Um den Großglockner
Vom Top-Geheimtipp zum Aufsteiger des Jahres: Noch läuft der Countdown für die Eröffnung des Großglockner Ressorts Kals-Matrei in Osttirol – und schon ist der 1. Platz auf dem Stockerl sicher. Im großen ADAC Skiguide, der jedes Jahr Preise in neun Sparten unter 700 Skigebieten in den Alpen vergibt, hat das Großglockner Ressort Kals-Matrei alles, was Rang und Namen hat, hinter sich gelassen und sozusagen aus dem Stand die Goldmedaille in der Kategorie „Aufsteiger“ geschafft! Berechtigt ist die Auszeichnung allemal. Die über 100 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade verlocken zum grenzenlosen Traum in Weiß – auch mit herrlichen Tiefschneehängen, Funparks, Halfpipes, einer exklusiven Carverpiste und drei beschneiten Talabfahrten, eine davon mit über 11 km die längste Osttirols! Beste Aussichten garantiert die Lage des Großglockner Ressorts Kals-Matrei inmitten der Nationalpark-Region Hohe Tauern Osttirol: Das heißt Skifahren im Angesicht von Österreichs höchstem Berg und weiteren 241 Dreitausendern. Erschlossen wird das Skigebiet durch 16 top-moderne Gondelbahnen und Sessellifte, darunter die im vergangenen Winter neu gebaute und erste beheizte 6er-Sesselbahn Osttirols auf den Cimaross. Aufgrund der Höhenlage (920-2.405 m) glänzt das Großglockner Ressort Kals-Matrei mit hoher Naturschneesicherheit, 90 Prozent des gesamten Streckennetzes können außerdem beschneit werden. Der malerische Nationalpark-Ort Kals am Großglockner gilt als eines der schönsten Alpendörfer Tirols. Hier mischen sich Tradition und Moderne auf gelungene Weise: Hightech im Skigebiet, gelebte Tradition im Dorfidyll und unzählige Wintersportmöglichkeiten abseits der Pisten – von Langlaufen über Winterwandern, Pferdekutschenfahrten und Rodeln bis zu Skitouren im Nationalpark Hohe Tauern.
Top-Eröffnungsangebot im Großglockner Ressort Kals-Matrei
7 Ü/F inkl. 6-Tages-Skipass ab 298 Euro p. P. im DZ
Buchungsadresse:
TVB Hohe Tauern Osttirol A-9971 Matrei i.O., Telefon: +43(0)50.212.510
www.gg-resort.at
Wenn im Heidiland die Nacht zum Tag wird
Mit den vier Skigebieten Flumserberg, Pizol, Kerenzerberg und Amden-Weesen vereinigt die Ferienregion Heidiland Carver, Snowboarder, Abenteurer und Genießer auf 150 schneesicheren Pistenkilometern, allerdings nicht nur tagsüber! Die Skiregion Flumserberg etwa verlängert das Skivergnügen regelmäßig. Die Strecke Chrüz-Tannenboden zieht jeden Freitagabend Nachtskifahrer an. Am Bad Ragazer Hausberg, dem Pizol, arbeiten nimmermüde Snowboarder und sportliche Skifahrer am jeweils letzten Freitagabend im Monat auch nach Einbruch der Dunkelheit an ihrer Kondition. Auf der beleuchteten Piste am Pizol machen alle Schneeliebhaber die Nacht zum Tag, zumal es sich von der Bergstation Furt bis zur Mittelstation Maienberg bei Flutlicht und perfekten Pistenverhältnissen hervorragend ins Tal gleiten, carven oder boarden lässt; und das vor der zauberhaften Kulisse des Lichtermeers im Rheintal. Selbst die Nachtrodler nutzen deshalb die Gelegenheit, um auf schnellstem Weg zum Startpunkt des Schlittelwegs an der Bergstation Furt zu kommen. Dann warten dreieinhalb abwechslungsreiche Rodelkilometer und knapp 1.200 Höhenmeter auf die „Schlitter“. Ähnliche Eindrücke nehmen Gäste mit, die sich an der 7 km langen Nachtrodelpiste am Kerenzerberg versuchen. Doch egal, ob Schneebegeisterte auf Kufen oder Kanten „abfahren“, für einen „Einkehrschwung“ muss stets Zeit sein; in einem der gemütlichen Schweizer Beizlis oder Bergrestaurants, um den perfekten Dreh im Schnee bei einem Schweizer Fondueplausch Revue passieren zu lassen.
Weitere Informationen: Ferienregion Heidiland, CH-7320 Sargans, Städtchenstraße 43, Telefon: +41 (0)81 7200820, Fax: +41 (0) 81 7200828, e-mail: info@heidiland.com, www.heidiland.com
Weihnachts-Wellness in der Wärme der Therme
Einen besinnlichen Advent voll Genuss und viel Zeit, sich auf das schönste Fest im Jahr einzustimmen, eröffnet das Wohlfühl-Ambiente des Quellenhotel & Spa der Heiltherme Bad Waltersdorf. Wie jedes Jahr dürfen sich die Gäste hier auch in diesem Dezember wieder auf ein Programm voll Wärme, Geborgenheit und Ruhe freuen, abseits von Weihnachtsrummel und Hektik. Eine Fackelwanderung durch das weihnachtlich geschmückte Bad Waltersdorf mit Hotelleiter Hermann Oswald sorgt für glänzende Augen. Beim Besuch einer Weihnachtsausstellung kann man schöne Geschenke für die Liebsten erwerben. In der Quellenoase, dem exklusiven Spa-Bereich für Hotelgäste und Zentrum für Ruhe und Entspannung, wärmt man sich bei einem Glas Punsch wieder auf. Im dreistöckigen Innenbereich der Quellenoase befinden sich ein Thermal-Innenpool, ein eigener Saunabereich mit vier Kabinen, Dampfbad und typisch Steirischer „Woaz Sauna“, eine Aquameditation und Infrarotkabine, ein eigener Damen-Wellnessbereich mit Sauna sowie eine Ruheoase mit 210 Liegen. Natürlich kann man auch die vielen Neuheiten im Styrian Spa der Heiltherme genießen – im „Salinarium“, der neuen Salzgrotte, in den Alpha-Liegen und bei neuen Behandlungen der Traditionell Steirischen Medizin (TSM ® ). Gesundheit zum Verschenken gibt es mit den Wertgutscheinen zu 10 und 50 Euro sowie dem Gutscheinheft zu 50 und 100 Euro. Dieses wohltuende Geschenk ist im gesamten Thermen- und Hotelbereich einlösbar und macht bestimmt Freude.
Der Hintertuxer Gletscher hat immer Saison
Eine Reise ins ewige Eis ist daher eine Pflicht, zumal Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet sogar eine Pulverschneegarantie von Oktober bis Mai übernimmt. 21 moderne Seilbahnen und Lifte stellen sicher, dass Skifahrer, Snowboarder und Bergsportler die beeindruckende Tiroler Gletscherwelt mühelos und sicher bis auf 3.250 m Höhe genießen können. Der Hintertuxer Gletscher ist eines von insgesamt acht skitechnisch erschlossenen Gletscherskigebieten in Österreich (bei 850 Gletschern) und überzeugt Wintersportbegeisterte mit 86 abwechslungsreichen Pistenkilometern, wovon 16 km in der schwierigsten Kategorie liegen, 47 Pistenkilometer führen über mittelschwere Hänge und 23 km sind als leichte Abfahrten eingestuft. Der Gletscherbus 3 vom Tuxer Fernerhaus zur Gefrorenen Wand gilt als Star unter den hochalpinen Aufstiegshilfen, trägt die windstabile Seilbahn doch das Prädikat
„höchste Zweiseilumlaufbahn der Welt“. Neuerdings ist die „Hintertuxer Gletscherbusfamilie“ übrigens komplett: Der neue Gletscherbus 1 von Hintertux zur Sommerbergalm geht kommenden November in Betrieb und ergänzt die sicheren Zweiseilumlaufbahnen am Ferner. Die Gesamtförderleistung am Gletscher kann somit auf weit über 36.000 Personen pro Stunde gesteigert werden. Die 270-ha-Pistenfläche auf dem Hintertuxer Gletscher sind zudem barrierefrei erreichbar, von der
Tiefgarage in Hintertux bis zur Panoramaterrasse auf 3.250 m Höhe. Boarder und Freeskier suchen ihre Herausforderungen im Snowpark Hintertux, der – auf über 3.000 m am Fuß des Olperers gelegen – einzigartige Sprünge und Hindernisse auf mehr als 700 Metern Länge bietet. Zum Ausklang des Gletschererlebnisses warten zweierlei Abenteuer: die 12 km lange, beschneite Talabfahrt Schwarze Pfanne bis nach Hintertux, die nahezu 2.000 Höhenmeter überwindet oder die berüchtigten Après Ski Partys in den urigen Skihütten.
Reise in den Süden
Eigentlich wollten die drei Freundinnen auch mal woanders hin reisen als nach Frankreich, Italien oder in die Schweiz, aber irgendwie ergab sich die Gelegenheit dazu nicht. Und es zog sie auch nicht so sehr in Länder, die sie noch nicht kannten, auch wenn sie in Europa lagen. Zwar hatte eine Freundin von Verena mal erzählt, dass es in Ungarn ganz toll wäre, die Puzta, die Zigeunermusik, die Pferde, das Gulasch und der Palatschinken (Pfannekuchen mit Quark und Rosinen) ... aber da würden sie bestimmt auch mal irgendwann hinfahren, es hatte ja noch Zeit, auch wenn die Preise in den osteuropäischen Ländern seit Eintritt in die Europäische Union sicher sehr angezogen hatten, selbst wenn diese Länder (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Kroatien, und andere) noch keinen Euro hatten. Die Einführung des Euro war ja nur eine Formsache, die sicher bald vonstatten gehen würde.
Jetzt allerdings ergab sich wieder mal die Gelegenheit, nach Italien zu reisen. Verena brauchte Verschiedenes für ihr Café, und Bruni wollte sie begleiten. Sie wollten von Dienstag bis Montag mit dem alten Fiat von Verena nach Ligurien (die Region bei Genua) reisen und dort Folgendes kaufen: Mozzarella (für die Baguettes und die „Caprese“), Amarettini (kleine Mandelplätzchen), Milchaufschäumer-Becher, Zuckertüten, die sie aus den Bars und Cafés als Souvenir mitnehmen wollten, also gratis, mit Schokolade überzogene Kaffeebohnen, Artischockenherzen in Dosen, Basilikumsamen, Rezepte für Focaccia und Gnocchi, für Spaghetti alle Vongole und verschiedene Antipasti[1]
Verena und Bruni brachen in aller Herrgottsfrühe (7.00 Uhr) auf. Da fiel Bruni ein, dass sie am Montag einen Termin beim Arbeitsamt in Veitshöchsheim hatte, und zwar um 9.30 Uhr. Sie musste also am Sonntag mit dem Zug zurückfahren (darin hatte sie ja schon Erfahrung!), und Verena musste dann wohl oder übel allein mit dem Auto zurückfahren.
Verena sagte unverblümt: „Mensch, sag' doch einfach, du wärst krank! Du kannst mich doch nicht so hängenlassen!“ Aber Bruni wusste, was für sie auf dem Spiel stand: Ihr konnte für 3 Monate das Arbeitslosengeld gesperrt werden, wenn sie nicht auftauchte am Montag!
Kurz entschlossen radelte sie zum Bahnhof, um ein Ticket für den Zug am Sonntag zu kaufen. Sie hatte Glück und erstand ein Ticket zum Sonderpreis von 89,00 Euro, das normalerweise das Doppelte gekostet hätte. Verena konnte letztendlich überzeugt werden, dass es besser war, wenn Bruni sich nicht das Arbeitslosengeld durch die Lappen gehen ließ und ihren Termin wahrnahm.
Sie waren schon hinter Basel, da sagte Verena: „Ich glaube, wir müssen in der Schweiz übernachten, ich kann nicht mehr!“ „Aber ich kann noch, ruhe dich doch aus, wie sind sicher am frühen Morgen in Italien.“
Aber Verena blieb hart: „Kommt gar nicht in Frage, wir übernachten jetzt hier in Lengnau, es ist mir zu riskant, wenn du die ganze Nacht durch fährst, dann machen wir einen Unfall, du weißt doch, dass es so viele Berge und Tunnel in Italien gibt, du kannst dich dann nicht mehr konzentrieren. Ich habe noch 100 Euro extra Taschengeld, damit finden wir bestimmt was zum Schlafen!“
Sie fanden auch tatsächlich ein schönes altes Hotel mit dem Namen „Zum Hirschen“ in Lengnau, das nur 80 Schweizer Franken kostete (Doppelzimmer). Mein Gott, wie altmodisch, aber gemütlich war es hier: Alte Tapeten aus den Siebziger Jahren, ein dicker flauschiger Teppich, eine gemütliche Gaststube, und all das am schönen Bieler See gelegen.
Am nächsten Morgen frühstückten sie in der gemütlichen Gaststube, bekamen aber einen Schreck, als sie für 2 Croissants, 2 Kaffees und 1 Käsetoast 12 Euro bezahlen mussten. Das Essen ist in der Schweiz sehr teuer, das wussten sie ja, aber diese astronimischen Preise .... Das musste erst mal verdaut werden. Es war ihnen schon klar, dass die Schweizer mehr verdienten und sich das eher leisten konnten, aber was machte ein Tourist, der ganz normal Urlaub machen wollte, und nicht so viel ausgeben wollte? Aß der den ganzen Tag Schokolade, Schweizer Käse, die ja genug Kalorien enthielten, und als gesundheitlichen Ausgleich Ricola-Bonbons mit Kräutern?
Naja, irgendwie gab es ja auch nicht so viele Touristen in der Schweiz, abgesehen von denen, die ihr Geld in den Schweizer Banken deponierten, um der Steuer zu entgehen ... obwohl die Schweiz ja vor Jahren ein Abkommen mit Deutschland und anderen Ländern geschlossen hatte, dass das Bankgeheimnis nur eingeschränkt gültig wäre (Geldwäschegesetz usw.).
Aber was man auch immer über die Schweiz sagen konnte, eins musste man ihnen lassen: Sie waren die Erfinder der Demokratie. Allein die Tell-Sage bestätigt dies. Wilhelm Tell hatte damals einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen müssen auf Geheiß des Grafen, der Sohn hatte dies überlebt, und dann folgte die Ermordung des Grafen und die Gründung der Urschweiz (Kanton Schwyz, Oberwalden und einige andere). Im Gegensatz zu Frankreich, Deutschland und Italien gab es damals schon eine Demokratie in der Schweiz.
Der 1. August ist ein Nationalfeiertag in der Schweiz, weil dies der Tag war, an dem Tell mit anderen die Urschweiz gegründet hatte. Verena und Bruni merkten nicht viel von diesem Tag: Lediglich das Feuerwerk, das überall ringsum stattfand, wies auf diesen bedeutenden Tag hin, die meisten Schweizer waren wohl zum Bergsteigen in die Alpen gefahren oder sogar in ferne Länder, wie Malaysia, Griechenland oder Italien – oder sogar die Malediven. Soweit Bruni und Verena sich durch die Magazine und Zeitungen und das Fernsehen informieren konnten, reisten die Schweizer oft, sie waren ja reich und ihr kleines Land schien ihnen sicher so langweilig, wie es auch irgendwie war: Ja sicher, es war ja ganz reizend, die grünen Wiesen, die weißen Berge in der Ferne, der blaue Himmel, die Ordnung und Sauberkeit, die Blumen, die Seen – alles schön und gut, und die Schweizer waren herzensgute anständige Menschen, die gern halfen und ein kindliches und ernsthaftes Gemüt hatten und niemanden betrogen, es gab auch weniger Kriminalität in der Schweiz. Dadurch, dass die Schweizer nicht in den I. und II. Weltkrieg involviert gewesen waren, waren sie von den Schrecken, dem Hunger, der Zerstörung verschont geblieben, und man sah dies auch an den vielen alten Häusern, von denen viele schon aus dem 16. Jahrhundert stammten; aber diese ganze Idylle, dieses satte reiche Land, diese Perfektion – all das konnte einem bei allem Respekt schon auch auf den Geist gehen. Vielleicht ist der Mensch so strukturiert, dass er immer das Neue, das Unerwartete und Schwierige sucht, und ihn der übermäßige überall zur Schau gestellte Reichtum nach Abenteuern und Gefahren suchen lässt – wie solch fernen Ländern wie Indien, Südamerika und so weiter.
Aber fürs Erste fühlten sie sich geborgen und wohl in ihrem kleinen Zimmer, in dem es weder Fernsehen noch Telefon gab, dafür aber eine Dusche. Das WC befand sich auf dem Gang, für alles war gesorgt. In der Gaststube, die so aussah wie eine deutsche Gaststube aus den Fünfziger Jahren, mit Bildern von der Jagd, Hirschen und Menschen und viel Holzmöbeln, gab es auch einige Illustrierten.
[1] Wer diese Spezialitäten nicht kennt, kann sich u.a. im Internet kundig machen.
Auszug aus einem längeren Bericht von Inge Franz
Vanonis Goldpalast
Zwanzig Jahre kenne ich Carlo Daneri. Ich treffe ihn in der Bar da Franco in Levanto. Ich erzähle ihm, dass ich mir zu meinem Geburtstag eine Übernachtung mit Tochter und Enkelin im Hotel Stella Maris gegönnt habe. Dazu gratuliert er mir und holt hundert Jahre aus. Das Stella Maris mitten in Levanto sei 1906 von Signore Vanoni erbaut worden. Vanoni, gebürtiger Levanteser, sei aus Kalifornien als durch Goldfunde reich gewordener Millionär zurückgekehrt und habe beschlossen, den prächtigsten Bau Levantos zu errichten, das neben dem Drei-Sterne-Hotel noch eine Bank beherberge. Ich solle mal auf den Friedhof gehen und mir die lebensgroße Marmorfigur des Vanoni auf seiner Grabstätte ansehen.
Vanoni hatte mit seinem sagenhaften Reichtum viel für Levanto getan. Am alten Hospital habe seine Büste, gestiftet von den dankbaren Bürgern, lange Zeit gestanden, die an seine großzügige Spende für das Hospital erinnere.
Andächtig lag ich im Hotelbett – das Stella Maris hat nur achtzehn davon – und sah auf die prächtigen Deckengemälde hinauf – in sieben Metern Höhe.
Allegorische Bilder, viele Engel, dazu Adler und die Köpfe der Dichterfürsten Petrarca, Dante und Tasso. Das Deckengemälde im Speisesaal sieben mal sieben Meter, auch in sieben Metern Höhe noch prächtiger.
Ich bekam zu hören, dass die Gemälde noch im Originalzustand wären und eine Restaurierung noch nicht nötig gehabt hätten. Bei der Verabschiedung von der netten Hotelinhaberin Signora Renza schwor ich ihr, Vanonis wunderbares Leben weiter zu erforschen. Einen Zipfel Information ergatterte ich noch. Der 1920 gestorbene Vanoni sei neunzig Jahre alt geworden.
Wer etwas über das Leben des Glückpilzes Vanoni mitteilen kann, rufe einfach an: 0049 (0) 6192 910660.
So kann dann die Serie über Signore Vanoni fortgesetzt werden.
Joachim Franz
Gerüchte machten die Runde, der Reichtum des Giuseppe Vannoni beruhe auf Gold aus Kalifornien; jetzt ergaben weitere Recherchen in Levanto an der italienischen Riviera, dass Vannoni seinen Reichtum dem Kupferabbau in Peru verdankt.
Sein Vater Paolo hatte schon 1833, also sieben Jahre vor der Geburt des Sohnes, ein Marmorvorkommen zwischen Framura und Levanto erschlossen. Als das Marmorvorkommen erschöpft war, bekam Paolo eine Konzession, Marmor in Sestri Levante abzubauen. Auch Giuseppe arbeitete dort von 1859 bis 1868, und erwarb zusätzliche Kenntnisse im Bereich Mineralogie, Geologie und Zeichnung in Genua. Unter seiner Leitung wurde die Produktivität gesteigert und erbrachte einen Gewinn von 25.000 Lire jährlich, zu jener Zeit eine enorme Summe. Da packte ihn das Fernweh. Gerüchte über immense Goldfunde in Kalifornien trieben den jungen Mann über New York nach San Francisco. Größere Chancen sah Vannoni jedoch im benachbarten Mexiko, aber selbst nach fünf Jahren äußerster Anstrengungen im Erzbergbau erfüllten sich seine Hoffnungen auf Gewinn nicht. 1874 begann der Run auf das peruanische Kupfer. Auch er sah größere Chancen bei dem als fabelhaft geschilderten Kupfervorkommen. In Mexiko ließ er alles stehen und liegen und begab sich nach Lima. Er war jetzt 32. Er ließ seine Frau Maria aus Italien nachkommen. Er hatte sie 1867 geehelicht. Sie war die Tochter der angesehenen und begüterten Familie Bianchi aus Levanto, deren Name auch heute noch dort einen guten Klang hat.
Was die beiden dort erlebten, bringen wir als Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.
Neu: „Woman Bike“ & Bike Competence Center Eppan
Eppan an der Südtiroler Weinstraße ist auf dem besten Weg Südtirols erstes „Bike Competence Center“ zu werden. In Zusammenarbeit mit dem italienischen MTB-Verband AMIBIKE werden in Eppan ein Mountainbike-Lehrfilm produziert und die wichtigsten Routen und Tracks per GPS erfasst. Rund 40 der schönsten Radrouten Eppans sind bereits jetzt unter www.eppan.com verfügbar. Wöchentlich (MI) bietet ein ausgebildeter Mountainbike-Instruktor geführte Touren an – etwa auch zu den Schlössern Laimburg und Sigmundskron, nach Buchwald oder zum Eppaner Burgendreieck. Exklusiv für Frauen gibt es den Lehrgang „Women Bike“ (14.-15.06.08) im wunderschönen Ambiente des Montiggler Waldes. Dabei geht’s neben der Fahrtechnik auch ums Kartenlesen oder GPS-Navigation. Biker aller Klassen finden in Eppan, wo das Überetsch seinen nördlichsten Punkt erreicht hat, ein ideales Terrain: Über 300 km Forst- und Waldwege, idyllische Weinhänge und -dörfer, Burgen und Ansitze tun sich in allen Etagen auf. Die malerischen Routen entlang der Südtiroler Weinstraße, am Mitterberg rund um die Montiggler Seen und das Frühlingstal sind eine „Erfahrung“ wert. Der Gandberg (935 m), das Burgendreieck Perdonig und die Mendel gehören ebenso zu den Traumtouren. Im Sommer ist Eppan das begehrte Ziel der Radprofis: Bei der letzten Etappe der „TransTirol Mountain Rally“ (29.06.-05.07.08), der sieben Tage langen Strapaz-Tour über die Alpen.
Programm Bike-Workshop „Woman Bike“• 14.-15.06.08 –
Unkostenbeitrag: 60 Euro
SA: 09:30 Uhr: Programm-Vorstellung • 10:00 Uhr:
Mountainbike-Technik • 10:30 Uhr: Radführungs-Technik • 12:30
Uhr: Mittagspause • 14:30 Uhr: Kartographie und GPS • 15:30 Uhr:
Praxis- Exkursion „Orientierungsfähigkeit“ • 18:00 Uhr:
Rückkehr ins Hotel • 20:00 Uhr: Abendessen • Ausflug Bozen mit Bierverkostung.
SO: 09:30 Uhr: Richtige Ernährung • 10:30 Uhr:
Mountainbiketour Montiggler Wald + Besuch Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron • 12:30 Uhr: Mittagspause • 14:00 Uhr:
Fortsetzung der Mountainbiketour • 18:00 Uhr: Rückkehr ins Hotel und Ende des Workshops.
Achtung: Anmeldung verpflichtend, limitierte Teilnahmeplätze! – Infos unter www.eppan.com
Eppaner Radwochen-Paket • (31.03.-02.05.08)
Leistungen: 5 Ü/F inkl. geführte Biketour zu den Eislöchern und Burgen oder ins Eppaner Frühlingstal, sowie den Schlössern Laimburg und Sigmundskron. Leicht bis mittelschwere Radtouren mit kurzer Wanderung, inkl. Radverleih und GPS Navigationsgerät mit 30 ausgewählten Touren (nach Verfügbarkeit) – PREIS: ab 290 Euro p.P. im DZ (ZF)
Genf, die Kosmopolitische
Eine Reise nach Genf ist immer wieder ein Erlebnis – die Blumenuhr, die jedes Jahr mit anderen Blumen bepflanzt wird, mit großen Metallzeigern, die sich echt bewegen und immer die exakte Uhrzeit anzeigen, die Fontäne in der Nähe der Brücke, die über die Rhône führt. Und wie schön müsste es erst sein, eine Schiffsreise über den ganzen See zu unternehmen. Aber wenn man wenig Zeit hat, muss man sich damit begnügen, etwa einen Kurzbesuch in das Hotel Richemond zu machen und die Atmosphäre der eleganten Empfangshalle auf sich wirken zu lassen. Als wir Anfang Januar dieses Jahres uns dort aufhielten, hatten wir Gelegenheit, mit einer jungen Mitarbeiterin(es ist ihre erste Stelle nach der Hotelfachschulausbildung) an der Rezeption und dem Chef-Concierge zu reden, die uns freundlich und umfassend über folgende Details unterrichteten: Dieses exklusive Luxus-Hotel, welches direkt neben dem „Beau Rivage“ (die Sache mit Barschel in der Badewanne) am Ufer des Genfer Sees steht, war von 1875 bis 2006 im Besitz der schweizer Familie Armleder, wird aber seit 2006 von der Rocco Forte Collection geführt. Die Philosophie von Besitzer Sir Rocco Forte lautet: „The art of simple luxuary“. Dieses Motto wurde vor einigen Monaten im 5 Sterne plus Hotel Villa Kenney in Frankfurt am Main verwirklicht.
Wie schön wäre es, hier einmal, und wenn es nur in der preiswertesten Kategorie wäre, und nicht in der Präsidenten-Suite für 10.000 Euro, ohne Blick auf die Seeuferpromenade, wo vor hundert Jahren die österreichische Kaiserin Sissi einem Attentat zum Opfer fiel und der Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant spazieren ging.
Die Mehrzahl der Gäste zum Jahreswechsel waren Mitglieder der russischen upper class aus Sankt Petersburg und den Superreichen aus den Erdöllieferstaaten am Persischen Golf zusammen. In Genf gebe es viele Banken mit internationaler Klientel, und deshalb sind alle Nationen hier vertreten. Auch die europäische Abteilung der UNO und die WTO (World Trade Organisation) haben hier ihren Sitz. Unter anderem haben berühmte Persönlichkeiten wie Kofi Annan, der pensionierte Uni-Generalsekretär, Genf als seinen Wohnsitz gewählt. Der Portier räumte ein, dass die Preise seit dem Besitzerwechsel gestiegen sind (360 Euro pro Einzelzimmer - und 10.000 Euro für die Präsidenten-Suite). Das habe mit den umfassenden Investitionen zu tun. Das Hotel ist jetzt moderner gestaltet als früher. Zu den Aufgaben des Concierge gehört es, für die Gäste Theaterkarten und die Inhaber von Luxusboutiquen und Juweliere ins Hotel zu bitten, aber auch, einen Rolls Royce zu reservieren, sich um die Post der Gäste zu kümmern.
Wir fragten den Concierge, was er besonders an dem Hotel schätze, er antwortete, dass die familiäre Atmosphäre ihm besonders gefalle, es gebe nur 109 Zimmer. Im Richemond gibt es außerdem einen Wellness-Bereich mit Sauna, Hamam (türkisches Dampfbad), Massage und Aroma-Therapie. I.F.
Weitere Infos: http://www.roccofortehotels.com/
Frankfurts Spitzenhotel
Die „Villa Kennedy“, das mit der höchsten Sternezahl (5 Sterne und das Prädikat Superior) ausgezeichnete Hotel Frankfurt’s liegt an der Frankfurter Kennedyallee am südlichen Ufer des Mains. Zentrum des Hotels ist die Villa Speyer, die 1904 als Haus einer Frankfurter Bankiersfamilie erbaut wurde und in der sich heute Empfangsbereich und einige der größeren Suiten befinden. Zusammen mit den neuen Anbauten umfasst die Villa Kennedy 163 Zimmer, inklusive 29 Suiten, ein Restaurant und eine Bar, eine Lounge und einen Wellnessbereich. Des Weiteren verfügt das Hotel über Veranstaltungsräume für insgesamt bis zu 700 Personen, ausgestattet mit der neuesten Technologie, und eine Tiefgarage für Hotelgäste. Die teuerste Übernachtung kommt in der Speyer Suite auf 5000 Euro. Die JFK’s Bar & Lounge befindet sich direkt neben dem italienischen Restaurant Gusto. Der Gast hat von dort einen wunderbaren Blick in den Innenhof und in den warmen Monaten zudem die Möglichkeit im Freien zu sitzen. Als Kennedy im Jahre 1963 Frankfurt besuchte, fuhr er entlang der damaligen Forsthausstraße, die nach seinem Besuch dann in Kennedyallee umbenannt wurde. Sowohl der Name des Hotels als auch der der Bar sind von dieser Gegebenheit inspiriert.
Es gibt einen extra für die Villa Kennedy kreierten Drink. Der JFK Martini wird mit Louis XIII Cognac und einem 40 Jahre alten Portwein gemixt und ist mit 80,– Euro der teuerste Martini in Deutschland. Von Dienstag bis Samstag von 20.00 bis 24.00 Uhr wird in der Bar Live-Musik gespielt. Das Programm setzt sich aus einer Mischung von Jazz, Funk und Soul zusammen. Insgesamt 80 Gäste finden in den drei separaten Bereichen (Bar, Wintergarten und Lounge) Platz. Sowohl Hotelgästen als auch Besuchern steht die Bar offen.
Die Kleine Cinque Terre
Die Japaner gehen hin. Für die Engländer und Holländer ist es ein Muss. Die Deutschen haben sie in den 70er Jahren entdeckt: die Cinque Terre. Jene magisch-romantischen fünf Fischerdörfer, etwa 80 Kilometer südlich von Genua.
Jedes Jahr zur Buchmesse freue ich mich, wenn die Italiener im Maritim-Hotel in Frankfurt den besten Reiseführer in ihr ewig attraktives Land, in das es schon Goethe, Adorf und Joschka zog, bekannt geben. Heuer war es Christoph Hennig aus dem Oase-Verlag, dem der Lorbeer zuerkannt wurde. Sein Thema: die Cinque Terre.
Für mich, der als Frankfurter seit gut dreißig Jahren fünfzehn Kilometer nördlich ein kleines Ferienhaus am Meer an Gäste vermietet und auch selbst nutzt, brachte Hennig jetzt in seinem Buch die gute Überraschung. Hennig erklärt, mein Dorf Framura, dazu Bonassola und Levanto zur „Kleinen Cinque Terre“. Er stellt in seinem Reiseführer heraus, dass man hier auch die wunderbaren Wanderwege fände wie oberhalb von Vernazza oder Monterosso. Nur würden weniger Schweizer und andere Nationalitäten einem auf die Hacken treten. Ausserdem könne man beispielsweise in Framura echte italienische Atmosphäre authentischer erleben.
Lieber Leser, nebenstehendes Bild zeigt mein zwischen Weinbergen und Oliven-Terrassen liegendes ermietbares Ferienhäuschen. Über die Redaktion/Home können sie Näheres hierzu erfahren. J.F.