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Um den Großglockner



 



 

Vom Top-Geheimtipp zum Aufsteiger des Jahres: Noch läuft der Countdown für die Eröffnung des Großglockner Ressorts Kals-Matrei in Osttirol – und schon ist der 1. Platz auf dem Stockerl sicher. Im großen ADAC Skiguide, der jedes Jahr Preise in neun Sparten unter 700 Skigebieten in den Alpen vergibt, hat das Großglockner Ressort Kals-Matrei alles, was Rang und Namen hat, hinter sich gelassen und sozusagen aus dem Stand die Goldmedaille in der Kategorie „Aufsteiger“ geschafft! Berechtigt ist die Auszeichnung allemal. Die über 100 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade verlocken zum grenzenlosen Traum in Weiß – auch mit herrlichen Tiefschneehängen, Funparks, Halfpipes, einer exklusiven Carverpiste und drei beschneiten Talabfahrten, eine davon mit über 11 km die längste Osttirols! Beste Aussichten garantiert die Lage des Großglockner Ressorts Kals-Matrei inmitten der Nationalpark-Region Hohe Tauern Osttirol: Das heißt Skifahren im Angesicht von Österreichs höchstem Berg und weiteren 241 Dreitausendern. Erschlossen wird das Skigebiet durch 16 top-moderne Gondelbahnen und Sessellifte, darunter die im vergangenen Winter neu gebaute und erste beheizte 6er-Sesselbahn Osttirols auf den Cimaross. Aufgrund der Höhenlage (920-2.405 m) glänzt das Großglockner Ressort Kals-Matrei mit hoher Naturschneesicherheit, 90 Prozent des gesamten Streckennetzes können außerdem beschneit werden. Der malerische Nationalpark-Ort Kals am Großglockner gilt als eines der schönsten Alpendörfer Tirols. Hier mischen sich Tradition und Moderne auf gelungene Weise: Hightech im Skigebiet, gelebte Tradition im Dorfidyll und unzählige Wintersportmöglichkeiten abseits der Pisten – von Langlaufen über Winterwandern, Pferdekutschenfahrten und Rodeln bis zu Skitouren im Nationalpark Hohe Tauern.


 


 


 


 

Weihnachts-Wellness in der Wärme der Therme

Einen besinnlichen Advent voll Genuss und viel Zeit, sich auf das schönste Fest im Jahr einzustimmen, eröffnet das Wohlfühl-Ambiente des Quellenhotel & Spa der Heiltherme Bad Waltersdorf. Wie jedes Jahr dürfen sich die Gäste hier auch in diesem Dezember wieder auf ein Programm voll Wärme, Geborgenheit und Ruhe freuen, abseits von Weihnachtsrummel und Hektik. Eine Fackelwanderung durch das weihnachtlich geschmückte Bad Waltersdorf mit Hotelleiter Hermann Oswald sorgt für glänzende Augen. Beim Besuch einer Weihnachtsausstellung kann man schöne Geschenke für die Liebsten erwerben. In der Quellenoase, dem exklusiven Spa-Bereich für Hotelgäste und Zentrum für Ruhe und Entspannung, wärmt man sich bei einem Glas Punsch wieder auf. Im dreistöckigen Innenbereich der Quellenoase befinden sich ein Thermal-Innenpool, ein eigener Saunabereich mit vier Kabinen, Dampfbad und typisch Steirischer „Woaz Sauna“, eine Aquameditation und Infrarotkabine, ein eigener Damen-Wellnessbereich mit Sauna sowie eine Ruheoase mit 210 Liegen. Natürlich kann man auch die vielen Neuheiten im Styrian Spa der Heiltherme genießen – im „Salinarium“, der neuen Salzgrotte, in den Alpha-Liegen und bei neuen Behandlungen der Traditionell Steirischen Medizin (TSM ® ). Gesundheit zum Verschenken gibt es mit den Wertgutscheinen zu 10 und 50 Euro sowie dem Gutscheinheft zu 50 und 100 Euro. Dieses wohltuende Geschenk ist im gesamten Thermen- und Hotelbereich einlösbar und macht bestimmt Freude.

Reise in den Süden

Eigentlich wollten die drei Freundinnen auch mal woanders hin reisen als nach Frankreich, Italien oder in die Schweiz, aber irgendwie ergab sich die Gelegenheit dazu nicht. Und es zog sie auch nicht so sehr in Länder, die sie noch nicht kannten, auch wenn sie in Europa lagen. Zwar hatte eine Freundin von Verena mal erzählt, dass es in Ungarn ganz toll wäre, die Puzta, die Zigeunermusik, die Pferde, das Gulasch und der Palatschinken (Pfannekuchen mit Quark und Rosinen) ... aber da würden sie bestimmt auch mal irgendwann hinfahren, es hatte ja noch Zeit, auch wenn die Preise in den osteuropäischen Ländern seit Eintritt in die Europäische Union sicher sehr angezogen hatten, selbst wenn diese Länder (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Kroatien, und andere) noch keinen Euro hatten. Die Einführung des Euro war ja nur eine Formsache, die sicher bald vonstatten gehen würde.

Jetzt allerdings ergab sich wieder mal die Gelegenheit, nach Italien zu reisen. Verena brauchte Verschiedenes für ihr Café, und Bruni wollte sie begleiten. Sie wollten von Dienstag bis Montag mit dem alten Fiat von Verena nach Ligurien (die Region bei Genua) reisen und dort Folgendes kaufen: Mozzarella (für die Baguettes und die „Caprese“), Amarettini (kleine Mandelplätzchen), Milchaufschäumer-Becher, Zuckertüten, die sie aus den Bars und Cafés als Souvenir mitnehmen wollten, also gratis, mit Schokolade überzogene Kaffeebohnen, Artischockenherzen in Dosen, Basilikumsamen, Rezepte für Focaccia und Gnocchi, für Spaghetti alle Vongole und verschiedene Antipasti[1]

Verena und Bruni brachen in aller Herrgottsfrühe (7.00 Uhr) auf. Da fiel Bruni ein, dass sie am Montag einen Termin beim Arbeitsamt in Veitshöchsheim hatte, und zwar um 9.30 Uhr. Sie musste also am Sonntag mit dem Zug zurückfahren (darin hatte sie ja schon Erfahrung!), und Verena musste dann wohl oder übel allein mit dem Auto zurückfahren.

Verena sagte unverblümt: „Mensch, sag' doch einfach, du wärst krank! Du kannst mich doch nicht so hängenlassen!“ Aber Bruni wusste, was für sie auf dem Spiel stand: Ihr konnte für 3 Monate das Arbeitslosengeld gesperrt werden, wenn sie nicht auftauchte am Montag!

Kurz entschlossen radelte sie zum Bahnhof, um ein Ticket für den Zug am Sonntag zu kaufen. Sie hatte Glück und erstand ein Ticket zum Sonderpreis von 89,00 Euro, das normalerweise das Doppelte gekostet hätte. Verena konnte letztendlich überzeugt werden, dass es besser war, wenn Bruni sich nicht das Arbeitslosengeld durch die Lappen gehen ließ und ihren Termin wahrnahm.

Sie waren schon hinter Basel, da sagte Verena: „Ich glaube, wir müssen in der Schweiz übernachten, ich kann nicht mehr!“ „Aber ich kann noch, ruhe dich doch aus, wie sind sicher am frühen Morgen in Italien.“

Aber Verena blieb hart: „Kommt gar nicht in Frage, wir übernachten jetzt hier in Lengnau, es ist mir zu riskant, wenn du die ganze Nacht durch fährst, dann machen wir einen Unfall, du weißt doch, dass es so viele Berge und Tunnel in Italien gibt, du kannst dich dann nicht mehr konzentrieren. Ich habe noch 100 Euro extra Taschengeld, damit finden wir bestimmt was zum Schlafen!“

Sie fanden auch tatsächlich ein schönes altes Hotel mit dem Namen „Zum Hirschen“ in Lengnau, das nur 80 Schweizer Franken kostete (Doppelzimmer). Mein Gott, wie altmodisch, aber gemütlich war es hier: Alte Tapeten aus den Siebziger Jahren, ein dicker flauschiger Teppich, eine gemütliche Gaststube, und all das am schönen Bieler See gelegen.

Am nächsten Morgen frühstückten sie in der gemütlichen Gaststube, bekamen aber einen Schreck, als sie für 2 Croissants, 2 Kaffees und 1 Käsetoast 12 Euro bezahlen mussten. Das Essen ist in der Schweiz sehr teuer, das wussten sie ja, aber diese astronimischen Preise .... Das musste erst mal verdaut werden. Es war ihnen schon klar, dass die Schweizer mehr verdienten und sich das eher leisten konnten, aber was machte ein Tourist, der ganz normal Urlaub machen wollte, und nicht so viel ausgeben wollte? Aß der den ganzen Tag Schokolade, Schweizer Käse, die ja genug Kalorien enthielten, und als gesundheitlichen Ausgleich Ricola-Bonbons mit Kräutern?

Naja, irgendwie gab es ja auch nicht so viele Touristen in der Schweiz, abgesehen von denen, die ihr Geld in den Schweizer Banken deponierten, um der Steuer zu entgehen ... obwohl die Schweiz ja vor Jahren ein Abkommen mit Deutschland und anderen Ländern geschlossen hatte, dass das Bankgeheimnis nur eingeschränkt gültig wäre (Geldwäschegesetz usw.).

Aber was man auch immer über die Schweiz sagen konnte, eins musste man ihnen lassen: Sie waren die Erfinder der Demokratie. Allein die Tell-Sage bestätigt dies. Wilhelm Tell hatte damals einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen müssen auf Geheiß des Grafen, der Sohn hatte dies überlebt, und dann folgte die Ermordung des Grafen und die Gründung der Urschweiz (Kanton Schwyz, Oberwalden und einige andere). Im Gegensatz zu Frankreich, Deutschland und Italien gab es damals schon eine Demokratie in der Schweiz.

Der 1. August ist ein Nationalfeiertag in der Schweiz, weil dies der Tag war, an dem Tell mit anderen die Urschweiz gegründet hatte. Verena und Bruni merkten nicht viel von diesem Tag: Lediglich das Feuerwerk, das überall ringsum stattfand, wies auf diesen bedeutenden Tag hin, die meisten Schweizer waren wohl zum Bergsteigen in die Alpen gefahren oder sogar in ferne Länder, wie Malaysia, Griechenland oder Italien – oder sogar die Malediven. Soweit Bruni und Verena sich durch die Magazine und Zeitungen und das Fernsehen informieren konnten, reisten die Schweizer oft, sie waren ja reich und ihr kleines Land schien ihnen sicher so langweilig, wie es auch irgendwie war: Ja sicher, es war ja ganz reizend, die grünen Wiesen, die weißen Berge in der Ferne, der blaue Himmel, die Ordnung und Sauberkeit, die Blumen, die Seen – alles schön und gut, und die Schweizer waren herzensgute anständige Menschen, die gern halfen und ein kindliches und ernsthaftes Gemüt hatten und niemanden betrogen, es gab auch weniger Kriminalität in der Schweiz. Dadurch, dass die Schweizer nicht in den I. und II. Weltkrieg involviert gewesen waren, waren sie von den Schrecken, dem Hunger, der Zerstörung verschont geblieben, und man sah dies auch an den vielen alten Häusern, von denen viele schon aus dem 16. Jahrhundert stammten; aber diese ganze Idylle, dieses satte reiche Land, diese Perfektion – all das konnte einem bei allem Respekt schon auch auf den Geist gehen. Vielleicht ist der Mensch so strukturiert, dass er immer das Neue, das Unerwartete und Schwierige sucht, und ihn der übermäßige überall zur Schau gestellte Reichtum nach Abenteuern und Gefahren suchen lässt – wie solch fernen Ländern wie Indien, Südamerika und so weiter.

Aber fürs Erste fühlten sie sich geborgen und wohl in ihrem kleinen Zimmer, in dem es weder Fernsehen noch Telefon gab, dafür aber eine Dusche. Das WC befand sich auf dem Gang, für alles war gesorgt. In der Gaststube, die so aussah wie eine deutsche Gaststube aus den Fünfziger Jahren, mit Bildern von der Jagd, Hirschen und Menschen und viel Holzmöbeln, gab es auch einige Illustrierten.

[1] Wer diese Spezialitäten nicht kennt, kann sich u.a. im Internet kundig machen.

Auszug aus einem längeren Bericht von Inge Franz

Vanonis Goldpalast

Zwanzig Jahre kenne ich Carlo Daneri. Ich treffe ihn in der Bar da Franco in Levanto. Ich erzähle ihm, dass ich mir zu meinem Geburtstag eine Übernachtung mit Tochter und Enkelin im Hotel Stella Maris gegönnt habe. Dazu gratuliert er mir und holt hundert Jahre aus. Das Stella Maris mitten in Levanto sei 1906 von Signore Vanoni erbaut worden. Vanoni, gebürtiger Levanteser, sei aus Kalifornien als durch Goldfunde reich gewordener Millionär zurückgekehrt und habe beschlossen, den prächtigsten Bau Levantos zu errichten, das neben dem Drei-Sterne-Hotel noch eine Bank beherberge. Ich solle mal auf den Friedhof gehen und mir die lebensgroße Marmorfigur des Vanoni auf seiner Grabstätte ansehen.

Vanoni hatte mit seinem sagenhaften Reichtum viel für Levanto getan. Am alten Hospital habe seine Büste, gestiftet von den dankbaren Bürgern, lange Zeit gestanden, die an seine großzügige Spende für das Hospital erinnere.

Andächtig lag ich im Hotelbett – das Stella Maris hat nur achtzehn davon – und sah auf die prächtigen Deckengemälde hinauf – in sieben Metern Höhe.

Allegorische Bilder, viele Engel, dazu Adler und die Köpfe der Dichterfürsten Petrarca, Dante und Tasso. Das Deckengemälde im Speisesaal sieben mal sieben Meter, auch in sieben Metern Höhe noch prächtiger.

Ich bekam zu hören, dass die Gemälde noch im Originalzustand wären und eine Restaurierung noch nicht nötig gehabt hätten. Bei der Verabschiedung von der netten Hotelinhaberin Signora Renza schwor ich ihr, Vanonis wunderbares Leben weiter zu erforschen. Einen Zipfel Information ergatterte ich noch. Der 1920 gestorbene Vanoni sei neunzig Jahre alt geworden.

Wer etwas über das Leben des Glückpilzes Vanoni mitteilen kann, rufe einfach an: 0049 (0) 6192 910660.

So kann dann die Serie über Signore Vanoni fortgesetzt werden.

Joachim Franz

Gerüchte machten die Runde, der Reichtum des Giuseppe Vannoni beruhe auf Gold aus Kalifornien; jetzt ergaben weitere Recherchen in Levanto an der italienischen Riviera, dass Vannoni seinen Reichtum dem Kupferabbau in Peru verdankt.

Sein Vater Paolo hatte schon 1833, also sieben Jahre vor der Geburt des Sohnes, ein Marmorvorkommen zwischen Framura und Levanto erschlossen. Als das Marmorvorkommen erschöpft war, bekam Paolo eine Konzession, Marmor in Sestri Levante abzubauen. Auch Giuseppe arbeitete dort von 1859 bis 1868, und erwarb zusätzliche Kenntnisse im Bereich Mineralogie, Geologie und Zeichnung in Genua. Unter seiner Leitung wurde die Produktivität gesteigert und erbrachte einen Gewinn von 25.000 Lire jährlich, zu jener Zeit eine enorme Summe. Da packte ihn das Fernweh. Gerüchte über immense Goldfunde in Kalifornien trieben den jungen Mann über New York nach San Francisco. Größere Chancen sah Vannoni jedoch im benachbarten Mexiko, aber selbst nach fünf Jahren äußerster Anstrengungen im Erzbergbau erfüllten sich seine Hoffnungen auf Gewinn nicht. 1874 begann der Run auf das peruanische Kupfer. Auch er sah größere Chancen bei dem als fabelhaft geschilderten Kupfervorkommen. In Mexiko ließ er alles stehen und liegen und begab sich nach Lima. Er war jetzt 32. Er ließ seine Frau Maria aus Italien nachkommen. Er hatte sie 1867 geehelicht. Sie war die Tochter der angesehenen und begüterten Familie Bianchi aus Levanto, deren Name auch heute noch dort einen guten Klang hat.

Was die beiden dort erlebten, bringen wir als Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.

Neu: „Woman Bike“ & Bike Competence Center Eppan

Eppan an der Südtiroler Weinstraße ist auf dem besten Weg Südtirols erstes „Bike Competence Center“ zu werden. In Zusammenarbeit mit dem italienischen MTB-Verband AMIBIKE werden in Eppan ein Mountainbike-Lehrfilm produziert und die wichtigsten Routen und Tracks per GPS erfasst. Rund 40 der schönsten Radrouten Eppans sind bereits jetzt unter www.eppan.com verfügbar. Wöchentlich (MI) bietet ein ausgebildeter Mountainbike-Instruktor geführte Touren an – etwa auch zu den Schlössern Laimburg und Sigmundskron, nach Buchwald oder zum Eppaner Burgendreieck. Exklusiv für Frauen gibt es den Lehrgang „Women Bike“ (14.-15.06.08) im wunderschönen Ambiente des Montiggler Waldes. Dabei geht’s neben der Fahrtechnik auch ums Kartenlesen oder GPS-Navigation. Biker aller Klassen finden in Eppan, wo das Überetsch seinen nördlichsten Punkt erreicht hat, ein ideales Terrain: Über 300 km Forst- und Waldwege, idyllische Weinhänge und -dörfer, Burgen und Ansitze tun sich in allen Etagen auf. Die malerischen Routen entlang der Südtiroler Weinstraße, am Mitterberg rund um die Montiggler Seen und das Frühlingstal sind eine „Erfahrung“ wert. Der Gandberg (935 m), das Burgendreieck Perdonig und die Mendel gehören ebenso zu den Traumtouren. Im Sommer ist Eppan das begehrte Ziel der Radprofis: Bei der letzten Etappe der „TransTirol Mountain Rally“ (29.06.-05.07.08), der sieben Tage langen Strapaz-Tour über die Alpen.

Programm Bike-Workshop „Woman Bike“• 14.-15.06.08 –

Unkostenbeitrag: 60 Euro

SA: 09:30 Uhr: Programm-Vorstellung • 10:00 Uhr:

Mountainbike-Technik • 10:30 Uhr: Radführungs-Technik • 12:30

Uhr: Mittagspause • 14:30 Uhr: Kartographie und GPS • 15:30 Uhr:

Praxis- Exkursion „Orientierungsfähigkeit“ • 18:00 Uhr:

Rückkehr ins Hotel • 20:00 Uhr: Abendessen • Ausflug Bozen mit Bierverkostung.

SO: 09:30 Uhr: Richtige Ernährung • 10:30 Uhr:

Mountainbiketour Montiggler Wald + Besuch Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron • 12:30 Uhr: Mittagspause • 14:00 Uhr:

Fortsetzung der Mountainbiketour • 18:00 Uhr: Rückkehr ins Hotel und Ende des Workshops.

Achtung: Anmeldung verpflichtend, limitierte Teilnahmeplätze! – Infos unter www.eppan.com

Eppaner Radwochen-Paket • (31.03.-02.05.08)

Leistungen: 5 Ü/F inkl. geführte Biketour zu den Eislöchern und Burgen oder ins Eppaner Frühlingstal, sowie den Schlössern Laimburg und Sigmundskron. Leicht bis mittelschwere Radtouren mit kurzer Wanderung, inkl. Radverleih und GPS Navigationsgerät mit 30 ausgewählten Touren (nach Verfügbarkeit) – PREIS: ab 290 Euro p.P. im DZ (ZF)

Genf, die Kosmopolitische

Eine Reise nach Genf ist immer wieder ein Erlebnis – die Blumenuhr, die jedes Jahr mit anderen Blumen bepflanzt wird, mit großen Metallzeigern, die sich echt bewegen und immer die exakte Uhrzeit anzeigen, die Fontäne in der Nähe der Brücke, die über die Rhône führt. Und wie schön müsste es erst sein, eine Schiffsreise über den ganzen See zu unternehmen. Aber wenn man wenig Zeit hat, muss man sich damit begnügen, etwa einen Kurzbesuch in das Hotel Richemond zu machen und die Atmosphäre der eleganten Empfangshalle auf sich wirken zu lassen. Als wir Anfang Januar dieses Jahres uns dort aufhielten, hatten wir Gelegenheit, mit einer jungen Mitarbeiterin(es ist ihre erste Stelle nach der Hotelfachschulausbildung) an der Rezeption und dem Chef-Concierge zu reden, die uns freundlich und umfassend über folgende Details unterrichteten: Dieses exklusive Luxus-Hotel, welches direkt neben dem „Beau Rivage“ (die Sache mit Barschel in der Badewanne) am Ufer des Genfer Sees steht, war von 1875 bis 2006 im Besitz der schweizer Familie Armleder, wird aber seit 2006 von der Rocco Forte Collection geführt. Die Philosophie von Besitzer Sir Rocco Forte lautet: „The art of simple luxuary“. Dieses Motto wurde vor einigen Monaten im 5 Sterne plus Hotel Villa Kenney in Frankfurt am Main verwirklicht.

Wie schön wäre es, hier einmal, und wenn es nur in der preiswertesten Kategorie wäre, und nicht in der Präsidenten-Suite für 10.000 Euro, ohne Blick auf die Seeuferpromenade, wo vor hundert Jahren die österreichische Kaiserin Sissi einem Attentat zum Opfer fiel und der Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant spazieren ging.

Die Mehrzahl der Gäste zum Jahreswechsel waren Mitglieder der russischen upper class aus Sankt Petersburg und den Superreichen aus den Erdöllieferstaaten am Persischen Golf zusammen. In Genf gebe es viele Banken mit internationaler Klientel, und deshalb sind alle Nationen hier vertreten. Auch die europäische Abteilung der UNO und die WTO (World Trade Organisation) haben hier ihren Sitz. Unter anderem haben berühmte Persönlichkeiten wie Kofi Annan, der pensionierte Uni-Generalsekretär, Genf als seinen Wohnsitz gewählt. Der Portier räumte ein, dass die Preise seit dem Besitzerwechsel gestiegen sind (360 Euro pro Einzelzimmer - und 10.000 Euro für die Präsidenten-Suite). Das habe mit den umfassenden Investitionen zu tun. Das Hotel ist jetzt moderner gestaltet als früher. Zu den Aufgaben des Concierge gehört es, für die Gäste Theaterkarten und die Inhaber von Luxusboutiquen und Juweliere ins Hotel zu bitten, aber auch, einen Rolls Royce zu reservieren, sich um die Post der Gäste zu kümmern.

Wir fragten den Concierge, was er besonders an dem Hotel schätze, er antwortete, dass die familiäre Atmosphäre ihm besonders gefalle, es gebe nur 109 Zimmer. Im Richemond gibt es außerdem einen Wellness-Bereich mit Sauna, Hamam (türkisches Dampfbad), Massage und Aroma-Therapie. I.F.

Weitere Infos: http://www.roccofortehotels.com/

 

Frankfurts Spitzenhotel

 

Die „Villa Kennedy“, das mit der höchsten Sternezahl (5 Sterne und das Prädikat Superior) ausgezeichnete Hotel Frankfurt’s liegt an der Frankfurter Kennedyallee am südlichen Ufer des Mains. Zentrum des Hotels ist die Villa Speyer, die 1904 als Haus einer Frankfurter Bankiersfamilie erbaut wurde und in der sich heute Empfangsbereich und einige der größeren Suiten befinden. Zusammen mit den neuen Anbauten umfasst die Villa Kennedy 163 Zimmer, inklusive 29 Suiten, ein Restaurant und eine Bar, eine Lounge und einen Wellnessbereich. Des Weiteren verfügt das Hotel über Veranstaltungsräume für insgesamt bis zu 700 Personen, ausgestattet mit der neuesten Technologie, und eine Tiefgarage für Hotelgäste. Die teuerste Übernachtung kommt in der Speyer Suite auf 5000 Euro. Die JFK’s Bar & Lounge befindet sich direkt neben dem italienischen Restaurant Gusto. Der Gast hat von dort einen wunderbaren Blick in den Innenhof und in den warmen Monaten zudem die Möglichkeit im Freien zu sitzen. Als Kennedy im Jahre 1963 Frankfurt besuchte, fuhr er entlang der damaligen Forsthausstraße, die nach seinem Besuch dann in Kennedyallee umbenannt wurde. Sowohl der Name des Hotels als auch der der Bar sind von dieser Gegebenheit inspiriert.

Es gibt einen extra für die Villa Kennedy kreierten Drink. Der JFK Martini wird mit Louis XIII Cognac und einem 40 Jahre alten Portwein gemixt und ist mit 80,– Euro der teuerste Martini in Deutschland. Von Dienstag bis Samstag von 20.00 bis 24.00 Uhr wird in der Bar Live-Musik gespielt. Das Programm setzt sich aus einer Mischung von Jazz, Funk und Soul zusammen. Insgesamt 80 Gäste finden in den drei separaten Bereichen (Bar, Wintergarten und Lounge) Platz. Sowohl Hotelgästen als auch Besuchern steht die Bar offen.

 

 

Die Kleine Cinque Terre

 

Die Japaner gehen hin. Für die Engländer und Holländer ist es ein Muss. Die Deutschen haben sie in den 70er Jahren entdeckt: die Cinque Terre. Jene magisch-romantischen fünf Fischerdörfer, etwa 80 Kilometer südlich von Genua.

Jedes Jahr zur Buchmesse freue ich mich, wenn die Italiener im Maritim-Hotel in Frankfurt den besten Reiseführer in ihr ewig attraktives Land, in das es schon Goethe, Adorf und Joschka zog, bekannt geben. Heuer war es Christoph Hennig aus dem Oase-Verlag, dem der Lorbeer zuerkannt wurde. Sein Thema: die Cinque Terre.

Für mich, der als Frankfurter seit gut dreißig Jahren fünfzehn Kilometer nördlich ein kleines Ferienhaus am Meer an Gäste vermietet und auch selbst nutzt, brachte Hennig jetzt in seinem Buch die gute Überraschung. Hennig erklärt, mein Dorf Framura, dazu Bonassola und Levanto zur „Kleinen Cinque Terre“. Er stellt in seinem Reiseführer heraus, dass man hier auch die wunderbaren Wanderwege fände wie oberhalb von Vernazza oder Monterosso. Nur würden weniger Schweizer und andere Nationalitäten einem auf die Hacken treten. Ausserdem könne man beispielsweise in Framura echte italienische Atmosphäre authentischer erleben.

Lieber Leser, nebenstehendes Bild zeigt mein zwischen Weinbergen und Oliven-Terrassen liegendes ermietbares Ferienhäuschen. Über die Redaktion/Home können sie Näheres hierzu erfahren. J.F.

Der Hintertuxer Gletscher hat immer Saison

Eine Reise ins ewige Eis ist daher eine Pflicht, zumal Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet sogar eine Pulverschneegarantie von Oktober bis Mai übernimmt. 21 moderne Seilbahnen und Lifte stellen sicher, dass Skifahrer, Snowboarder und Bergsportler die beeindruckende Tiroler Gletscherwelt mühelos und sicher bis auf 3.250 m Höhe genießen können. Der Hintertuxer Gletscher ist eines von insgesamt acht skitechnisch erschlossenen Gletscherskigebieten in Österreich (bei 850 Gletschern) und überzeugt Wintersportbegeisterte mit 86 abwechslungsreichen Pistenkilometern, wovon 16 km in der schwierigsten Kategorie liegen, 47 Pistenkilometer führen über mittelschwere Hänge und 23 km sind als leichte Abfahrten eingestuft. Der Gletscherbus 3 vom Tuxer Fernerhaus zur Gefrorenen Wand gilt als Star unter den hochalpinen Aufstiegshilfen, trägt die windstabile Seilbahn doch das Prädikat

„höchste Zweiseilumlaufbahn der Welt“. Neuerdings ist die „Hintertuxer Gletscherbusfamilie“ übrigens komplett: Der neue Gletscherbus 1 von Hintertux zur Sommerbergalm geht kommenden November in Betrieb und ergänzt die sicheren Zweiseilumlaufbahnen am Ferner. Die Gesamtförderleistung am Gletscher kann somit auf weit über 36.000 Personen pro Stunde gesteigert werden. Die 270-ha-Pistenfläche auf dem Hintertuxer Gletscher sind zudem barrierefrei erreichbar, von der

Tiefgarage in Hintertux bis zur Panoramaterrasse auf 3.250 m Höhe. Boarder und Freeskier suchen ihre Herausforderungen im Snowpark Hintertux, der – auf über 3.000 m am Fuß des Olperers gelegen – einzigartige Sprünge und Hindernisse auf mehr als 700 Metern Länge bietet. Zum Ausklang des Gletschererlebnisses warten zweierlei Abenteuer: die 12 km lange, beschneite Talabfahrt Schwarze Pfanne bis nach Hintertux, die nahezu 2.000 Höhenmeter überwindet oder die berüchtigten Après Ski Partys in den urigen Skihütten.

Top-Eröffnungsangebot im Großglockner Ressort Kals-Matrei

7 Ü/F inkl. 6-Tages-Skipass ab 298 Euro p. P. im DZ

Buchungsadresse:

TVB Hohe Tauern Osttirol A-9971 Matrei i.O., Telefon: +43(0)50.212.510

www.gg-resort.at



 



 

Wenn im Heidiland die Nacht zum Tag wird



 

Mit den vier Skigebieten Flumserberg, Pizol, Kerenzerberg und Amden-Weesen vereinigt die Ferienregion Heidiland Carver, Snowboarder, Abenteurer und Genießer auf 150 schneesicheren Pistenkilometern, allerdings nicht nur tagsüber! Die Skiregion Flumserberg etwa verlängert das Skivergnügen regelmäßig. Die Strecke Chrüz-Tannenboden zieht jeden Freitagabend Nachtskifahrer an. Am Bad Ragazer Hausberg, dem Pizol, arbeiten nimmermüde Snowboarder und sportliche Skifahrer am jeweils letzten Freitagabend im Monat auch nach Einbruch der Dunkelheit an ihrer Kondition. Auf der beleuchteten Piste am Pizol machen alle Schneeliebhaber die Nacht zum Tag, zumal es sich von der Bergstation Furt bis zur Mittelstation Maienberg bei Flutlicht und perfekten Pistenverhältnissen hervorragend ins Tal gleiten, carven oder boarden lässt; und das vor der zauberhaften Kulisse des Lichtermeers im Rheintal. Selbst die Nachtrodler nutzen deshalb die Gelegenheit, um auf schnellstem Weg zum Startpunkt des Schlittelwegs an der Bergstation Furt zu kommen. Dann warten dreieinhalb abwechslungsreiche Rodelkilometer und knapp 1.200 Höhenmeter auf die „Schlitter“. Ähnliche Eindrücke nehmen Gäste mit, die sich an der 7 km langen Nachtrodelpiste am Kerenzerberg versuchen. Doch egal, ob Schneebegeisterte auf Kufen oder Kanten „abfahren“, für einen „Einkehrschwung“ muss stets Zeit sein; in einem der gemütlichen Schweizer Beizlis oder Bergrestaurants, um den perfekten Dreh im Schnee bei einem Schweizer Fondueplausch Revue passieren zu lassen.

Weitere Informationen: Ferienregion Heidiland, CH-7320 Sargans, Städtchenstraße 43, Telefon: +41 (0)81 7200820, Fax: +41 (0) 81 7200828, e-mail: info@heidiland.com, www.heidiland.com


 

Um den Großglockner

 

Vom Top-Geheimtipp zum Aufsteiger des Jahres: Noch läuft der Countdown für die Eröffnung des Großglockner Ressorts Kals-Matrei in Osttirol – und schon ist der 1. Platz auf dem Stockerl sicher. Im großen ADAC Skiguide, der jedes Jahr Preise in neun Sparten unter 700 Skigebieten in den Alpen vergibt, hat das Großglockner Ressort Kals-Matrei alles, was Rang und Namen hat, hinter sich gelassen und sozusagen aus dem Stand die Goldmedaille in der Kategorie „Aufsteiger“ geschafft! Berechtigt ist die Auszeichnung allemal. Die über 100 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade verlocken zum grenzenlosen Traum in Weiß – auch mit herrlichen Tiefschneehängen, Funparks, Halfpipes, einer exklusiven Carverpiste und drei beschneiten Talabfahrten, eine davon mit über 11 km die längste Osttirols! Beste Aussichten garantiert die Lage des Großglockner Ressorts Kals-Matrei inmitten der Nationalpark-Region Hohe Tauern Osttirol: Das heißt Skifahren im Angesicht von Österreichs höchstem Berg und weiteren 241 Dreitausendern. Erschlossen wird das Skigebiet durch 16 top-moderne Gondelbahnen und Sessellifte, darunter die im vergangenen Winter neu gebaute und erste beheizte 6er-Sesselbahn Osttirols auf den Cimaross. Aufgrund der Höhenlage (920-2.405 m) glänzt das Großglockner Ressort Kals-Matrei mit hoher Naturschneesicherheit, 90 Prozent des gesamten Streckennetzes können außerdem beschneit werden. Der malerische Nationalpark-Ort Kals am Großglockner gilt als eines der schönsten Alpendörfer Tirols. Hier mischen sich Tradition und Moderne auf gelungene Weise: Hightech im Skigebiet, gelebte Tradition im Dorfidyll und unzählige Wintersportmöglichkeiten abseits der Pisten – von Langlaufen über Winterwandern, Pferdekutschenfahrten und Rodeln bis zu Skitouren im Nationalpark Hohe Tauern.


 


 


 


 

Weihnachts-Wellness in der Wärme der Therme

Einen besinnlichen Advent voll Genuss und viel Zeit, sich auf das schönste Fest im Jahr einzustimmen, eröffnet das Wohlfühl-Ambiente des Quellenhotel & Spa der Heiltherme Bad Waltersdorf. Wie jedes Jahr dürfen sich die Gäste hier auch in diesem Dezember wieder auf ein Programm voll Wärme, Geborgenheit und Ruhe freuen, abseits von Weihnachtsrummel und Hektik. Eine Fackelwanderung durch das weihnachtlich geschmückte Bad Waltersdorf mit Hotelleiter Hermann Oswald sorgt für glänzende Augen. Beim Besuch einer Weihnachtsausstellung kann man schöne Geschenke für die Liebsten erwerben. In der Quellenoase, dem exklusiven Spa-Bereich für Hotelgäste und Zentrum für Ruhe und Entspannung, wärmt man sich bei einem Glas Punsch wieder auf. Im dreistöckigen Innenbereich der Quellenoase befinden sich ein Thermal-Innenpool, ein eigener Saunabereich mit vier Kabinen, Dampfbad und typisch Steirischer „Woaz Sauna“, eine Aquameditation und Infrarotkabine, ein eigener Damen-Wellnessbereich mit Sauna sowie eine Ruheoase mit 210 Liegen. Natürlich kann man auch die vielen Neuheiten im Styrian Spa der Heiltherme genießen – im „Salinarium“, der neuen Salzgrotte, in den Alpha-Liegen und bei neuen Behandlungen der Traditionell Steirischen Medizin (TSM ® ). Gesundheit zum Verschenken gibt es mit den Wertgutscheinen zu 10 und 50 Euro sowie dem Gutscheinheft zu 50 und 100 Euro. Dieses wohltuende Geschenk ist im gesamten Thermen- und Hotelbereich einlösbar und macht bestimmt Freude.

Reise in den Süden

Eigentlich wollten die drei Freundinnen auch mal woanders hin reisen als nach Frankreich, Italien oder in die Schweiz, aber irgendwie ergab sich die Gelegenheit dazu nicht. Und es zog sie auch nicht so sehr in Länder, die sie noch nicht kannten, auch wenn sie in Europa lagen. Zwar hatte eine Freundin von Verena mal erzählt, dass es in Ungarn ganz toll wäre, die Puzta, die Zigeunermusik, die Pferde, das Gulasch und der Palatschinken (Pfannekuchen mit Quark und Rosinen) ... aber da würden sie bestimmt auch mal irgendwann hinfahren, es hatte ja noch Zeit, auch wenn die Preise in den osteuropäischen Ländern seit Eintritt in die Europäische Union sicher sehr angezogen hatten, selbst wenn diese Länder (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Kroatien, und andere) noch keinen Euro hatten. Die Einführung des Euro war ja nur eine Formsache, die sicher bald vonstatten gehen würde.

Jetzt allerdings ergab sich wieder mal die Gelegenheit, nach Italien zu reisen. Verena brauchte Verschiedenes für ihr Café, und Bruni wollte sie begleiten. Sie wollten von Dienstag bis Montag mit dem alten Fiat von Verena nach Ligurien (die Region bei Genua) reisen und dort Folgendes kaufen: Mozzarella (für die Baguettes und die „Caprese“), Amarettini (kleine Mandelplätzchen), Milchaufschäumer-Becher, Zuckertüten, die sie aus den Bars und Cafés als Souvenir mitnehmen wollten, also gratis, mit Schokolade überzogene Kaffeebohnen, Artischockenherzen in Dosen, Basilikumsamen, Rezepte für Focaccia und Gnocchi, für Spaghetti alle Vongole und verschiedene Antipasti[1]

Verena und Bruni brachen in aller Herrgottsfrühe (7.00 Uhr) auf. Da fiel Bruni ein, dass sie am Montag einen Termin beim Arbeitsamt in Veitshöchsheim hatte, und zwar um 9.30 Uhr. Sie musste also am Sonntag mit dem Zug zurückfahren (darin hatte sie ja schon Erfahrung!), und Verena musste dann wohl oder übel allein mit dem Auto zurückfahren.

Verena sagte unverblümt: „Mensch, sag' doch einfach, du wärst krank! Du kannst mich doch nicht so hängenlassen!“ Aber Bruni wusste, was für sie auf dem Spiel stand: Ihr konnte für 3 Monate das Arbeitslosengeld gesperrt werden, wenn sie nicht auftauchte am Montag!

Kurz entschlossen radelte sie zum Bahnhof, um ein Ticket für den Zug am Sonntag zu kaufen. Sie hatte Glück und erstand ein Ticket zum Sonderpreis von 89,00 Euro, das normalerweise das Doppelte gekostet hätte. Verena konnte letztendlich überzeugt werden, dass es besser war, wenn Bruni sich nicht das Arbeitslosengeld durch die Lappen gehen ließ und ihren Termin wahrnahm.

Sie waren schon hinter Basel, da sagte Verena: „Ich glaube, wir müssen in der Schweiz übernachten, ich kann nicht mehr!“ „Aber ich kann noch, ruhe dich doch aus, wie sind sicher am frühen Morgen in Italien.“

Aber Verena blieb hart: „Kommt gar nicht in Frage, wir übernachten jetzt hier in Lengnau, es ist mir zu riskant, wenn du die ganze Nacht durch fährst, dann machen wir einen Unfall, du weißt doch, dass es so viele Berge und Tunnel in Italien gibt, du kannst dich dann nicht mehr konzentrieren. Ich habe noch 100 Euro extra Taschengeld, damit finden wir bestimmt was zum Schlafen!“

Sie fanden auch tatsächlich ein schönes altes Hotel mit dem Namen „Zum Hirschen“ in Lengnau, das nur 80 Schweizer Franken kostete (Doppelzimmer). Mein Gott, wie altmodisch, aber gemütlich war es hier: Alte Tapeten aus den Siebziger Jahren, ein dicker flauschiger Teppich, eine gemütliche Gaststube, und all das am schönen Bieler See gelegen.

Am nächsten Morgen frühstückten sie in der gemütlichen Gaststube, bekamen aber einen Schreck, als sie für 2 Croissants, 2 Kaffees und 1 Käsetoast 12 Euro bezahlen mussten. Das Essen ist in der Schweiz sehr teuer, das wussten sie ja, aber diese astronimischen Preise .... Das musste erst mal verdaut werden. Es war ihnen schon klar, dass die Schweizer mehr verdienten und sich das eher leisten konnten, aber was machte ein Tourist, der ganz normal Urlaub machen wollte, und nicht so viel ausgeben wollte? Aß der den ganzen Tag Schokolade, Schweizer Käse, die ja genug Kalorien enthielten, und als gesundheitlichen Ausgleich Ricola-Bonbons mit Kräutern?

Naja, irgendwie gab es ja auch nicht so viele Touristen in der Schweiz, abgesehen von denen, die ihr Geld in den Schweizer Banken deponierten, um der Steuer zu entgehen ... obwohl die Schweiz ja vor Jahren ein Abkommen mit Deutschland und anderen Ländern geschlossen hatte, dass das Bankgeheimnis nur eingeschränkt gültig wäre (Geldwäschegesetz usw.).

Aber was man auch immer über die Schweiz sagen konnte, eins musste man ihnen lassen: Sie waren die Erfinder der Demokratie. Allein die Tell-Sage bestätigt dies. Wilhelm Tell hatte damals einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen müssen auf Geheiß des Grafen, der Sohn hatte dies überlebt, und dann folgte die Ermordung des Grafen und die Gründung der Urschweiz (Kanton Schwyz, Oberwalden und einige andere). Im Gegensatz zu Frankreich, Deutschland und Italien gab es damals schon eine Demokratie in der Schweiz.

Der 1. August ist ein Nationalfeiertag in der Schweiz, weil dies der Tag war, an dem Tell mit anderen die Urschweiz gegründet hatte. Verena und Bruni merkten nicht viel von diesem Tag: Lediglich das Feuerwerk, das überall ringsum stattfand, wies auf diesen bedeutenden Tag hin, die meisten Schweizer waren wohl zum Bergsteigen in die Alpen gefahren oder sogar in ferne Länder, wie Malaysia, Griechenland oder Italien – oder sogar die Malediven. Soweit Bruni und Verena sich durch die Magazine und Zeitungen und das Fernsehen informieren konnten, reisten die Schweizer oft, sie waren ja reich und ihr kleines Land schien ihnen sicher so langweilig, wie es auch irgendwie war: Ja sicher, es war ja ganz reizend, die grünen Wiesen, die weißen Berge in der Ferne, der blaue Himmel, die Ordnung und Sauberkeit, die Blumen, die Seen – alles schön und gut, und die Schweizer waren herzensgute anständige Menschen, die gern halfen und ein kindliches und ernsthaftes Gemüt hatten und niemanden betrogen, es gab auch weniger Kriminalität in der Schweiz. Dadurch, dass die Schweizer nicht in den I. und II. Weltkrieg involviert gewesen waren, waren sie von den Schrecken, dem Hunger, der Zerstörung verschont geblieben, und man sah dies auch an den vielen alten Häusern, von denen viele schon aus dem 16. Jahrhundert stammten; aber diese ganze Idylle, dieses satte reiche Land, diese Perfektion – all das konnte einem bei allem Respekt schon auch auf den Geist gehen. Vielleicht ist der Mensch so strukturiert, dass er immer das Neue, das Unerwartete und Schwierige sucht, und ihn der übermäßige überall zur Schau gestellte Reichtum nach Abenteuern und Gefahren suchen lässt – wie solch fernen Ländern wie Indien, Südamerika und so weiter.

Aber fürs Erste fühlten sie sich geborgen und wohl in ihrem kleinen Zimmer, in dem es weder Fernsehen noch Telefon gab, dafür aber eine Dusche. Das WC befand sich auf dem Gang, für alles war gesorgt. In der Gaststube, die so aussah wie eine deutsche Gaststube aus den Fünfziger Jahren, mit Bildern von der Jagd, Hirschen und Menschen und viel Holzmöbeln, gab es auch einige Illustrierten.

[1] Wer diese Spezialitäten nicht kennt, kann sich u.a. im Internet kundig machen.

Auszug aus einem längeren Bericht von Inge Franz

Vanonis Goldpalast

Zwanzig Jahre kenne ich Carlo Daneri. Ich treffe ihn in der Bar da Franco in Levanto. Ich erzähle ihm, dass ich mir zu meinem Geburtstag eine Übernachtung mit Tochter und Enkelin im Hotel Stella Maris gegönnt habe. Dazu gratuliert er mir und holt hundert Jahre aus. Das Stella Maris mitten in Levanto sei 1906 von Signore Vanoni erbaut worden. Vanoni, gebürtiger Levanteser, sei aus Kalifornien als durch Goldfunde reich gewordener Millionär zurückgekehrt und habe beschlossen, den prächtigsten Bau Levantos zu errichten, das neben dem Drei-Sterne-Hotel noch eine Bank beherberge. Ich solle mal auf den Friedhof gehen und mir die lebensgroße Marmorfigur des Vanoni auf seiner Grabstätte ansehen.

Vanoni hatte mit seinem sagenhaften Reichtum viel für Levanto getan. Am alten Hospital habe seine Büste, gestiftet von den dankbaren Bürgern, lange Zeit gestanden, die an seine großzügige Spende für das Hospital erinnere.

Andächtig lag ich im Hotelbett – das Stella Maris hat nur achtzehn davon – und sah auf die prächtigen Deckengemälde hinauf – in sieben Metern Höhe.

Allegorische Bilder, viele Engel, dazu Adler und die Köpfe der Dichterfürsten Petrarca, Dante und Tasso. Das Deckengemälde im Speisesaal sieben mal sieben Meter, auch in sieben Metern Höhe noch prächtiger.

Ich bekam zu hören, dass die Gemälde noch im Originalzustand wären und eine Restaurierung noch nicht nötig gehabt hätten. Bei der Verabschiedung von der netten Hotelinhaberin Signora Renza schwor ich ihr, Vanonis wunderbares Leben weiter zu erforschen. Einen Zipfel Information ergatterte ich noch. Der 1920 gestorbene Vanoni sei neunzig Jahre alt geworden.

Wer etwas über das Leben des Glückpilzes Vanoni mitteilen kann, rufe einfach an: 0049 (0) 6192 910660.

So kann dann die Serie über Signore Vanoni fortgesetzt werden.

Joachim Franz

Gerüchte machten die Runde, der Reichtum des Giuseppe Vannoni beruhe auf Gold aus Kalifornien; jetzt ergaben weitere Recherchen in Levanto an der italienischen Riviera, dass Vannoni seinen Reichtum dem Kupferabbau in Peru verdankt.

Sein Vater Paolo hatte schon 1833, also sieben Jahre vor der Geburt des Sohnes, ein Marmorvorkommen zwischen Framura und Levanto erschlossen. Als das Marmorvorkommen erschöpft war, bekam Paolo eine Konzession, Marmor in Sestri Levante abzubauen. Auch Giuseppe arbeitete dort von 1859 bis 1868, und erwarb zusätzliche Kenntnisse im Bereich Mineralogie, Geologie und Zeichnung in Genua. Unter seiner Leitung wurde die Produktivität gesteigert und erbrachte einen Gewinn von 25.000 Lire jährlich, zu jener Zeit eine enorme Summe. Da packte ihn das Fernweh. Gerüchte über immense Goldfunde in Kalifornien trieben den jungen Mann über New York nach San Francisco. Größere Chancen sah Vannoni jedoch im benachbarten Mexiko, aber selbst nach fünf Jahren äußerster Anstrengungen im Erzbergbau erfüllten sich seine Hoffnungen auf Gewinn nicht. 1874 begann der Run auf das peruanische Kupfer. Auch er sah größere Chancen bei dem als fabelhaft geschilderten Kupfervorkommen. In Mexiko ließ er alles stehen und liegen und begab sich nach Lima. Er war jetzt 32. Er ließ seine Frau Maria aus Italien nachkommen. Er hatte sie 1867 geehelicht. Sie war die Tochter der angesehenen und begüterten Familie Bianchi aus Levanto, deren Name auch heute noch dort einen guten Klang hat.

Was die beiden dort erlebten, bringen wir als Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.

Neu: „Woman Bike“ & Bike Competence Center Eppan

Eppan an der Südtiroler Weinstraße ist auf dem besten Weg Südtirols erstes „Bike Competence Center“ zu werden. In Zusammenarbeit mit dem italienischen MTB-Verband AMIBIKE werden in Eppan ein Mountainbike-Lehrfilm produziert und die wichtigsten Routen und Tracks per GPS erfasst. Rund 40 der schönsten Radrouten Eppans sind bereits jetzt unter www.eppan.com verfügbar. Wöchentlich (MI) bietet ein ausgebildeter Mountainbike-Instruktor geführte Touren an – etwa auch zu den Schlössern Laimburg und Sigmundskron, nach Buchwald oder zum Eppaner Burgendreieck. Exklusiv für Frauen gibt es den Lehrgang „Women Bike“ (14.-15.06.08) im wunderschönen Ambiente des Montiggler Waldes. Dabei geht’s neben der Fahrtechnik auch ums Kartenlesen oder GPS-Navigation. Biker aller Klassen finden in Eppan, wo das Überetsch seinen nördlichsten Punkt erreicht hat, ein ideales Terrain: Über 300 km Forst- und Waldwege, idyllische Weinhänge und -dörfer, Burgen und Ansitze tun sich in allen Etagen auf. Die malerischen Routen entlang der Südtiroler Weinstraße, am Mitterberg rund um die Montiggler Seen und das Frühlingstal sind eine „Erfahrung“ wert. Der Gandberg (935 m), das Burgendreieck Perdonig und die Mendel gehören ebenso zu den Traumtouren. Im Sommer ist Eppan das begehrte Ziel der Radprofis: Bei der letzten Etappe der „TransTirol Mountain Rally“ (29.06.-05.07.08), der sieben Tage langen Strapaz-Tour über die Alpen.

Programm Bike-Workshop „Woman Bike“• 14.-15.06.08 –

Unkostenbeitrag: 60 Euro

SA: 09:30 Uhr: Programm-Vorstellung • 10:00 Uhr:

Mountainbike-Technik • 10:30 Uhr: Radführungs-Technik • 12:30

Uhr: Mittagspause • 14:30 Uhr: Kartographie und GPS • 15:30 Uhr:

Praxis- Exkursion „Orientierungsfähigkeit“ • 18:00 Uhr:

Rückkehr ins Hotel • 20:00 Uhr: Abendessen • Ausflug Bozen mit Bierverkostung.

SO: 09:30 Uhr: Richtige Ernährung • 10:30 Uhr:

Mountainbiketour Montiggler Wald + Besuch Messner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron • 12:30 Uhr: Mittagspause • 14:00 Uhr:

Fortsetzung der Mountainbiketour • 18:00 Uhr: Rückkehr ins Hotel und Ende des Workshops.

Achtung: Anmeldung verpflichtend, limitierte Teilnahmeplätze! – Infos unter www.eppan.com

Eppaner Radwochen-Paket • (31.03.-02.05.08)

Leistungen: 5 Ü/F inkl. geführte Biketour zu den Eislöchern und Burgen oder ins Eppaner Frühlingstal, sowie den Schlössern Laimburg und Sigmundskron. Leicht bis mittelschwere Radtouren mit kurzer Wanderung, inkl. Radverleih und GPS Navigationsgerät mit 30 ausgewählten Touren (nach Verfügbarkeit) – PREIS: ab 290 Euro p.P. im DZ (ZF)

Genf, die Kosmopolitische

Eine Reise nach Genf ist immer wieder ein Erlebnis – die Blumenuhr, die jedes Jahr mit anderen Blumen bepflanzt wird, mit großen Metallzeigern, die sich echt bewegen und immer die exakte Uhrzeit anzeigen, die Fontäne in der Nähe der Brücke, die über die Rhône führt. Und wie schön müsste es erst sein, eine Schiffsreise über den ganzen See zu unternehmen. Aber wenn man wenig Zeit hat, muss man sich damit begnügen, etwa einen Kurzbesuch in das Hotel Richemond zu machen und die Atmosphäre der eleganten Empfangshalle auf sich wirken zu lassen. Als wir Anfang Januar dieses Jahres uns dort aufhielten, hatten wir Gelegenheit, mit einer jungen Mitarbeiterin(es ist ihre erste Stelle nach der Hotelfachschulausbildung) an der Rezeption und dem Chef-Concierge zu reden, die uns freundlich und umfassend über folgende Details unterrichteten: Dieses exklusive Luxus-Hotel, welches direkt neben dem „Beau Rivage“ (die Sache mit Barschel in der Badewanne) am Ufer des Genfer Sees steht, war von 1875 bis 2006 im Besitz der schweizer Familie Armleder, wird aber seit 2006 von der Rocco Forte Collection geführt. Die Philosophie von Besitzer Sir Rocco Forte lautet: „The art of simple luxuary“. Dieses Motto wurde vor einigen Monaten im 5 Sterne plus Hotel Villa Kenney in Frankfurt am Main verwirklicht.

Wie schön wäre es, hier einmal, und wenn es nur in der preiswertesten Kategorie wäre, und nicht in der Präsidenten-Suite für 10.000 Euro, ohne Blick auf die Seeuferpromenade, wo vor hundert Jahren die österreichische Kaiserin Sissi einem Attentat zum Opfer fiel und der Rot-Kreuz-Gründer Henri Dunant spazieren ging.

Die Mehrzahl der Gäste zum Jahreswechsel waren Mitglieder der russischen upper class aus Sankt Petersburg und den Superreichen aus den Erdöllieferstaaten am Persischen Golf zusammen. In Genf gebe es viele Banken mit internationaler Klientel, und deshalb sind alle Nationen hier vertreten. Auch die europäische Abteilung der UNO und die WTO (World Trade Organisation) haben hier ihren Sitz. Unter anderem haben berühmte Persönlichkeiten wie Kofi Annan, der pensionierte Uni-Generalsekretär, Genf als seinen Wohnsitz gewählt. Der Portier räumte ein, dass die Preise seit dem Besitzerwechsel gestiegen sind (360 Euro pro Einzelzimmer - und 10.000 Euro für die Präsidenten-Suite). Das habe mit den umfassenden Investitionen zu tun. Das Hotel ist jetzt moderner gestaltet als früher. Zu den Aufgaben des Concierge gehört es, für die Gäste Theaterkarten und die Inhaber von Luxusboutiquen und Juweliere ins Hotel zu bitten, aber auch, einen Rolls Royce zu reservieren, sich um die Post der Gäste zu kümmern.

Wir fragten den Concierge, was er besonders an dem Hotel schätze, er antwortete, dass die familiäre Atmosphäre ihm besonders gefalle, es gebe nur 109 Zimmer. Im Richemond gibt es außerdem einen Wellness-Bereich mit Sauna, Hamam (türkisches Dampfbad), Massage und Aroma-Therapie. I.F.

Weitere Infos: http://www.roccofortehotels.com/

Frankfurts Spitzenhotel

Die „Villa Kennedy“, das mit der höchsten Sternezahl (5 Sterne und das Prädikat Superior) ausgezeichnete Hotel Frankfurt’s liegt an der Frankfurter Kennedyallee am südlichen Ufer des Mains. Zentrum des Hotels ist die Villa Speyer, die 1904 als Haus einer Frankfurter Bankiersfamilie erbaut wurde und in der sich heute Empfangsbereich und einige der größeren Suiten befinden. Zusammen mit den neuen Anbauten umfasst die Villa Kennedy 163 Zimmer, inklusive 29 Suiten, ein Restaurant und eine Bar, eine Lounge und einen Wellnessbereich. Des Weiteren verfügt das Hotel über Veranstaltungsräume für insgesamt bis zu 700 Personen, ausgestattet mit der neuesten Technologie, und eine Tiefgarage für Hotelgäste. Die teuerste Übernachtung kommt in der Speyer Suite auf 5000 Euro. Die JFK’s Bar & Lounge befindet sich direkt neben dem italienischen Restaurant Gusto. Der Gast hat von dort einen wunderbaren Blick in den Innenhof und in den warmen Monaten zudem die Möglichkeit im Freien zu sitzen. Als Kennedy im Jahre 1963 Frankfurt besuchte, fuhr er entlang der damaligen Forsthausstraße, die nach seinem Besuch dann in Kennedyallee umbenannt wurde. Sowohl der Name des Hotels als auch der der Bar sind von dieser Gegebenheit inspiriert.

Es gibt einen extra für die Villa Kennedy kreierten Drink. Der JFK Martini wird mit Louis XIII Cognac und einem 40 Jahre alten Portwein gemixt und ist mit 80,– Euro der teuerste Martini in Deutschland. Von Dienstag bis Samstag von 20.00 bis 24.00 Uhr wird in der Bar Live-Musik gespielt. Das Programm setzt sich aus einer Mischung von Jazz, Funk und Soul zusammen. Insgesamt 80 Gäste finden in den drei separaten Bereichen (Bar, Wintergarten und Lounge) Platz. Sowohl Hotelgästen als auch Besuchern steht die Bar offen.

Die Kleine Cinque Terre

Die Japaner gehen hin. Für die Engländer und Holländer ist es ein Muss. Die Deutschen haben sie in den 70er Jahren entdeckt: die Cinque Terre. Jene magisch-romantischen fünf Fischerdörfer, etwa 80 Kilometer südlich von Genua.

Jedes Jahr zur Buchmesse freue ich mich, wenn die Italiener im Maritim-Hotel in Frankfurt den besten Reiseführer in ihr ewig attraktives Land, in das es schon Goethe, Adorf und Joschka zog, bekannt geben. Heuer war es Christoph Hennig aus dem Oase-Verlag, dem der Lorbeer zuerkannt wurde. Sein Thema: die Cinque Terre.

Für mich, der als Frankfurter seit gut dreißig Jahren fünfzehn Kilometer nördlich ein kleines Ferienhaus am Meer an Gäste vermietet und auch selbst nutzt, brachte Hennig jetzt in seinem Buch die gute Überraschung. Hennig erklärt, mein Dorf Framura, dazu Bonassola und Levanto zur „Kleinen Cinque Terre“. Er stellt in seinem Reiseführer heraus, dass man hier auch die wunderbaren Wanderwege fände wie oberhalb von Vernazza oder Monterosso. Nur würden weniger Schweizer und andere Nationalitäten einem auf die Hacken treten. Ausserdem könne man beispielsweise in Framura echte italienische Atmosphäre authentischer erleben.

Lieber Leser, nebenstehendes Bild zeigt mein zwischen Weinbergen und Oliven-Terrassen liegendes ermietbares Ferienhäuschen. Über die Redaktion/Home können sie Näheres hierzu erfahren. J.F.

Der Hintertuxer Gletscher hat immer Saison

Eine Reise ins ewige Eis ist daher eine Pflicht, zumal Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet sogar eine Pulverschneegarantie von Oktober bis Mai übernimmt. 21 moderne Seilbahnen und Lifte stellen sicher, dass Skifahrer, Snowboarder und Bergsportler die beeindruckende Tiroler Gletscherwelt mühelos und sicher bis auf 3.250 m Höhe genießen können. Der Hintertuxer Gletscher ist eines von insgesamt acht skitechnisch erschlossenen Gletscherskigebieten in Österreich (bei 850 Gletschern) und überzeugt Wintersportbegeisterte mit 86 abwechslungsreichen Pistenkilometern, wovon 16 km in der schwierigsten Kategorie liegen, 47 Pistenkilometer führen über mittelschwere Hänge und 23 km sind als leichte Abfahrten eingestuft. Der Gletscherbus 3 vom Tuxer Fernerhaus zur Gefrorenen Wand gilt als Star unter den hochalpinen Aufstiegshilfen, trägt die windstabile Seilbahn doch das Prädikat

„höchste Zweiseilumlaufbahn der Welt“. Neuerdings ist die „Hintertuxer Gletscherbusfamilie“ übrigens komplett: Der neue Gletscherbus 1 von Hintertux zur Sommerbergalm geht kommenden November in Betrieb und ergänzt die sicheren Zweiseilumlaufbahnen am Ferner. Die Gesamtförderleistung am Gletscher kann somit auf weit über 36.000 Personen pro Stunde gesteigert werden. Die 270-ha-Pistenfläche auf dem Hintertuxer Gletscher sind zudem barrierefrei erreichbar, von der

Tiefgarage in Hintertux bis zur Panoramaterrasse auf 3.250 m Höhe. Boarder und Freeskier suchen ihre Herausforderungen im Snowpark Hintertux, der – auf über 3.000 m am Fuß des Olperers gelegen – einzigartige Sprünge und Hindernisse auf mehr als 700 Metern Länge bietet. Zum Ausklang des Gletschererlebnisses warten zweierlei Abenteuer: die 12 km lange, beschneite Talabfahrt Schwarze Pfanne bis nach Hintertux, die nahezu 2.000 Höhenmeter überwindet oder die berüchtigten Après Ski Partys in den urigen Skihütten.

Top-Eröffnungsangebot im Großglockner Ressort Kals-Matrei

7 Ü/F inkl. 6-Tages-Skipass ab 298 Euro p. P. im DZ

Buchungsadresse:

TVB Hohe Tauern Osttirol A-9971 Matrei i.O., Telefon: +43(0)50.212.510

www.gg-resort.at



 



 

Wenn im Heidiland die Nacht zum Tag wird



 

Mit den vier Skigebieten Flumserberg, Pizol, Kerenzerberg und Amden-Weesen vereinigt die Ferienregion Heidiland Carver, Snowboarder, Abenteurer und Genießer auf 150 schneesicheren Pistenkilometern, allerdings nicht nur tagsüber! Die Skiregion Flumserberg etwa verlängert das Skivergnügen regelmäßig. Die Strecke Chrüz-Tannenboden zieht jeden Freitagabend Nachtskifahrer an. Am Bad Ragazer Hausberg, dem Pizol, arbeiten nimmermüde Snowboarder und sportliche Skifahrer am jeweils letzten Freitagabend im Monat auch nach Einbruch der Dunkelheit an ihrer Kondition. Auf der beleuchteten Piste am Pizol machen alle Schneeliebhaber die Nacht zum Tag, zumal es sich von der Bergstation Furt bis zur Mittelstation Maienberg bei Flutlicht und perfekten Pistenverhältnissen hervorragend ins Tal gleiten, carven oder boarden lässt; und das vor der zauberhaften Kulisse des Lichtermeers im Rheintal. Selbst die Nachtrodler nutzen deshalb die Gelegenheit, um auf schnellstem Weg zum Startpunkt des Schlittelwegs an der Bergstation Furt zu kommen. Dann warten dreieinhalb abwechslungsreiche Rodelkilometer und knapp 1.200 Höhenmeter auf die „Schlitter“. Ähnliche Eindrücke nehmen Gäste mit, die sich an der 7 km langen Nachtrodelpiste am Kerenzerberg versuchen. Doch egal, ob Schneebegeisterte auf Kufen oder Kanten „abfahren“, für einen „Einkehrschwung“ muss stets Zeit sein; in einem der gemütlichen Schweizer Beizlis oder Bergrestaurants, um den perfekten Dreh im Schnee bei einem Schweizer Fondueplausch Revue passieren zu lassen.

Weitere Informationen: Ferienregion Heidiland, CH-7320 Sargans, Städtchenstraße 43, Telefon: +41 (0)81 7200820, Fax: +41 (0) 81 7200828, e-mail: info@heidiland.com, www.heidiland.com


 

Mainova modernisiert Fahrzeugflotte
Neue umweltfreundliche Erdgas-Autos für den Fuhrpark
 

 

Frankfurt - Sie sind kompakt, weiß und umweltfreundlich: Die Mainova AG hat 17 Volkswagen eco up mit Erdgasantrieb (Compressed Natural Gas, kurz CNG) angeschafft. Der Frankfurter Energiedienstleister modernisiert mit den Autos einen Teil seines Fuhrparks. Der Frankfurter Beteiligungsdezernent und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Becker und der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer haben am 8. August 2014 die Kleinwagen entgegengenommen. Die Schlüssel überreichte der Vertriebsleiter des Volkswagen Zentrums Frankfurt Hans-Joachim Kerk.

 

 


Von links: Mainova-Personalvorstand Lothar Herbst, der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer, der Frankfurter Beteiligungsdezernent und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Becker und Vertriebsleiter des Volkswagen Zentrums Frankfurt Hans-Joachim Kerk.
Foto: Mainova AG
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Die CNG-Fahrzeuge weisen im Vergleich zu Autos mit herkömmlichem Benzin- oder Dieselantrieb eine sehr gute Umweltbilanz auf. So stoßen die Volkswagen eco up nur 79 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer aus. Auch sinkt dank des Erdgasantriebs der Ausstoß von Stickoxiden. Die weißen Kleinwagen sind im gesamten Konzernverbund und im Mainova-eigenen Carsharing-Pool im Einsatz. Die neuen Autos ersetzen ausgemusterte Fahrzeuge.

Der Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Becker erklärte: „Individualverkehr ist in Städten wie Frankfurt die Feinstaubquelle Nummer eins. Hier benötigen wir Lösungen, mit denen diese Emissionen dauerhaft gesenkt werden können. Eine Maßnahme ist der Einsatz von Erdgasfahrzeugen im Fuhrpark. Die Stadt braucht dazu innovative und tatkräftige Unternehmen als verlässliche Partner. Die Mainova unterstützt mit ihrem Engagement für den Ausbau leistungsfähiger Technologien die Klimaschutzziele der Stadt auf vorbildliche Weise.“

Dr. Constantin H. Alsheimer, der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG: „Erdgas ist ein wichtiger Baustein klima- und umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte. Die Mainova und ihre Vorgängerunternehmen setzen bereits seit 1992 auf Fahrzeuge mit Erdgasantrieb. Aus Unternehmenssicht sprechen neben der Umweltfreundlichkeit die geringeren Kraftstoffkosten und damit die höhere Wirtschaftlichkeit für Erdgas als Kraftstoff. Zusätzlich wollen wir mit dem Einsatz modernster Technik in unserer Flotte unserer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung in Frankfurt und der Region gerecht werden.“

Insgesamt besteht die sogenannte „weiße Flotte“ der Mainova aus 550 Kraftfahrzeugen (Stand 30.6.2014). Davon sind mehr als ein Viertel CNG-betrieben. Der größte Anteil entfällt mit rund zwei Drittel auf Diesel-Fahrzeuge. Daneben gehören Benziner und ein Elektroauto zum Fuhrpark. Die CO2-Emissionen der 17 Volkswagen eco up betragen zusammengerechnet 1.343 g/km. Sie ersetzen Fahrzeuge mit einem C02-Ausstoß von insgesamt 2.312 g/km.

 


 

Interview mit Mainova-Chef Dr. Alsheimer

 

 


 

 Mainova-Chef Dr. Alsheimer im Interview mit Zeilsheimer-Anzeiger-Herausgeber

Joachim Franz über Fragen der Energieversorgung

 

In Ihrer Bilanz-Pressekonferenz vom April dieses Jahres stellen Sie fest, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgreich verläuft. Können Sie die Anteile des von MAINOVA selbst erzeugten "grünen Stroms" nennen, und wie viel Sie demgemäß zukauften?

 

 

 

Die Mainova treibt die Energiewende voran. Wir investieren vor allem in den Ausbau der regionalen Windenergie. Bis 2015 sollen rund 80 Anlagen in 15 bis 20 Windparks in Betrieb gehen. Sie sollen dann jährlich 500 Gigawattstunden Strom produzieren, das entspricht dem Bedarf von mehr als 200.000 Haushalten. Bereits heute machen die erneuerbaren Energien im verkauften Mainova-Strommix 36 Prozent aus, das ist deutlich besser als der Bundesdurchschnitt, der bei 21 Prozent liegt. Außerdem haben wir natürlich auch Angebote für reinen Ökostrom, der bei uns vor allem aus zwei Laufwasserkraftwerken am Main kommt.  

 

 

 

Auf eben dieser Bilanz-Pressekonferenz führten Sie aus, dass Sie bei dem zugekauften Strom täglich mit wechselnden Ankaufspreisen rechnen müssen. Was bedeutet dies für Sie?

 

 

 

Der Beschaffungspreis an der Börse wird wesentlich von den erneuerbaren Energien beeinflusst. Sie werden vom Staat hoch subventioniert. Bei erhöhtem Aufkommen durch starken Wind und Sonnenschein sinkt der Börsenpreis für Strom. Teilweise gibt es sogar schon negative Strompreise, das heißt Deutschland muss dafür bezahlen, damit die Nachbarn den im Überschuss vorhandenen Strom abnehmen.

 

 

 

Die kurzfristige Beschaffung von Strom ist eine Option, auf die wir uns als nachhaltig orientiertes Unternehmen aber nicht allein verlassen können. Die Preise unterliegen starken Schwankungen, das Risiko ist hoch. Wir wollen unseren Kunden aber verlässliche und dauerhaft günstige Preise anbieten. Deshalb decken wir unseren Bedarf nur zum Teil kurzfristig über die Börse ab. Den größeren Teil sichern wir über mittel- und längerfristige Liefervereinbarungen ab.

 

 

 

Im mittel- und langfristigen Vergleich haben wir mit unserer Beschaffungsstrategie stets ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten können – und wollen dies auch künftig tun. Dabei machen Beschaffung und Vertrieb nur noch rund ein Drittel des Strompreises aus, zwei Drittel sind staatlich beeinflusste Kosten wie die EEG-Umlage, die wir nicht beeinflussen können.

 

 

 

Lohnt sich der Wechsel zu einem Billiganbieter?

 

 

 

Nein. Der Verbraucher sollte das Angebot ganz genau prüfen und nicht nur auf den Preis schauen. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden, denen wir ausgezeichneten Service zu fairen Preisen bieten. Dass das billigste Angebot nicht immer das beste ist, zeigte erst kürzlich die Insolvenz eines Discountanbieters. Viele Kunden hatten vorab für ihre Energie bezahlt und sitzen nun auf mehreren hundert Euro Verlust. Die Mainova setzt dagegen auf nachhaltig preiswerte Produkte und langfristige Kundenbindung. Für unsere Vertragsbedingungen und unseren Kundenservice haben wir deshalb zahlreiche Auszeichnungen von unabhängigen Prüforganisationen erhalten.

 

 

 

Die Kartellbehörde hat den kommunalen Wasserwerken – und MAINOVA lieferte in 2012 40 Millionen Kubikmeter Wasser – den Vorwurf gemacht, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. In der Folge wurden Wasserpreise gesenkt. Wie stellt sich dieser Vorgang im Einzelnen dar und wie begründen Sie Ihre Aussage, dass sich MAINOVA in diesem Zusammenhang nichts vorzuwerfen hat?

 

 

 

Die Mainova hat ihre Wasserpreise in der Folge eines Vergleichs mit der Hessischen Landeskartellbehörde für die Jahre 2012 bis 2014 sowie rückwirkend für 2008 und 2009 um jeweils 20 Prozent reduziert. Bereits mit den alten, höheren Preisen hat die Mainova im Wassergeschäft mit Privatpersonen und Wohnungsunternehmen aber Defizite gemacht. Durch die von der Kartellbehörde verlangte Preissenkung machte die Mainova beim Wasser im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 10 Millionen Euro.

 

 

 

Das Vorgehen der Landeskartellbehörde finde ich nach wie vor falsch, da es die besonderen Rahmenbedingungen in Frankfurt außer Acht lässt. Frankfurt verfügt nur über sehr wenige eigene Quellen, der Großteil des in Frankfurt verbrauchten Trinkwassers muss über lange Transportleitungen aus dem Umland zugeführt werden. Die Wassergewinnung ist dadurch deutlich aufwändiger als in anderen Städten.

 

 

 

Der Vertrag für die Wasserkonzession mit der Stadt Frankfurt läuft bald aus. Könnte es sein, dass Sie sich unter den gegebenen Umständen nicht mehr um eine Vertragsverlängerung bewerben? Muss man befürchten, dass künftig französische Anbieter das Wasser in Frankfurt fördern?

 

 

 

Der Vorstand ist verpflichtet, wirtschaftlichen Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Insofern müssen wir überlegen, ob wir uns erneut um die Frankfurter Wasserkonzession bewerben können. Die Mainova AG sagt grundsätzlich ja zum Prinzip des Wettbewerbs. Bei Strom und Gas stellt sich unser Unternehmen schon seit Jahren erfolgreich den Herausforderungen des Wettbewerbs. Im Falle von Trinkwasser würde die einseitige Bevorzugung des Wettbewerbsprinzips auf Kosten bürgernaher Organisationsstrukturen aber mehr Probleme schaffen als sie löst. In der Regel führt eine Privatisierung der Wasserversorgung dazu, dass kurzfristige Renditeziele die Oberhand über das Ziel der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressource Wasser gewinnen. Zahlreiche Beispiele – so etwa der Fall  Großbritannien – zeigen, dass Privatisierungen der Trinkwasserversorgung regelmäßig zu einer sinkenden Versorgungsqualität bei steigenden Preisen für die Endkunden führen.

 

 

 

Anfang Juli wollen Sie in Frankfurt den Spatenstich für eine Anlage vornehmen, mit der Sie aus Strom Wasserstoff gewinnen, der dann in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden soll. Es wird von einer 5%-Grenze des Wasserstoff-Anteils gesprochen. Wo wurden bereits mit dieser für den Laien schwer verständlichen Verfahrensweise Erfahrungen gesammelt?

 

 

 

Die Mainova baut zusammen mit weiteren kommunalen Projektpartnern die bundesweit erste Demonstrationsanlage zur Speicherung von Strom im kommunalen Gasnetz. Das Verfahren nennt sich Power to gas, auf deutsch Strom zu Gas. Die Technologie basiert auf dem Prinzip der Elektrolyse, bei der aus Strom Wasserstoff entsteht. Neu an dem Verfahren ist, dass der Wasserstoff direkt ins Verteilnetz eingespeist wird. Der Anteil von Wasserstoff im Erdgasnetz darf maximal fünf Prozent betragen, dann gibt es keinerlei Probleme, was die Sicherheit angeht.

 

 

Ziel ist es, Strom zu speichern. Dies erfolgt über die Umwandlung in Gas. Wenn zu wenig Strom verfügbar ist, weil der Wind mal nicht weht oder die Sonne nicht scheint, können wir daraus in unseren Gaskraftwerken wieder Strom erzeugen. Das ist aus unserer Sicht eine kostengünstige Möglichkeit, nachhaltig Energie zu gewinnen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Erforschung und Entwicklung solcher Speicher ist deshalb ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende. Das Erdgasverteilnetz kann

 

 

 

 

 

 

 

Oberbürgermeister sein ist ein Traumjob

Peter Feldmann zieht Fazit nach einem Jahr im Amt

 

(pia) „Für mich war es das spannendste Jahr meines Lebens. Ich habe viel gelernt, viele Menschen getroffen. Es gab auch viele Herausforderungen, für die wir in der Stadt für mein Empfinden gemeinsam gute Antworten gefunden haben. Stichwort: Bezahlbarer Wohnraum. Ich fühle mich sehr wohl in dem Amt. Oberbürgermeister zu sein ist ein Traumjob“, zog Oberbürgermeister Peter Feldmann ein persönliches Fazit nach einem Jahr im Amt.


Der Oberbürgermeister machte in einem Pressegespräch am Montag, 24. Juni, noch einmal deutlich, dass ihm die Nähe zu den Menschen sehr wichtig ist. „Mein Credo ist und bleibt: Diese Stadt ist eins. Neben meinen sonstigen Aufgaben als Chef der Verwaltung, als oberster Dienstherr, als Repräsentant dieser Stadt habe ich von Anfang an darauf geachtet niemanden auszugrenzen. Ich arbeite mit der Stadtgesellschaft genauso zusammen wie mit der Wirtschaft oder der Kultur. Ich gehe in die Oper, ins Städel, zu Großunternehmen, zur IHK oder Handwerkskammer. Gleichzeitig habe ich etwas Neues eingeführt: Stadtteil- und Hausbesuche.“

„Für mich ging es nie darum etwas auszuschließen sondern möglichst alle einzubeziehen. Ich suche bewusst die Nähe zu den Bürgern. Das erdet mich und gibt mir besseren Einblick in die Nöte und Sorgen der Menschen, “ sagte der Oberbürgermeister. „Frankfurt - das ist auch der Grund, warum ich so gerne hier lebe - ist eine offene, tolerante und liberale Metropole. Dies versuche ich auch mit meiner Amtsführung zum Ausdruck zu bringen. Der Römer ist keine Festung sondern ein offenes Haus für alle Frankfurter.“

 

 

 

Oberbürgermeister Peter Feldmann bei einem Interview in Zeilsheim anlässlich

des SPD-Parteitages am 1.März in Frankfurt Zeilsheim    Foto: Kölja Müller

 


Das alles überragende Thema im ersten Amtsjahr sei das Thema bezahlbarer Wohnraum gewesen, dass heute nach rund einem Jahr Amtszeit auch in der Bundespolitik angekommen sei. „Wir in Frankfurt haben massive Anstrengungen unternommen, dem Wohnungsbau für die nächsten Jahre neuen Schwung zu verleihen“, sagte Feldmann. „Ich habe dafür dem Planungsdezernenten alle Instrumente in die Hand gelegt. Ich bin auch Bürgermeister Cunitz und Stadtkämmerer Becker für ihre Unterstützung dankbar. Wir haben sehr viel Geld zusätzlich locker gemacht. Wir alle sind der Auffassung, dass jeder, der hier leben will, auch dies können muss. Eine Ausgrenzung ist mit mir nicht zu machen.“

„Nach wie vor enttäuscht mich hier aber die hessische Landesregierung. Bereits im Dezember letzten Jahres habe ich den Ministerpräsidenten aufgefordert, die vom Bundestag beschlossene Mietpreisbremse hier im Ballungsraum anzuwenden. Bis heute ist nichts geschehen. Vor einigen Wochen legte plötzlich Volker Bouffier ein neues Wohnungsbauprogramm vor, viel zu wenig und viel zu spät. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Bundesregierung. Der Bund muss sich wieder im geförderten Wohnungsbau engagieren, nur so können wir auf Dauer unsere Probleme lösen.“

Wichtig sei es ihm auch ein neues Verhältnis zur Region aufzubauen und zwar einen Umgang auf Augenhöhe. „Natürlich ist Frankfurt die Lokomotive der Region. Das wird auch so bleiben. Mein Ziel ist es, möglichst viele Waggons an die Lok zu hängen. Und nicht - wie es in letzter Zeit den Anschein hatte – Waggons abzukoppeln,“ erklärte Feldmann. „Nur als Region werden wir unsere großen Themen - Wohnungsbau, wirtschaftliche Ansiedlung, dynamisches Wachstum, Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur hier insbesondere der öffentliche Nahverkehr - bewältigen können. Ich setze mich gerne an die Spitze dieser Bewegung und bin stolz, dass wir erste Fortschritte erzielt haben, beispielsweise beim Thema Wohnungsbau, beispielsweise bei der Neuaufstellung der regionalen Wirtschaftsförderungsgeselllschaft FRM.“

„Neue Herausforderungen erwarten uns auch beim regionalen Nahverkehr. Wir müssen hier noch innovativer und kostenbewusster agieren. Das diktieren uns die Rahmenbedingungen (Beispiel: steigende Energiekosten). Was nicht geht, ist dass die hessische Landesregierung sich immer weiter aus der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs zurückzieht.“

Sehr enttäuscht zeigte sich Oberbürgermeister Peter Feldmann von der Haltung der hessischen Landesregierung. „Sie hat sich als sehr kommunalfeindlich erwiesen. Der Staatsgerichtshof hat den Entzug von 360 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich durch die Landesregierung als verfassungswidrig bezeichnet. Egal welches Thema ich mir vornehme, sei es Wohnungsbau, sei es das Internationale Marketing der Region, sei es der Rhein-Main-Verkehrsbund – nie habe ich das Gefühl, dass wir Unterstützung von der Landesregierung erhalten. Das muss sich und wird sich hoffentlich am 22. September ändern.“

 

 

 

 


Mainova-Strom mit sehr guter CO2-Bilanz

 

Nur 395 Gramm pro Kilowattstunde (g/kWh) beträgt der CO2-Ausstoß des verkauften Mainova-Stroms. Damit besitzt die Maino-va AG unter den Grundversorgern der 20 größten deutschen Städ-te die fünftbeste CO2-Bilanz. Dies ergab eine Studie der Leipziger Klimaschutzorganisation Klima ohne Grenzen. Am besten schnei-den die Stadtwerke Bielefeld mit 210 g/kWh ab. Dahinter folgen die SWB Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein Sieg GmbH mit 300 g/kWh, die Münchner SWM Versorgungs GmbH mit 305 g/kWh und die EnBW Vertriebs GmbH Stuttgart mit 324 g/kWh. Zum Vergleich: im deutschlandweiten Schnitt sind es 522 g/kWh.
Auch beim Anteil der erneuerbaren Energien belegt der Frankfur-ter Energiedienstleister mit Platz vier einen Spitzenrang. 41 Pro-zent beträgt der Anteil regenerativer Energien wie Wind und Son-ne am Mainova-Strommix. Die Münchner SWM Versorgungs GmbH steht mit 55 Prozent auf Rang eins. Mit 47,4 Prozent folgt die SWB Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein Sieg GmbH. Der Strommix des Hamburger und Berliner Grundversor-gers Vattenfall weist einen Anteil erneuerbarer Energien von 42,8 Prozent auf. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 24 Prozent.
Studie:
Mehr Informationen zur Studie finden Sie im Internet unter
www.klimaohnegrenzen.de


 

Mainova kann steigende EEG-Umlage
teilweise abfedern
Keine Preiserhöhung bei Gas
bis Ende der Heizperiode
 

 

 

(15.11.13) Zum Jahresbeginn 2014 steigen die staatlichen Anteile am Strompreis erneut an. Erstmals entfallen im nächsten Jahr mehr als 50 Prozent des Strompreises auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Insgesamt ergibt sich im Grundversorgungsgebiet der Mainova eine Erhöhung der staatlichen Anteile um netto 0,77 Cent je Kilowattstunde (0,92 Cent/kWh brutto).

Die Mainova kann diese Preissteigerungen teilweise kompensieren. Für die Kunden im Grundversorgungstarif bedeutet dies einen Vorteil von netto 0,17 Cent /kWh (0,21 Cent/kWh brutto). Das ist rund ein Viertel der staatlichen Preissteigerung. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom erhöht sich dadurch ab dem 1. Januar im Grundversorgungsgebiet lediglich um netto 0,60 Cent/kWh (0,71 Cent/kWh brutto). Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich damit eine Preisanpassung von brutto 28,43 auf 29,14 Cent/kWh. Der Grundpreis bleibt unverändert. „Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um die Preissteigerung möglichst gering zu halten. Durch einen günstigeren Energieeinkauf sowie die Optimierung interner Prozesse ist es uns gelungen, den wachsenden Staatsanteil abzufedern“, sagt Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG.

Bei den Tarifen Smart und Direkt bleiben die Preise stabil. Hier machen sich unterschiedliche Beschaffungsstrategien bemerkbar. Norbert Breidenbach, Vertriebsvorstand der Mainova AG: „Die Strommengen für den Grundversorgungstarif beschaffen wir über einen Zeitraum von drei Jahren. Damit sichern wir die Stromversorgung langfristig ab und sind nicht von den Schwankungen des Börsenstrompreises abhängig. Die Strommengen für die Tarife Smart und Direkt besorgen wir kurzfristiger. Dadurch profitieren die Kunden hier unmittelbar von den historisch niedrigen
Börsenstrompreisen. Wir können die steigenden Staatsanteile in diesen Tarifen vollständig ausgleichen.“

Die Mainova bietet ihren Kunden die Möglichkeit, sich langfristig von der Entwicklung der staatlichen Preisbestandteile unabhängig zu machen. „Mit dem Festpreistarif Mainova Strom Smart können sich preisbewusste Kunden eine Preisgarantie bis zum Jahresende 2014 sichern“, erläutert Vertriebsvorstand Breidenbach.

Gute Nachrichten gibt es auch für alle Gaskunden der Mainova: Die Preise bleiben mindestens bis zum Ende der laufenden Heizperiode stabil.

Beispielrechnungen für die Strompreisanpassung
In der Grundversorgung steigen die Kosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh um monatlich brutto 1,48 Euro oder 2,27 Prozent. Ein Singlehaushalt (1.000 kWh pro Jahr) zahlt brutto 0,59 Euro beziehungsweise 2,0 Prozent im Monat mehr.

 


 

Provadis-Hochschule begrüßt 201 neue Studierende

Eröffnungsveranstaltung für Erstsemester
 

 

 

(15.10.12) F-Höchst - Zum Wintersemester 2012 haben 201 neue Studierende ihr berufs- oder ausbildungsbegleitendes Bachelor-Studium an der Provadis School of International Management and Technology aufgenommen. Die 2003 gegründete private Hochschule mit Sitz im Industriepark Höchst zählt nun insgesamt rund 750 Studierende und erreicht damit einen neuen Spitzenwert. Dennoch bietet die Hochschule in allen Studiengängen noch freie Plätze. Der zehnte Studienjahrgang der Provadis-Hochschule wurde im Rahmen einer Begrüßungsveranstaltung offiziell willkommen geheißen. Außerdem erhielten zehn bereits aktive Studierende ihre „Deutschland-Stipendien“ für hervorragende Leistungen und besonderes Engagement, die im Rahmen und mit Mitteln eines Förderprogramms des Bundeswissenschaftsministeriums von verschiedenen Stiftungen und Unternehmen aus dem Industriepark Höchst gestiftet wurden. Diese Stipendien - 300 Euro monatlich für ein Jahr – werden jeweils hälftig vom Bund und von einer fördernden Institution getragen.


Lernen für das Leben: Rund 200 Studierende beginnen im Wintersemester 2012 ihr berufs- oder ausbildungsbegleitendes Bachelor-Studium an der Provadis School of International Management and Technology
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Betriebswirtschaftslehre bei Studenten immer noch sehr beliebt
Die größte Gruppe innerhalb des neuen Studienjahrgangs stellen zwei BWL-Gruppen bei der Deutschen Telekom mit 61 Studierenden, gefolgt von 55 angehenden Chemie-Ingenieuren. 30 neue Studierende der Provadis Hochschule nehmen ein Studium im Bereich Business Administration (Betriebswirtschaftslehre) auf, im Studiengang Biopharmaceutical Science gibt es 22 neue Studierende, und im Fachbereich Business Information Management (Wirtschaftsinformatik) wurden 16 Erstsemester begrüßt. 64 der neuen Provadis-Studierenden sind berufstätig, 32 junge Frauen und Männer absolvieren das Studium parallel zu ihrer Ausbildung. Die Mehrheit hat das Modell des Dualstudiums gewählt.

Telekom-Studiengang: 40 erfolgreiche Bachelor-Absolventen verabschiedet
In der vierten Auflage eines eigens mit der Deutschen Telekom zusammen entwickelten Studienganges starten in diesem Jahr 61 Mitarbeiter dieses Unternehmens aus ganz Deutschland ihre Qualifizierung, die speziell auf die Anforderungen der Telekommunikationsbranche zugeschnitten ist und am Studienort Darmstadt durchgeführt wird. 40 erfolgreiche Bachelor-Absolventen des vorhergehenden Telekom-Studienjahrganges waren am Vorabend, dem 12. Oktober, in einer feierlichen Abschlussveranstaltung vom Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Uwe Faust verabschiedet worden.

Im neuen Master-Studiengang Industrial Chemistry haben weitere 16 berufstätige Studenten mit ihren Studien begonnen. Dieser Studiengang wurde in enger Zusammenarbeit mit Führungskräften und Praktikern aus namhaften Industrieunternehmen entwickelt und qualifiziert die angehenden Führungskräfte entlang der industriellen Wertschöpfungskette der chemisch-pharmazeutischen Industrie.

Die Zahl der Studierenden an der Provadis-Hochschule hat mit ungefähr 750 einen neuen Rekordwert erreicht. „Die Hochschule hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise sehr gut entwickelt“, so Faust. Sie werde sich jedoch weiterhin durch kleine Lerngruppen und den direkten Kontakt zu Professoren und Mentoren sowie eine intensiv in die Berufspraxis integrierte Konzeption von anderen Hochschulen abheben. Es werde eine anstrengende, aber auch sehr spannende Studienzeit werden, mit der sich die Studierenden ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten erarbeiten, versprach Faust den Anwesenden. Ein weiterer Zuwachs an Studierenden sei dennoch wünschenswert und bei gleichbleibend hoher Qualität des Studiums auch möglich, so werden etwa die Vorlesungen in Klassenstärke gehalten.

 

 

 

 

Neujahrsgrußwort des Oberbürgermeisters

 



Liebe Frankfurterinnen, liebe Frankfurter,

für das politische Frankfurt war es ein Gezeitenwechsel. Im Sommer endete
nach siebzehn Jahren die längste Amtsperiode eines Frankfurter
Stadtoberhauptes, und eine der erfolgreichsten dazu: Einer Persönlichkeit
wie Petra Roth im Amt zu folgen, ist eine Verpflichtung. Für mich galt es,
nicht nur das persönliche Leben privat und beruflich neu zu ordnen. Auch
ein neues Leitungsteam musste zusammengestellt und die Beziehung zu einem
Magistrat mit anderer politischer Mehrheit auf eine tragfähige Basis
gestellt werden, und das Wichtigste: Es gilt, diejenigen Themen anzugehen,
mit denen ich meinen Wahlkampf bestritten habe, und zu deren Bearbeitung
ich von den Bürgerinnen und Bürgern ins Amt gewählt wurde. Dabei geht es
mir um bezahlbaren Wohnraum, Kampf für mehr Bildung und gegen Kinderarmut,
Würde im Alter, Kampf gegen Fluglärm und die Internationalität der Stadt
als Wirtschaftsfaktor.

Erste Zeichen sind gesetzt. Es ist gelungen, erhebliche Mittel für den Bau
und die Förderung zusätzlicher Wohnungen zu mobilisieren, erste
zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen wurden auf den Weg gebracht und auch im
sozialen Bereich wurden Gelder zur Verfügung gestellt. Für die kollegiale
Zusammenarbeit bei der Einfügung dieser und weiterer Programme in die
Haushalte des kommenden Jahres möchte ich den Fachdezernenten nochmals
meinen Dank aussprechen.

Noch wichtiger – und künftig immer wichtiger – als die
politische Übereinkunft über solche Projekte ist freilich deren
Finanzierbarkeit. Die Probleme rund um die gemeinsame Währung und die
Verschuldung der öffentlichen Haushalte werden auch Frankfurt nicht
unberührt lassen. Viele hessische Kommunen haben keinen anderen Weg aus
den Schulden mehr gesehen, als sich unter den finanziellen Schutzschirm des
Landes zu flüchten. Wir werden in den kommenden Jahren verfolgen können,
welche Auswirkungen dies haben wird. Deshalb werde ich weiter darauf
drängen, dass alle Bereiche der Stadtverwaltung nach Einsparpotentialen
und Einnahmeverbesserungen suchen, und wir werden alle Investitionsvorhaben
auf den Prüfstand stellen müssen, ob sie überhaupt, zum jetzigen
Zeitpunkt oder in der angepeilten Größenordnung verwirklicht werden
müssen.

Oberstes Ziel muss es dabei sein, die Leistungsfähigkeit und
Attraktivität Frankfurts als internationalen Wirtschaftsstandort für die
Bürger zu erhalten und auszubauen. Nur wo Geld verdient wird, kann auch
welches ausgegeben werden. Der Stadtpolitik ist es in den vergangenen
Jahrzehnten weitgehend gelungen, wirtschaftliche Standortfaktoren und
menschliche Lebensqualität so zu steigern, dass nicht das eine auf Kosten
des anderen ging. Darauf sind wir zu Recht stolz.

Der Ausbau des Flughafens und die Reorganisation der Flugbewegungen haben
diese Balance empfindlich gestört. Sie haben in einigen Stadtteilen, aber
auch etlichen Anrainergemeinden zu Lärmbelastungen geführt, die den
Menschen dort nicht zuzumuten sind. So wichtig die wirtschaftliche
Zukunftsfähigkeit der Region auch ist, so essentiell ist auch ihr Erhalt
als attraktiver Wohnstandort. Das eine ist ohne das andere auf Dauer nicht
zu haben.

Dazu zählt auch, dass die Stadt für ihre Menschen bezahlbar bleibt. Einer
Verdrängung von Bürgern mit mittleren und niedrigeren Einkommen aus der
Stadt infolge immer weiter steigender Mieten und Wohnungspreise dürfen wir
nicht tatenlos zusehen. Mit Sozialromantik hat das nichts zu tun. Es ist
jetzt schon schwierig genug, Fachkräfte in den nicht so gut bezahlten
Berufen zu gewinnen, ohne die weder die Stadt noch ihre Wirtschaft
funktionieren können. Für diese Menschen sind Lebenshaltungskosten ein
Standortfaktor.

Dabei ist die Ressource „Boden“ nicht unendlich vermehrbar.
Irgendwann sind die letzten Reserven verbraucht, und auch ein paar
Stockwerke hier, ein wenig Nachverdichtung da werden uns nicht den Wohnraum
bescheren, den wir für das – an sich sehr erfreuliche –
Wachstum der Stadtbevölkerung brauchen. Hier wird ein Schwerpunkt auf die
Umwandlung von nicht benötigtem Büro - in Wohnraum liegen müssen. Auf
die Dauer werden wir diese Aufgabe aber nur in Zusammenarbeit mit den
Umlandgemeinden bewältigen können, die von der Dynamik der Region ebenso
profitieren wollen wie wir.

Mit diesen Herausforderungen steht Frankfurt in dieser Welt nicht allein
da, und so wollen wir das Netz unserer Partnerstädte auch dazu nutzen,
gemeinsam über die Lösung urbaner Zukunftsprobleme nachzudenken.
Besonders gefreut habe ich mich über die Ergebnisse unserer Reise in die
türkische Stadt Eskişehir, die hoffentlich als ein weiterer Knoten
unser internationales Netzwerk verstärken wird. In der angespannten
Situation im Nahen Osten war es eine Selbstverständlichkeit, unseren
Freunden in Tel Aviv mit einem Besuch unserer Solidarität zu versichern.

Bei diesen sehr erfreulichen, aber auch bei den schwierigeren Aufgaben,
hoffe ich einmal mehr auf eine aktive Bürgergesellschaft, auf alle
Frankfurterinnen und Frankfurter, die sich in Vereinen und Verbänden, in
Kirchen und Sozialeinrichtungen oder ganz konkret in Stadtviertel und
Nachbarschaft für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen.

Ihnen allen, uns allen, wünsche ich ein gutes, gesundes, erfolgreiches
Neues Jahr!

Ihr
Peter Feldmann

 

 

 

 

 

    

Das Restaurant für Gourmets
Robert-Koch-Str. 120
65779 Kelkheim-Ruppertshain
Tel. 06174-964673
www.merlin-zauberberg.de
info@merlin-zauberberg.de

 

 

 

 


 

Widerstand gegen Pharma-Marketing-Methoden

 

KV Hessen und AOK Hessen wollen Qualität der medikamentösen Versorgung verbessern

Gemeinsame Pressemitteilung von KV Hessen und AOK Hessen

(16.02.07) Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV Hessen) und die AOK Hessen haben heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt die nächsten Schritte des seit Herbst 2006 laufenden Projekts zum Arzneimittelmanagement vorgestellt. Ziel der in Deutschland ein-maligen Kampagne ist es, die Versorgungsqualität der Versicherten in Hessen dadurch zu steigern, dass Ärzte und Patienten industrieunabhängig über Arzneimittel informiert werden. Das Bedürfnis hierfür ist bei Ärzten und Patienten nachweislich vorhanden.
Für Dr. med. Gerd W. Zimmermann, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, steht die objektive Information der hessischen Ärzte über Arzneimittel im Vordergrund: „Nur mit industrieunabhängigen Informationen ermöglichen wir es unseren Mitgliedern, dem immensen Marketingdruck der Pharmaindustrie wirksame Argumente entgegen zu setzen. Dann ist ein Arzt auch in der Lage, sein Verordnungsverhalten zu verändern und gemeinsam mit dem Patient die beste Therapie festzulegen.“ Die mitunter fragwürdigen Vertriebsmethoden von Pharma-Vertretern führen nicht selten dazu, dass die behauptete Wirkung eines neuen Präparates um einiges höher ausfällt als sie es tatsächlich aufgrund von Studien ist. Das bestätigt auch Peter Litzinger von der AOK Hessen: „Patienten und Ärzten werden häufig Vorteile suggeriert, die sich lediglich aus der einseitigen Interpretation von Studien ergeben. Doch nicht jedes Präparat, das vom Hersteller als Innovation teuer verkauft wird, wirkt tatsächlich besser.“ Gemeinsam wolle man des-halb über den Einfluss der Pharma-Industrie aufklären. Ärzte sollen dazu befähigt werden, Aussagen der Industrie in Frage zu stellen und kritisch zu begegnen. Dr. Zimmermann stellt auch klar, dass es bei dem Projekt nicht darum geht, Pharmavertreter zu „unerwünschten Personen“ in Hessens Praxen zu machen. Vielmehr sollen die besser informierten Ärzte den Pharmavertretern „auf Augenhöhe“ begegnen und ihr eigenes Verordnungsverhalten angemessen reflektieren können.
Beide Kooperationspartner stellten anlässlich der Pressekonferenz die Ergebnisse von Befragungen hessischer Ärzte und AOK-Versicherter vor. Das Ergebnis ist eindeutig: Beide Gruppen wünschen sich mehr unabhängige Informationen über Arzneimittel. In abgestimmten Mailings werden Ärzte und Versicherte über unterschiedliche Erkrankungen sowie medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren informiert. Außerdem wurde der erste Teil einer Audio-Akademie vorgestellt. Das Hörbuch „Pharmamarketing“ vermittelt auf innovative Weise, welche ausgefeilten Strategien

hinter den Besuchen stecken.

 

 

 

 

 

So wurde die

 

Zigarettenindustrie kriminell

 

Anfang April bringt der kämpferisch engagierte Verlag „Zweitausendeins“ von Michael Adams als Herausgeber ein Buch heraus, das bis jetzt erst noch nur einen Arbeitstitel hat: Der Anfang vom Ende der Zigarettenindustrie.

Es befasst sich mit den eigentlich unglaublichen Ergebnissen der Senatsanhörungen in Washington, die in monatlichen Verhören herausfanden, wie sich große Markenhersteller von Zigaretten zu einem Kartell zusammengeschlossen haben, das die Verbraucher über die Gefahren des Zigarettenrauchens systematisch täuscht, sie seit 50 Jahren die gesundheitlichen Risiken des Rauchens und auch des Passivrauchens kannten und trotzdem die Gefährlichkeit ihrer Zigaretten in Marketingkampagnen und durch gekaufte Wissenschaftler als eine noch „offene Frage“ darstellen ließen, wie sie durch die Beigabe von bis zu 600 Zusatzstoffen das Suchtpotenzial und die Gesundheitsschädlichkeit der Zigaretten im Vergleich zu naturbelassenem Tabak erheblich steigerten, wie sie die Light-Zigaretten entwickelten und so verhinderten, dass um ihre Gesundheit besorgte Raucher mit dem Rauchen aufhörten, obwohl die angeblich niedrigeren Teer- und Nikotinwerte irreführend und verharmlosend waren, da die Konsumenten den Rauch tiefer und länger einziehen, um an das suchtbedingt verlangte Nikotin zu gelangen, und sich durch dieses „Kompensationsrauchen“ eine wesentlich höhere Schadstoffbelastung einhandeln, und wie sie, entgegen eigenen Beteuerungen, mitWerbemaßnahmen Kinder und Jugendliche zu Rauchern machten. Zur Vertuschung ihrerMethoden und der Beweise ihrer internen Kenntnisse von Krankheit und Tod durch ihre Produkte betrieben Zigarettenfirmen weltweit mit großem Aufwand eine Dokumentenvernichtungspolitik. Die hier präsentierten Beweismittel und Gerichtsdokumente enthüllen in klarer und deutlicher Sprache das Einflussnetz, das Tabakfirmen mit Hilfe von Gesundheitsbeamten und Wissenschaftlern spannten, um ihre Geschäfte trotz schrecklicher Folgen für die Raucher betreiben zu können.