bisher in Europa stand. Über zweitausend Besucher können im größten Zelt des Ensembles Platz finden. Umgeben sind sie von phantastischer Ornamentik: Teppichböden im Berberstil und stilisierte afrikanische Motive verschmelzen mit den Bildern der Manege und Projektionen

Vom 2. August bis 22. September 2007 gastiert AFRIKA! AFRIKA! in Frankfurt. Danach folgen Gastspiele in weiteren europäischen Großstädten, darunter Amsterdam, London, Paris und Barcelona. Die Eintrittkarten kosten 29 bis 99 Euro. Tickets sind in Deutschland unter der Hotline (01805)725299 erhältlich. (
www.Afrika-Afrika.com)

 
 
So schön kann feiern sein

 in Zeilsheim

 
Viele Gäste vergnügten sich beim 2-Tage-Bürgerfest
Attraktive Gewerbeschau der Zeilsheimer Geschäftswelt

Es lag gewiss nicht an der närrischen Zahl `11`, dass das 2-Tage-Bürgerfest mit seinem attraktiven Programm für Alt und Jung ein so außerordentlich positives Echo beim Publikum gefunden hat. Die Begeisterung beim nunmehr 11. Zeilsheimer Bürgerfest war generationsübergreifend. Und das war wohl die größte Freude für den veranstaltenden Zeilsheimer Vereinsring mit seinem Vorsitzenden Bernd Bauschmann an der Spitze. Die Organisatoren und die beteiligten Vereinsmitglieder hatten keine Mühe gescheut, das erstmals in der Käthe-Kollwitz-Schule gefeierte Bürgerfest zu einem Rund-um-Vergnügen werden zu lassen. Bereits zum Festbeginn hatten sich so viele Gäste eingefunden, so dass alle Bänke zur Freude der Veranstalter voll besetzt waren. In den Schlemmerbuden wurden rustikale und süße Köstlichkeiten angeboten. Und Frankfurts Nationalgetränk, der Ebbelwei, ging beim spätsommerlichen Wetter weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln.
Viel Beifall gab`s für das abwechslungsreiche Programm mit hervorragenden Gesangs- und Tanzdarbietungen. Mitwirkende, die zu dem großen Erfolg wesentlich beigetragen haben, waren u. a. Die lustigen Musikanten aus Höchst, die Gederner Big Band, die New Adventure Band und der Männergesangverein Eintracht, die VfL-Tanzgruppe sowie das KKS Schultheater (4. Klasse).

Kinderparadies
Wie Alice im Wunderland fühlten sich die Kinder im Grundschulhof den die Turngemeinde in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Adolf-Reichwein-Schule, dem Schülerklub der Käthe-Kollwitz-Schule sowie dem Jugendtreff der Alten Post in ein Kinderparadies verwandelt hatten, an dem auch die Erwachsenen beim Zuschauen ihre Freude hatten. Da wurde getobt und geturnt, Ball gespielt und geklettert. Trampolinspringen, Sackhüpfen und Stelzenlaufen waren ebenfalls `in`.

Zünftiger Frühschoppen
Bei einem 2-Tage-Fest darf natürlich ein zünftiger Frühschoppen nicht fehlen. Feiern wie die Bayern also, nur noch viel schöner! Und die Lustigen Musikanten heizten die ohnehin schon beste Stimmung unter den Gästen noch kräftig an.

Gewerbeschau
Ein weiterer Hit war die sehr attraktive Gewerbeschau der Zeilsheimer Geschäftswelt in der Schulturnhalle. Hier konnten sich die Besucher von der beeindruckenden Branchenvielfalt des schönen Stadtteils eingehend überzeugen. Die Präsentation der so unterschiedlichen Angebote machte deutlich, dass die Zeilsheimer Bevölkerung mit ihren einheimischen Geschäften bestens versorgt und keineswegs gezwungen ist, auf die `Grüne Wiese` auszuweichen. Mag auch in den Großmärkten das eine oder andere Produkt etwas billiger sein, so wird doch immer wieder mit Bedauern festgestellt, dass die Beratung dort meist gänzlich entfällt. Und wie wichtig fachmännische und auch freundliche Bedienung und Beratung sind, wissen gewiss alle Verbraucher, wenn sie feststellen, dass das vermeintliche Schnäppchen eben doch nicht die Erwartungen erfüllte. Die Zeilsheimer Geschäftswelt überzeugte mit hervorragenden Angeboten und Produkten samt garantiert fachmännischer Beratung und bewährtem Kundendienst. Über viel Interesse freute sich das Team der Firma Kombi-Druck aus der Hofheimer Straße, das immer wieder die Kataloge mit den 1000 Hochzeitskarten, sowie die Preisbeispiele für Bierdeckel- und Servietten-Bedruckung erläutern konnte. Übrigens kann jeder sich im virtuellen Shop der Firma umsehen: www.kombi-druck.de. Kombi-Druck sorgt für die technische Herstellung der Schülerzeitung der Käthe-Kollwitz-Schule und druckte auch zum Schulsommerfest die beiden drei Meter langen Banner.

Willkommen geheißen wurden die Gäste vom Vereinsringvorsitzenden Bernd Bauschmann. Mitgefeiert haben auch Landtagsabgeordneter Alfons Gerling, Stadtrat Dieter Bürger, die Stadtverordneten Dr. Bernadette Weyland und Arnold Weber, viele Mandatsträger aus dem Frankfurter Westen, Robert Wogon von Infraserv und Bauschmanns Vereinsringkollegen aus den benachbarten Stadtteilen wie Thomas Meder (Höchst), Andreas Rühmkorf (Sindlingen), Willi Wolf (Nied) und Mr. (Höchster) Schlossfest a.D. Klaus Dieter Kilp. In angeregten Gesprächen unter diesen Prominenten auch Frau Ilse Romahn, Chefredakteurin und Herausgeberin der Internetzeitung www.frankfurtlive.com.

„Ein wunderbares Fest!“, meinte Alfons Gerling, Vereinsringehrenvorsitzender. „Ich freue mich sehr, hier mitzufeiern und mit den Mitbürgern ganz zwanglos ins Gespräch zu kommen. Feste dieser Art tragen erheblich dazu bei, das menschliche Miteinander zu fördern und nachbarschaftliche Kontakte zu vertiefen.“                 

   

 

Neues SV-Funktionsgebäude

 

Am Sonntag, den 26. August feierten SV und TG Zeilsheim die Wiedereröffnung der Sportanlage „Lenzenbergstraße“. Offiziell eingeweiht wurde die Sportanlage von Frau Prof. Dr. Birkenfeld, Dezernentin für Sport, die die herausragende Rolle der Sportvereine unterstrich. Sie würden wertvolle Stadteil-, Jugend, und Seniorenarbeit leisten. Danach wurde die 1,4 Mio. € teure Anlage vom evangelischen Pfarrer Faller gesegnet.

Darauf hatten die beiden Zeilsheimer Vereine lange warten müssen. Schon vor über zehn Jahren sollte die Sportanlage saniert werden, doch der Stadt fehlte das Geld.  Vor fünf Jahren wurde dann die Sporthalle, in der überwiegend die Turngemeinschaft Zeilsheim trainiert, erneuert. Im letzten Sommer begannen endlich die Sanierungsarbeiten rund um den Sportplatz. Das alte Sportfunktionshaus wurde abgerissen und durch ein neues funktionales Gebäude ersetzt. Außerdem wurden ein neuer Kunstrasenplatz und viele Leichtathletiksportstätten errichtet. Auf der neuen Sportanlage  steht nichts, was nicht renoviert oder erneuert wurde. Dafür hatten die beiden Vereinsvorsitzenden Peter Strauch und Reinhard Herden lange kämpfen müssen. Gemeinsam verbrachen sie viele Stunden bei verschiedenen Ämtern. Mit dem Ergebnis sind sie dafür umso zufriedener, denn beim Bau der neuen Sportanlage ist die Stadt auf viele Sonderwünsche der Vereine eingegangen, so dass der Platz heute optimal genutzt werden kann. Einer dieser „Sonderwünsche“ war der gepflasterte Hof vor dem Sportfunktionshaus. Der für Veranstaltungen gedachte Platz hat sich bereits bei der Eröffnungsfeier bewährt. Er bot den Raum für die Bühne, sowie Tische und Stühle an denen die Zeilsheimer Bürger bei Gegrilltem feiern konnten. Dabei wurden sie von Gunter Gabriel und der Rockband „McCreams“ unterhalten. Natürlich wurde auch das Fußballfeld mit ersten Spielen des SV Zeilsheim eingeweiht. Für die jüngeren Besucher des Volksfestes wurden allerlei Spielaktivitäten angeboten.        Charlotte Pissors

 

 

Zum 20. März 2007

 

von Joachim Franz

 

Vor vier Jahren begann der brutale, hinterhältige und völkerrechtswidrige Angriff auf den Irak. Die vorgegebenen Gründe, die Bush und seine Kriegsclique vorbrachten, waren schlicht gelogen, denn es gab keine Massenvernichtungswaffen, keine Trägerraketen, kein Nuklearmaterial, keine biologischen und keine chemischen Kampfstoffe, schon gar nicht die behaupteten Verbindungen zu der Gruppe um Bin Laden.

Die nicht ausgesprochenen Gründe für die Invasion - Aneignung/Kontrolle der zweitgrößten Erdöl- und Erdgasvorkommen der Welt - sind als Raubzug zu verurteilen. Freilich kann es nicht sein, dass die US-Invasoren, zum großen Teil 20-jährige Milchbuben, deshalb von den Irakern und Ihren arabischen Verbündeten wie Raubzeug abgeknallt und in die Luft gejagt werden. Bleibt nach vier Jahren die Bilanz, dass durch US-Bomben mehr als 40.000 irakische Frauen, Kinder und Männer umgebracht wurden.

Bald wird die Weltgemeinschaft die Frage einer amerikanischen Wiedergutmachung der US-Verbrechen im Irak auf die Tagesordnung setzen und Bush wird man noch nach Jahrzehnten vor ein Kriegsverbrechertribunal bringen können. Inzwischen sollte durch Boykott von US-Waren wie Coca Cola, Esso und Marlboro das amerikanische Volk Gelegenheit zu Besinnung und Einkehr verschafft werden, um auch zu akzeptieren, dass nur die UNO allein dazu berechtigt ist, über Frieden und Krieg zu entscheiden.

 

 

Schafhof-Festival für UNICEF
 – ein Garant für erfolgreiche Hilfsprojekte
 
Vom 14. bis 16. September 2007 in Kronberg/Ts.
Kinder stehen im Mittelpunkt – hier und überall

(07.08.07) Bereits dreimal setzte sich Ann Kathrin Linsenhoff, Initiatorin des Schafhof-Festivals für UNICEF, persönlich für Hilfsprojekte ein. Und immer galt das dreitägige Fest auf ihrem Gutshof als gelungener Rahmen, um auf die Situation im jeweiligen Land aufmerksam zu machen, Kinder spielerisch und mit Spaß an gesellschaftliche Themen heranzuführen und entsprechende Gelder zu sammeln. So beschäftigen sich bei jeder Veranstaltung einzelne Aktivitäten mit den ungleichen Lebensbedingungen und verschiedenen Kulturen in dieser Welt sowie dem jeweiligen Projekt. Alle erzielten Erlöse fließen dann auch direkt dort hinein. Insgesamt konnten so schon über eine Million Euro in sudanesische Schulen, ein Kairoer Rehabilitationszentrum sowie eine Wasseraufbereitungsanlage in Basra erfolgreich investiert werden.

2005: Schulen für den Süd-Sudan
Zwei Jahrzehnte Bürgerkrieg hinterließen eine Spur der Verwüstung im Sudan und somit wenig bis gar keinen Raum für die Ausbildung von Kindern. Mit den Spendengeldern aus dem 3. Schafhof-Festival für UNICEF im September 2005 in Höhe von 480000 Euro entstanden 23 Schulen im Süden des Landes. In Yambio besuchen Mädchen, die in der Regel keinen Zugang zu Bildung haben, die neuen Dorfschulen, während in Rumbeck ehemalige Kindersoldaten durch die Bildungsstätten erstmalig Perspektiven für ein Leben ohne Waffen finden.


2004: Straßenkinder in Kairo
Unzählige ägyptische Kinder erleben auf der Straße täglich einen Teufelskreis aus Angriffen, Diebstählen und Vergewaltigungen – unter ihnen auch viele schwangere Mädchen und junge Mütter. Für eben diese errichtete Ann Kathrin Linsenhoff mit den Geldern aus dem 2. Schafhof-Festival für UNICEF ein Rehabilitationszentrum. Dort lernen Mädchen lesen und schreiben oder absolvieren eine Ausbildung, um als Erwachsene ihre kleine Familie selbstständig zu ernähren. Das Zentrum berät auch in juristischen Fragen und bietet Schutz vor Gewalt aus der eigenen Familie.

2003: Wasserprojekt im Irak
Jeden Tag bringt verschmutztes Wasser 5000 Kindern in den ärmsten Ländern der Welt den Tod. Im Irak stellt sich die Situation nach drei Kriegen besonders dramatisch dar. An durch Trinkwasser verursachten Durchfallerkrankungen stirbt jedes achte irakische Kind noch vor seinem fünften Geburtstag.

Mit Unterstützung von Ann Kathrin Linsenhoff erbaute UNICEF direkt neben dem General Hospital in Basra eine Aufbereitungsanlage. Diese filtert und entsalzt Wasser im Osmose-Verfahren und versorgt das Krankenhaus täglich mit rund 60.000 Litern Frischwasser für etwa 400 Patienten – darunter mindestens 10 Prozent Kinder.

Das 4. Schafhof-Festival für UNICEF findet vom 14. bis 16. September 2007 in Kronberg/Ts. statt.

Spendenkonto: Dresdner Bank Köln, Konto-Nr.: 983041800, BLZ: 37080040, Stichwort Kambodscha.

 

 

"Zwischen den Tönen. Der Rheingau und sein Festival"

Buchpräsentation im Weingut des Rheingau Musik Festivals

 

Die nunmehr 20. Saison des Rheingau Musik Festival ist inzwischen erfolgreich gestartet. Aus Anlass dieses Jubiläums hat das Festival einen Bildband heraus gegeben, mit dem es sich bei seiner Heimat bedanken und sie in ihrer ganzen Schönheit im Bild festhalten möchte:

„Zwischen den Tönen. Der Rheingau und sein Festival“
Die Bilder von Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads, dem Kurhaus Wiesbaden, Weingütern, Kirchen und Ortschaften sind still beobachtende, unmittelbare Ansichten und bieten einen ganz individuellen Blick auf den Rheingau. Ganz privat sind auch die Einschätzungen vom Rheingau und der jeweilige Begriff davon, die uns die acht Interviewpartner des Buches – die Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Trompeter Ludwig Güttler, der Hessische Ministerpräsident Roland Koch, der Rheingauer Winzer Stefan Ress, die Chansonette Ulrike Neradt, der ehemalige Geschäftsführer der Stiftung Kloster Eberbach Günter Ringsdorf, Claus Wisser, der 1. Vorsitzende des Rheingau Musik Festival e.V., und Schwester Clementia Killewald, die Äbtissin der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen – gegeben haben. Ihnen gemeinsam ist eine tiefe, aber ganz unterschiedlich gelagerte Beziehung zum Rheingau.

Diese von der Natur so begünstigte Gegend mit ihren geschwungenen Hügeln, dem Wein, den einzigartigen Kulturdenkmälern und den lieblichen Ortschaften hat Michael Herrmann und ein paar Freunde dazu bewogen, hier ein Musikfestival zu gründen und mit einem „Sommer voller Musik“ alljährlich diese einzigartige Region zu feiern.

Am 23. Juni 1988 fiel der Startschuss für die erste offizielle Spielzeit des Rheingau Musik Festivals. Die Idee: Herausragende musikalische Ereignisse werden zusammen mit der Einzigartigkeit landschaftlicher Reize zum Publikumsmagneten für den Rheingau. Was damals ganz bescheiden begann, ist inzwischen zu einem Kulturunternehmen von internationalem Rang geworden, das jährlich mit rund 150 Veranstaltungen mehr als 120000 Besucher in den Rheingau lockt. Der Erfolg des Festivals begründet sich in der Besonderheit, ein Festival zum Anfassen zu sein, das in seiner Heimat verwurzelt ist, die wiederum im Spannungsfeld zwischen internationaler Weinregion und ganz privat geprägtem Idyll steht.

Die Fotografin Heike Rost, geboren 1965, lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Mainz. Seit 1988 ist sie bundesweit als freiberufliche Fotografin für Magazine, Agenturen, PR-Agenturen und Unternehmen tätig. Zu ihren zentralen Themen gehören das Journalistische Porträt, Reportagen und Editorial. Darüber hinaus berät sie in den Bereichen Bild-Konzeption, Technik und Logistik, Porträt und Körpersprache.

„Zwischen den Tönen. Der Rheingau und sein Festival“, Fotos: Heike Rost, Mainz | Gestaltung: Q, Wiesbaden, Umfang 112 Seiten mit ca.150 zum Teil doppelseitigen 4-farbigen Abbildungen, Format 24 x 32 cm, Hardcover, Verlag der Universitätsdruckerei H. Schmidt, Corporate books, Mainz, ISBN 987-3-935647-97-7,
Ladenpreis 29,80 €.

Informationen und Bestellung: Rheingau Musik Festival Konzert GmbH, Rheinallee 1, 65375 Oestrich-Winkel,
info@rheingau-musik-festival.de, www.rheingau-musik-festival.de, (06723)917720, (06723)917719, sowie an den CD-Verkaufstischen bei den RMF-Veranstaltungen und im Buchhandel.

 

 
Große Symphoniekonzerte im Kurhaus Wiesbaden
Rheingau Musik Festival 2007
 
Nach einem großartigem Eröffnungskonzert im Kloster Eberbach und einem sehr erfolgreichen Open-Air-Wochenende mit Sommerfest auf Schloss Johannisberg stehen in den nächsten Wochen nun vor allem auch die Symphoniekonzerte im Friedrich-von-Thiersch-Saal im Kurhaus Wiesbaden im Zentrum des Rheingau Musik Festivals.

Die Unterstützung des Hauptsponsors Lotto Hessen ermöglicht es dem Rheingau Musik Festival bei nicht ausverkauften Konzerten Schülern, Studenten, Auszubildenden und Wehr- und Ersatzdienstleistenden (bis 27 Jahre) ermäßigte Karten zu gewähren. Bei nicht ausverkauften Konzerten werden ab einer Viertelstunde vor Konzertbeginn verfügbare Karten aller Preiskategorien zum Preis der niedrigsten Preiskategorie an diese Personen abgegeben.

Für folgende Konzerte im Kurhaus Wiesbaden sind noch Karten erhältlich:
Auf dem Konzertprogramm des Orchestre Philharmonic de Strasbourg unter der Leitung des ehemaligen Darmstädter GMDs Marc Albrecht stehen Richard Strauss’ Tondichtungen „Don Juan“ und „Till Eulenspiegel“ sowie das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms, gespielt von Nelson Freire (14.7.). Die Bamberger Symphoniker setzen am 20.7. ihren Schubert-Zyklus fort mit Schuberts 5. Sinfonie. Im Zentrum des Komponistenporträt-Konzertes am 22.7. stehen Heinz Holligers „Gesänge der Frühe“ für Chor, großes Orchester und Tonband. Vadim Repin interpretiert am 29.7. Mendelssohns Konzert für Violine und Streicher d-Moll begleitet vom Vilnius Festival Orchestra.

Das hr-Sinfonieorchester begleitet die junge Geigerin Veronika Eberle bei Mendelssohns Konzert für Violine und Orchester e-Moll (12.8.). Nach der Pause erklingt Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“. Frédéric Chopins 2. Klavierkonzert und Michael Haydns 2. Trompetenkonzert stehen auf dem Konzertprogramm von Håkan Hardenberger, Ewa Kupiec und der Camerata Salzburg (17.8.). Am 23.8. gastiert das Orchestre de Chambre de Lausanne mit seinem künstlerischen Leiter dem Pianisten und Dirigenten Christian Zacharias.

Außerdem lohnt es sich auch immer, bei als ausverkauft markierten Konzerten kurzfristig beim Kartenvorverkauf anzurufen.

Kartenbestellungen für das Rheingau Musik Festival:Telefon (01805)74 34 64 (0,14€/Min), Mo-Fr, 9.30-17 Uhr –
www.rheingau-musik-festival.de.

 

Schamlose

Kartellverbrecher

Kürzlich wurde bekannt-wir berichteten darüber-,dass die Kartellbehörde der Europäischen Union in Brüssel vier Aufzugproduzenten wegen Kartellbildung zu zusammen 960 Millionen Euro Kartellstrafe verurteilte. Der deutsche Aufzuglieferant ThyssenKrupp wurde allein zu 420 Millionen Euro verdonnert. Anstatt, dass die Bestraften Reue zeigen, trumpfen sie auch noch unverfroren auf. Sie lassen durch für alles einsetzbare Juristen Klage einlegen. Ihr bizarres Vorgehen: Brüssel sei für die Feststellung dieses Gesetzesverstosses nicht zuständig, sondern deutsche Behörden.

Der Schaden, den die Übeltäter durch widerrechtlich erhöhte Preise verursachten muss aber eine Strafe finden. Das darf durch clevere Rechtsverdreher nicht verhindert werden.

 

 

Anti-Nikotin-Wirkstoff

 

Ein schweizer Pharmakonzern hat einen Anti-Nikotin-Impfstoff entwickelt. Nach Angaben aus Kreisen, die dem Konzern nahestehen, soll die Wirkungsweise dieser sensationellen Neuentwicklung darin bestehen, dass dieser Wirkstoff das Nikotin in der Blutbahn bindet. Das Bindungsprodukt ist dann zu groß, um aus der Blutbahn ins Gehirn gelangen zu können. Auf elegante Weise ist dann die Nikotinaufnahme und somit die suchtfördernde Wirkung erledigt. Freilich wird die letzte Phase der klinischen Studien erst im kommenden Jahr beginnen.

 

 

So wird verunglimpft

 

Von Herausgeber Joachim Franz

 

Das Folgende schrieb Christoph Wehnelt, einst Wirtschaftsjournalist beim Hessischen Rundfunk, jetzt in seiner online-Zeitung www.finanzplatz.org:

Schmecken können sich seit langem nicht mehr auch Ernst Welteke, Ex-Bundesbank-Chef, und Hans Eichel, Ex-Finanzminister und Ex-Freund. Eichel hatte durch miese Tricks Bundesbankpräsident Welteke zu Fall gebracht und ihn dann auch noch auf einer viel zu geringen Pension sitzen gelassen, zumindest keinerlei Anstalten unternommen, dass sein alter Freund und SPD-Weggefährte fürs Alter ordentlich in Brot gesetzt würde. Jetzt hat den Ex-Finanzminister dasselbe Pensionärs-Schicksal ereilt wie seinen Ex-Notenbankchef. Sein Altersruhegeld erscheint ihm zu gering. Eichel lässt vor Gericht seine Pensionsansprüche klären als Finanzminister und als hessischer Ministerpräsident, der er lange Jahre davor war. Welteke hat gegenüber der Bundesbank wenigstens einen Teilerfolg erstritten und konnte seine monatlichen Bezüge um gut 55 Prozent auf 12 000 Euro aufstocken. Davon träumt Eichel noch. So schrumpft nun auch er dahin – in Ansehen und Einnahmen. Welteke: „Ich gebe doch kein Passepartout für die Neidgesellschaft ab!“

 

Die Verunglimpfung von Hans Eichel und Ernst Welteke liegt auf der Hand. Miese Tricks hat Hans Eichel weder als Bundesfinanzminister, noch in anderer Funktion je angewandt.

Weder gegen Bundesbankpräsidenten Welteke noch gegenüber anderen Personen.

Diese Mär hat nachweislich der „Spiegel“ mit seinen pseudoeleganten Edelfedern (was daran edel ist, sei dahingestellt, vielleicht eher ordinär) zusammengerührt, um nicht zu sagen gepanscht. Unappetitliches, das Spiegel-Gründer Rudolf Augstein zu seinen Lebzeiten nie geduldet hätte.

 

Aber zurück zum Verunglimpfer Christoph Wehnelt. Zu durchsichtig der Angriff auf Ernst Welteke. Beschränken wir uns darauf, dass Wehnelt um seine Ehrabschneiderei zu begründen, auch noch zur Lüge bei den Fakten greift. Er behauptet, dass Welteke seine zusammengestrichene Pension um 55% durch eine Klage aufbessern konnte. Richtig ist aber, dass es lediglich nur 37% sind. Vermutung: Um in der Finanz-Community Frankfurts Interviewpartner in den Führungsetagen der Banken zu finden, hat er sich da mit Angriffen auf Sozialdemokraten, die bekannterweise immer für natürliche Grenzen bei den übergroßen Gewinnzuwächsen der räuberischen Heuschrecken sind, Liebkind machen wollen. Das ist der traurige Hintergrund der Wehnelt’schen Suada. Meint Joachim Franz.

 

 

„Zeilsemer Leut´“

 

Zeilsheim - Nachdem sogar noch zahlreiche Stühle herbeigeschafft wurden, gab es keinen freien Platz mehr im Clubraum 1 der Stadthalle. Fast 120 Zeilsemer Leut´ haben sich am 12. Februar versammelt, um sich den Dia-Vortag von Bernd Christ, 1. Vorsitzender des ZHGV, mit dem Titel „Zeilsemer Leut´ - Fotografien von 1860 – 1945“ nicht entgehen zu lassen.

Gezeigt und erklärt wurden 180 Bilder aus dem alten Zeilsheim. Anhand dieser Dokumente konnte anschaulich gezeigt werden, wie die Bewohner früher gearbeitet, gelebt und gefeiert haben, aber auch wie sie gekleidet und in Haus und Hof ausgestattet waren. Während die Honoratioren wie Pfarrer, Lehrer, Polizisten, Feldhüter, Bürgermeister usw. dem Referenten alle namentlich bekannt waren, mussten bei Familienfotos die Anwesenden besonders aus den Familien Christ, Fleck, Merz und Weil mit Erklärungen teilweise behilflich sein. Neben dem ältesten bekannten Foto aus Zeilsheim, das Pfarrer Johann Anton Fleck zeigt, gab es Bilder von Festzügen, Vereinsfeiern, Familienfeiern, Jubiläen, Ausflügen, Fastnacht, aus der Feldarbeit und vom überwiegend bäuerlich geprägten Leben mit Vieh und Stallungen zu sehen. Aber auch die Colonie kam nicht zu kurz. Aufgefallen ist, wie personalintensiv früher Handel, Handwerk und Landwirtschaft arbeiten mussten.

Besonderes Interesse fanden Aufnahmen aus der Kinder- und Jugendzeit des anwesenden heute fast 85-jährigen Ehrenmitglieds des ZHGV, Erika Weidmann. Kleine Geschichten und Anekdoten, die spontan aus dem Publikum kamen, haben zu diesem heiteren Abend beigetragen. Die gute Resonanz hat Bernd Christ dazu angeregt, für das nächste Jahr einen ähnlichen Vortrag über die Zeit nach 1945 vorzubereiten.

Zum Schluss machte Bernd Christ noch auf den Termin am Montag, 26. März, 19.30 Uhr im Raum 4 der Stadthalle Zeilsheim aufmerksam, der unter dem Titel „Wer oder was ist auf dem alten Foto?“. Hier sind die Zeilsheimer aufgerufen, alte Fotos aus ihrem Haushaltund ihrer Umgebung mitzubringen.

                                                                (G.Schade)


 

Ihre Stimme zählt dreifach

 

Alle Wahlanalytiker erwarten bei der Frankfurter Oberbürgermeister-Wahl am 28. Januar einen neuen Negativ-Rekord bei der Zahl der Nichtwähler. Man spricht von 65% Nichtwählern oder noch mehr. Das bedeutet, dass der oder die Amtsträger/in, die aus dieser Wahl hervorgeht mit einer sehr geringen Legitimität ausgestattet sein wird. Auf der anderen Seite kann sich jeder, der wählen geht, freuen: Seine Stimme wiegt, wenn von drei Wahlberechtigten nur einer seine Stimme abgibt, dann dreifach so schwer. Also nichts wie wählen gehen, meint Joachim Franz, Herausgeber von www.lokalglobal.de

 

                    

Die Vorurteile meiner Eltern gegenüber der Schweiz waren falsch

 

Von Inge Franz

 

Das einfache freundliche und einnehmende, weilvorurteilsfreie, Wesen der Schweizer ist fast überall herauszuspüren. Es gibt kaum einen Schweizer, der böse und schlecht ist, misstrauisch oder hinterhältig.

Ich denke, ich war oft genug in der Schweiz, um ihnen ein gemütvolles Wesen, einen aufrichtigen Charakter und eine gewisse Ruhe zu bestätigen, die sich auf die Umgebung positiv auswirkt.

Man muss einfach selbst einmal dort gewesen sein, um zu sehen, was ich meine: da ist die freundliche Dame im Restaurant, die ohne Hintergedanken Antwort auf Fragen gibt; da ist der nette Kellner, der nicht die Geduld verliert, wenn alle Bestellungen etwas durcheinander gehen und die Frage des Zahlenden nicht geklärt ist und der geduldige Bahnbeamte am Schalter, der mit unverändert freundlichem Gesicht Fahrkarten ausstellt, auch wenn alles erst etwas unklar war und die Reservierung wieder zurückgenommen wurde, die eingangs bestellt wurde; da ist der perfekt schweizerisch sprechende schwarze Kellner, der korrekt und höflich ist, aber bei Bezahlung mit Euro wieder einmal darauf hinweist, dass in der Schweiz mit Franken bezahlt wird und Euro nur in Papierform annimmt, das Wechselgeld sogar teilweise in Euro-Scheinen und Franken-Stücken zurückgibt; und da ist nicht zuletzt der bärtige Schweizer, der beim Trinken des Weißweins einschläft, mit dem Glas in der Hand und es beinahe verschüttet hätte im Speisewagen, der gutmütig herüberlächelt, wenn die deutsche Reisende zu bedenken gibt, dass sie dachte, es wäre ein internationaler Zug. All diese Gestalten ruhen ganz in sich und sind eine abgeschlossene Welt für sich, die ohne Hilfe oder Einflüsse von außen auszukommen scheint, anders als der ruhelose Italiener oder der misstrauische Deutsche oder der zu Understatement neigende Engländer, oder etwa der stolze in sich gekehrte Spanier, oder vielleicht sogar der hitzige Ungar oder der vom Kriegesleid gezeichnete Tscheche, der aber auch eine gewisse Ruhe ausstrahlt, oder der touristisch orientierte Österreicher oder der wortgewandte intellektuelle, etwas frivole, aber kulturell immer interessierte Franzose – der Schweizer hat von allen etwas und ist doch ganz er selbst.

Zugegeben: Ich bin meist innerhalb von 2 – 3 Stunden nur im Auto durch die Schweiz gefahren, mit höchstens einem Zwischenstopp irgendwo zwischen Genf und Biel, aber trotzdem überträgt sich diese wohltuende Ruhe und Idee des (inneren wie äußeren) Wohlstands auch auf den Durchreisenden und man strebt mit einer gewissen Melancholie dem deutschen harten Norden entgegen, sobald man Basel verlassen hat. Man harrt der Dinge, die da kommen mögen (Pflicht: Schule, Arbeit etc.), mit einer gewissen Mischung aus froher Erwartung, endlich wieder selbst etwas schaffen zu können in vertrauter Erwartung und der etwas bangen Vorahnung, wie hart und unerbittlich das deutsche Alltagsleben sein kann.

Schweiz ist: Ferien, guter Käse, guter Weißwein, leckere Schokolade, gutes Graubrot, gepflegte Gärten und Häuser, anmutige Seen und Gebirge, gelassene und lachende Menschen, Reichtum, Geld, die von Geld überquellen, Gold, ein gewisser Nationalstolz und ein gewisser Hang zum Metropolitischen, siehe: Genf, Basel, Zürich, Davos: alle Ausländer sind gern gesehen, so jedenfalls mein erster Eindruck. Wenn man sich in Deutschland unheimlich viel Mühle geben muss, um einigermaßen akzeptiert zu werden – egal ob im Büro oder in der Schule oder einfach so auf der Straße, am Bahnhof oder sonst wo – wird man in der Schweiz überall mit offenen Armen empfangen, wenn man sich nicht ganz daneben benimmt, dann kann es nämlich auch teuer werden: z. B. 900 DM für zu schnell fahren in Genf, sofort zahlbar, andernfalls Drohung, das Fahrzeug festzuhalten, usw.

Aber ansonsten tut die Schweiz viel für ihre  Bürger und auch Ausländer: es gibt nirgends so gute Rohkostsalate wie in der Schweizer Restaurants und außerdem etwa beheizte Wartehallen an Bahnhöfen, in denen Werbezeitschriften der Bahn ausliegen.

(In Frankfurt etwa gibt es gar keine Wartehalle mehr, nur ein paar Metallsitze in der Mitte des Bahnhofs, alle anderen müssen halt herumstehen, was in den Geschäften kaufen oder was essen oder trinken gehen zu überhöhten Preisen).

Besonders krass fiel mir jetzt wieder der Gegensatz im Charakter des Schweizers zu demjenigen des Deutschen auf, als ich von einer Schweizreise zurückkam, bei der ich zwischen Genf und Basel noch von freundlichen Menschen umgeben war (auch, wenn es Deutsche waren!) und dann wieder am nächsten Morgen am fränkischen Bahnhof (Kahl) stand, wo mir nur schlecht gelaunte misstrauische und ablehnende Menschen entgegenblickten. Wenn jetzt einige meinen, ich könnte übertreiben, dann kann ich nur sagen: Kann sein, kann aber auch nicht sein, aber im Großen und Ganzen stimmt es einfach; es kann auch sein, dass die Schweizer, die auswandern, dann irgendwie sich dem Charakter des Landes anpassen, in das sie ziehen, während andersherum auch etwa die Deutschen freundlicher werden, wenn sie in die Schweiz übersiedeln.

In der Schweiz herrscht einfach seit jeher Frieden, Neutralität und eitler Reichtum, der sich auch – aber nicht nur – in einem gut gehenden Tourismus manifestiert, und das Selbstbewusstsein, das die Schweizer an den Tag legen, obwohl sie einen solch kleinen Staat haben (etwa die Größe von Hessen) und mitten in Europa liegen, das daran sichtbar wird, dass die Schweiz nicht zur EU gehört und es auch keinen Euro gibt, all das nötigt ihnen einen gewissen Respekt ab, und es verwundert ebenso, dass die Schweiz trotz der Tatsache, dass sie von europäischen Staaten nur so umzingelt wird (Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich, Italien), und ihre Bürger so weltoffen und gastfreundlich sind. Manchmal, wenn man so über die Autobahn fährt und überall nur Häuser sieht, aber keine Menschen, dann könnte man auf die Idee kommen, dass es hier nur Touristen und Ausländer gibt, und die reichen Schweizer selbst sich alle im Ausland aufhalten, aber wenn man dann mal an einen Bahnhof geht oder in eine Kneipe, sieht man: sie sind noch da, sie sind dort wohl halt nur mit dem Auto hingekommen, weil sie keine Lust haben zu laufen, deshalb sieht man kaum einen Schweizer im Freien, jedenfalls im Winter.

 

                           

Immer wenn ich dort bin, lerne ich wieder das einfache Leben

 

Von Inge Franz

 

Wir frühstücken in der Bar, trinken nur mal einen Capuccino und essen mal ein Stück Pizza dort, und ansonsten wird nur Geld für Postkarten oder mal ein Souvenir oder für ein Busticket ausgegeben. Meist habe ich sogar noch Geld übrig, wenn wir nach Hause fahren.

Außerdem gibt es diese wunderbare Natur, die natürlich mit Vorsicht zu genießen ist, weil es immer so kalt ist und weil man beim Skifahren zu einem Unfall mit Knochenbruch kommen kann.

Aber ansonsten gibt es nicht so in dem Maß dieselben Gefahren wie in Deutschland, wenig Diebstahl, kaum Morde, und so gut wie keine anderen Gewalttaten.

Aber jedenfalls lernt man einfach wieder, mit wenig Mitteln viel zu erleben und die wahren Werte zu schätzen: gute Freunde, gutes Wetter, gutes Essen, nette Bedienung in Cafés und Restaurants, und Freiheit von Unfällen und Krankheit, und natürlich Bildung, vor allem Geographie und Sprachen, vor allem Französisch und Englisch.

Es ist auch oft so, dass man mit vielen Freunden und Verwandten dort ist, die man schon ewig kennt und das gibt einem ein gewisses Vertrauensgefühl in Bezug auf diesen Teil der italienischen Alpen, der so wenig von deutschen Touristen erforscht und betreten wurde.

Es ist ein sehr unzugängliches Gebiet und dorthin zu kommen, erfordert viel Geld und umständliche Wege. Wenn man mit dem Zug hinfährt, gibt man mehr Geld aus, als wenn man mit dem Flugzeug mal eben nach New York fliegt, hin und zurück, also etwa dreihundert Euro, und fährt man mit dem Auto, muss man Tunnelgebühr für den Mont Blanc-Tunnel und Autobahngebühren in Frankreich und in der Schweiz bezahlen. Man kann natürlich auch die Route über Mailand nehmen, das man mit Expresszügen bequemer erreichen kann, aber das ist auch zweihundert Kilometer entfernt.

Denke ich an Elevaz im Aostatal, fühle ich mich frei und einsam und habe den Geruch von frischem Schnee, seltenen Blumen und Heu in der Nase. Ich sehe förmlich die schneebedeckten hohen Berge vor mir und den endlosen blauen Himmel und in der Ferne abends, wenn gutes Wetter ist, sogar die Lichter auf der Bergstation von La Thuile. Es ist ein einfaches Leben dort im dreißig-Seelen-Bergdörfchen und es gibt kein einziges Geschäft, keine Bar, kein Restaurant, einfach nichts von dem, was in der Zivilisationen eigentlich als normal gilt. Und das ist einerseits das Erstaunliche, aber andererseits auch das Normale in einer Gegend, wo sich der Tourismus der mondänen Welt auf La Thuile und Courmayeur konzentriert.

                     

Kommentar zum 7.11.2006

 

Von Joachim Franz, Herausgeber 

 

Die Völker der Welt atmen auf: George W. Bush ist an diesem 7. / 11. die Lizenz zum wahllosen Bombardieren von Kindern, Zivilisten und Greisen im Nahen Osten entzogen worden.

Damit ist auch der Weltfrieden insgesamt weniger bedroht.

Es wächst die Hoffnung der Völker auf ein Erstarken des Friedensmanagements der Vereinten Nationen, damit eine Wiederbelebung des zivilisierend wirkenden Völkerrechtes, das der aggressive George Walker Bush gemeinsam mit dem mittlerweile  -gottseidank- zurückgetretenen Donald Rumsfeld mit Füßen getreten hat.

Es bleibt zu hoffen, dass nunmehr aus Washington auch stärker die israelische Armee unter Kontrolle genommen wird, ihre Notwehr-Exzesse zu beenden.

In der Stadt am Potomac wird man sich Gedanken machen, wie man etwas von dem Unrecht des Überfalls, der allein in den ersten 10 Tagen im März 2003 mehr als 40.000 Tote kostete, wieder gutmachen kann.

Auch ist es somit unwahrscheinlicher geworden, dass man über Teheran amerikanisch / israelische Atombombenpilze aufsteigen sehen wird.

 

 

Otis und die anderen

 

€ 420.000.000 müssen die Aufzughersteller, Otis, Schindler, Thyssen und andere an Strafe zahlen, weil sie ein Kartell gebildet hatten, Europas Brüssler Behörde hatte sie überführt und zu dieser Strafe - wahrlich keine peanuts - verurteilt. Diese vier Firmen, die sich mit ihren Machenschaften als wahre Volksschädlinge erwiesen haben, müssen jetzt auch noch zusätzlich bedeutende Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe an die Kunden zahlen, die durch die kartellbedingten, überhöhten Preise geschädigt worden sind. Während Florida-Rolf durch die Medien sprichwörtlich wurde, legt die gesamte deutsche Presse über die Millionengaunereien der Aufzugfirmen einen - viellleicht durch die Hoffnung auf Werbeanzeigen der Gaunerfirmen bedingten -barmherzigen Schleier.

Eine kurze lakonische Notiz nach dem Brüsseler Urteil dann Stille. Das sollte uns Lesern eigentlich auffallen.

 

Für eine neue

Politik in Hessen

 

SPD stellt Entwurf ihres Regierungsprogramms 2008 bis 2013 vor
Schwerpunkte: Bildung, Familie und Betreuung, nachhaltiges Wirtschaften

(11.05.07) „Hessen ist reif für eine neue Politik. Das gilt nicht nur für die Inhalte der Politik, das gilt auch für die Art und Weise, wie Politik gemacht wird. Es geht um die Frage, wie wir uns die zukünftige Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung, des demographischen Wandels, des Klimawandels, in Zeiten grundlegender Herausforderungen vorstellen“, erklärte gestern die Landesvorsitzende der hessischen SPD und Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl 2008, Andrea Ypsilanti, bei der Vorstellung des Entwurfs eines SPD-Regierungsprogramms 2008 bis 2013 in Wiesbaden zusammen mit den beiden Vorsitzenden der SPD-Bezirke Hessen-Nord, Manfred Schaub, und Hessen-Süd, Gernot Grumbach.

Vor allem gehe es um die Frage, in welcher Gesellschaft wir zukünftig leben wollen. Es gehe um klare Wertvorstellungen, mit denen wir diese Herausforderungen bewältigen wollen. Es gehe darum, ob wir entschlossen sind und Phantasie haben, Gesellschaft aktiv zu gestalten, oder ob wir anstehende Veränderungen wie ein unabwendbares Schicksal über uns ergehen lassen.

Die SPD-Troika wörtlich: „Wir legen für unsere Politik klare Wertmaßstäbe an. Denn wir sind überzeugt, dass die sozialdemokratischen Grundwerte der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Solidarität immer noch auf hohe Zustimmung treffen. Die Zeit ist reif für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr Chancengleichheit, für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft und für ein nachhaltiges Wirtschaften.

Wir wollen den Fortschritt nach Hessen zurückholen. Denn Hessen war früher besser. Hessen war unter sozialdemokratischer Führung vorn! Heute bleibt Hessen weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wir wollen alle Potenziale, die dieses Land uns bietet, ausschöpfen. Wir wollen mit neuen Ideen an alte Stärken anknüpfen.

Wir wollen unsere Politik daran messen lassen, ob sie: die Entfaltung der Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen fördert,jedem die gleichen Chancen in Bildung, Beruf und Leben sichert, der sozialen Gerechtigkeit und der Chancengleichheit dient, die Möglichkeiten verbessert, Erwerbsarbeit für alle anzubieten, die Freiheit erhöht, das eigene Leben selbst zu bestimmen und über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit zu entscheiden, die Gleichberechtigung von Mann und Frau voranbringt, die natürlichen Lebensgrundlagen erhält und durch nachhaltige Entwicklung auch zukünftigen Generationen Entscheidungsfreiheit lässt, den Zusammenhalt und die Solidarität der Generationen und der Kulturen fördert.

Dieser Politik fühlt sich die hessische SPD verpflichtet. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unserer Entscheidungen. Wir setzen auf Hoffnung statt Angst, auf Veränderung statt Stillstand, auf Mut zur Zukunft statt Resignation!“

Die Programmschwerpunkte im Einzelnen
“Wir wollen Politik nicht entlang eingefahrener Ministeriums- oder Ressortzuschnitte machen, sondern Politik entlang der Lebenswirklichkeit der Menschen in Hessen gestalten. Wichtig ist uns die Verbindung zwischen Wirtschaften, Arbeiten und Umwelt. Diese Themen gehören zusammen. Gleiches gilt für die Kinder- und Jugendpolitik, die wir zusammen mit der Schul- und Hochschulpolitik unter dem Aspekt der Chancengleichheit gestalten werden.

Chancengleichheit und Bildung
Wir werden Schule und Bildung vom Kind her denken. Das Wichtigste an Schule ist der Unterreicht und nicht das Türschild. Wir werden Schule von unten reformieren. Wir wollen eine Schule der Vielfalt von Möglichkeiten und Persönlichkeiten. Wir wollen ein wohnortnahes Schulangebot sicherstellen. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen von Kindergarten bis Hochschule darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Wir werden die Studiengebühren sofort nach einem Regierungswechsel und die Kindergartenbeiträge Schritt für Schritt in den nächsten Jahren abschaffen.“

Familie und Betreuung
Integraler Bestandteil von Chancengleichheit und Bildung sei die Frage einer qualifizierten Betreuung. „Dazu zählt für uns: Ein bedarfsgerechtes, flächendeckendes und qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot mit gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern und flexiblen Öffnungszeiten. Kindertagesstätten und Schulen werden wir zu einer Familie unterstützenden Einrichtung ausbauen. Unsere Familienzentren werden mehr bieten als reine Kinderbetreuung. Sie werden der Ort sein, an dem Eltern alle Informationen, öffentliche Hilfen und Beratung erhalten“.

Die Struktur der klassischen Familie sei im Wandel. Glückliche Familien könne man nicht per Gesetz verordnen. Politik könne jedoch die Rahmenbedingungen für zufriedene Familien wesentlich verbessern. „Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass Politik familienfreundlicher wird. Familie ist übrigens nicht nur da, wo Kinder sind, sondern auch dort, wo ältere Menschen gepflegt und versorgt werden. Familienpolitik ist für uns mehr als Sozialpolitik. Deshalb sehen wir Familienpolitik als Querschnittsaufgabe vieler Ressorts“.

Nachhaltiges Wirtschaften
Erneuerbare und effizient genutzte Ressourcen seien die Schlüsselfrage einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Umwelt – und sie schafften Arbeit. Die Zeit sei reif, dies zu erkennen und umzusetzen. „Deshalb werden wir den Fortschrittsbegriff für Hessen wieder mit neuem Leben füllen und ein 11-Punkte-Aktionsprogramm für Hessen auflegen. Wir werden neue Arbeitsplätze schaffen, indem wir den Ressourcen schonenden Umgang von Energie, Energie- und Wärmeeinsparung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbinden.

Moderne Wirtschaftspolitik setzt auf die Förderung von Zukunftstechnologien. Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze und stärken die Kommunen und den ländlichen Raum. Wir werden das Hessische Mittelstandsförderungsgesetz novellieren. Beratung, Förderung und Finanzierungshilfen für die klein- und mittelständischen Unternehmen insbesondere die Begleitung in der Gründungs- und Aufbauphase müssen einen zeitgemäßen Rahmen erhalten. Einmal jährlich wird das Land einen Mittelstandsbericht erstellen und ihn mit den Vertretern der mittelständischen Unternehmen und der Beschäftigten diskutieren.

Mit niedrigen Förderintensitäten, Darlehen und Beteiligungen statt Zuschüssen sowie einer Ausweitung und Verstetigung des Förderrahmens mit ca. 100 Mio. € im Jahr für Gründungs- und Wachstumsfinanzierung aus dem vorhandenen Sondervermögen werden wir den Mittelstand in Hessen bundesweit an die Spitze bringen.

Wir werden die drei hessischen Fördereinrichtungen (Hessen-Agentur, Investitionsbank, Landestreuhandstelle) zu einer hessischen Mittelstands- und Infrastrukturbank für Zukunftsinvestitionen zusammenfassen.

Wir werden neue Förderinstrumente in Trägerschaft der Mittelstand- und Infrastrukturbank zur gezielten Förderung kleinerer und mittlerer Unternehmen und Existenzgründungen entwickeln“.

Hessen und seine Regionen
„Hessen ist ein vielfältiges Land mit unterschiedlichen Strukturen und unterschiedlichen Herausforderungen. Deshalb werden wir differenzierte Antworten für alle Regionen Hessens geben. Der demographische Wandel stellt die nordhessische Region vor ganz andere Herausforderungen als die Metropole Frankfurt am Main. Und auch Landespolitik für Frankfurt am Main darf sich nicht allein an der Flughafenfrage festmachen. Die SPD ist die Partei aller hessischen Regionen und der kommunalen Familie.“
Das Land Hessen als Arbeitgeber
„Wir werden im Zuge der Beratungen innerhalb und außerhalb unserer Partei eine weitere Quantifizierung unserer Vorstellungen vornehmen. Ganz sicher ist: Wir werden mehr Lehrer einstellen, wir werden für den Ganztagsschulbetrieb zusätzliches Personal finanzieren und wir werden im Bereich der Inneren Sicherheit (Polizei, Justiz) für eine bessere Personalausstattung sorgen. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Unser Ziel ist, dass Hessen wieder der Tarifgemeinschaft der Länder beitritt. Wir streben in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Beschäftigten, den Personalräten und den Gewerkschaften Lösungen an im Hinblick auf Arbeitszeit, Entlohnung, Stellen und Ausbildung.“

Neuer Politikstil
Andrea Ypsilanti: „Ich bin angetreten für einen neuen Politikstil. Ich möchte die Mitglieder meiner Partei und alle gesellschaftlich relevanten Gruppen aktiv in unsere Programmarbeit einbeziehen. Mit dem klaren Willen, alle Hessinnen und Hessen mitzunehmen. Die Zeit ist reif für mehr Demokratie!“
Der Programmentwurf werde in den nächsten Wochen intensiv innerhalb und außerhalb der SPD beraten werden. Er kann unter:
www.spd-hessen.de herunter geladen werden. „Wir werden bis zum Ende der Sommerferien Anregungen, Hinweise und Ideen für unser Regierungsprogramm sammeln und dieses Programm dann am 29. September auf einem Landesparteitag in Wiesbaden verabschieden. Unser Ziel ist, gemeinsam mit den Menschen Politik für Hessen zu gestalten – Jetzt und nach der Regierungsübernahme am 27. Januar 2008.“

 

 

 

Nichtraucherschutz verbessern – jetzt ist der Bund in der Pflicht
 
CDU-Fraktion in Hessen setzt auf Freiwilligkeit, Prävention und Aufklärung
 
Der suchtpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alfons Gerling, hat im Hessischen Landtag die Verbesserung des Schutzes von Rauchern und Nichtrauchern vor gesundheitlichen Schäden gefordert. „Der Tabakkonsum gilt heute als das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko“, betonte Gerling. „Aber Raucher gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch andere, die dem Tabakqualm meist unfreiwillig ausgesetzt sind. Dem Schutz der Nichtraucher muss daher unsere besondere Aufmerksamkeit gelten.“

Für einen weit reichenden Nichtraucherschutz sei nun aber der Bund in der Pflicht, der eine umfassende gesetzliche Regelung treffen müsse. „Insbesondere in der Frage eines Rauchverbotes in öffentlichen Räumen sowie Gaststätten und Hotels brauchen wir eine bundeseinheitliche Regelung, um zu vermeiden, dass in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Rauchverbote gelten“, sagte Gerling.

Das Land Hessen werde diese bundeseinheitliche Regelung abwarten und nur wo dies notwendig ist durch eine eigene Gesetzgebung ergänzen. „Die CDU-Fraktion setzt vorrangig auf Freiwilligkeit, Prävention und Aufklärung.“, so Gerling. „Der Nichtraucherschutz ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, nicht nur des Staates. Daher müssen freiwillige Vereinbarung, Aufklärungsmaßnahmen und gesetzliche Regelungen sich wirkungsvoll ergänzen.“
Andrea Ypsilanti, Landesvorsitzende der hessischen SPD und Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl 2008